Kulturstaatsminister Bernd Neumann übergibt russisches Kulturgut an russischen Amtskollegen

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Kulturstaatsminister Bernd Neumann traf anlässlich der 11. Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen in Schleißheim bei München mit seinem russischen Amtskollegen Aleksandr Avdeev zusammen. Der Kulturstaatsminister übergab bei diesem Treffen sechs barocke Schmuckelemente von Balkongittern, Geländern und Spiegelbekrönungen aus dem 18. Jahrhundert und betonte:

„Dies ist ein wichtiges Signal für die gegenseitige Rückgabe kriegsbedingt verbrachter Kulturgüter und bestätigt einmal mehr, dass die im deutsch-russischen Freundschaftsvertrag vereinbarten Ziele einer intensiven Zusammenarbeit gerade auch auf kulturellem Gebiet stetig verfolgt werden.“ Zudem erklärte Staatsminister Bernd Neumann, es sei zum wissenschaftlichen Vorteil beider Länder unverzichtbar, die Archive in beiden Staaten für Forscher und die wissenschaftliche Diskussion offen zu halten.

Beide Minister waren sich während ihres Treffens einig über den hohen Stand der bilateralen Kulturbeziehungen. Die Ressortchefs erörterten weitere Kooperationsmöglichkeiten zwischen Bibliotheken sowie im Film- und Museumsbereich. Nach der im Juni diesen Jahres unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew im Moskauer Kreml eröffneten Ausstellung mit Exponaten des Augsburger Maximilian-Museums und der Barockgalerie sind weitere Projekte deutsch-russischer Museumszusammenarbeit geplant, wie zum Beispiel eine Ausstellung zur Bronzezeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin und Partnermuseen in Russland. Behandelt wurde ebenfalls der Stand des Abschlusses eines Deutsch-Russischen Filmabkommens zur Intensivierung gemeinschaftlicher Filmproduktionen.

Die zurückgegebenen vergoldeten Metallobjekte (doppelköpfiger Adler, gekrönter sowie ungekrönter Adler und Krone) gehören zur Verzierung des Treppenhauses und des Balkons von Schloss Peterhof bei St. Petersburg und sind der Hauptschmuck der Balkongitter und des kostbaren Treppengeländers. Bei den beiden hölzernen gefassten und vergoldeten Fabelwesen (Löwenkörper mit Vogelkopf und Schwingen) handelt es sich vermutlich um Schmuckteile einer Spiegelbekrönung. Während des 2.
Weltkrieges hatte ein deutscher Soldat die Kunstgegenstände illegal nach Deutschland verbracht. Bereits im letzten Jahr sind von russischer Seite sechs wertvolle Kirchenfenster der Marienkirche (Frankfurt/Oder) an Deutschland zurückgegeben worden.

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Beitrag von auf 17. Juli 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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