Kunstpreise und Stipendien 2010: Viele Künstler verschenken Fördermittel

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Köln/Chemnitz – „Licht im öffentlichen Raum“ ist der Titel einer von vier Kategorien des renommierten Chemnitzer Marianne-Brandt-Kunstwettbewerbs. Doch dieses mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Highlight unter den zahlreichen Kunstpreisen stellt nur einen kleinen Teil der Fördergelder dar, die – trotz Wirtschaftskrise – auch 2010 wieder in Kunstprojekte aller Art fließen. Bildende Künstler, Designer oder kreative Fotografen erhalten dadurch eine Fülle von Möglichkeiten für eine handfeste Unterstützung ihrer Projekte.

Rund 300 Veranstalter – von Ministerien bis zu regionalen Kunsthäusern – vergeben allein in Deutschland weit mehr als Tausend (meist gut dotierte) Kunstpreise. Hinzu kommen noch einmal so viele Stipendien, die ein sorgenfreies künstlerisches Schaffen zumindest für einige Monate, manchmal gar für ein oder zwei Jahre, in angenehmer Umgebung ermöglichen.

Summa summarum fließen damit jährlich mehrere Millionen Euro in Fördertöpfe, die Künstlerinnen und Künstlern direkt zugute kommen sollen. Voraussetzung ist allerdings, dass die potenziellen Teilnehmer rechtzeitig von der jeweiligen Veranstaltung erfahren, die Vergaberichtlinien studieren können und ausreichend Zeit haben, eine entsprechende Präsentation ihrer Arbeiten bis zum Stichtag der Einreichungsfrist vorzubereiten.

Doch daran hapert es oft: „Längst nicht alle freischaffenden Künstler haben einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten, die ihnen die private und öffentliche Kunstförderung bietet,“ beschreibt der Kölner Fachjournalist Uwe Herzog das Dilemma, „oft versäumen Kreative sogar wichtige Termine und müssen dann lange warten, bis ein Kunstpreis oder ein Stipendium erneut vergeben wird.“ Dafür gäbe es mehrere Gründe. Uwe Herzog: „Als Journalist, Buchautor und Fotodesigner kenne ich das Problem aus eigener Erfahrung: Einreichungsfristen für Awards oder Projektförderungen werden oft sehr spät bekannt gegeben und nähere Informationen oder Kontaktadressen verstecken sich gern tief in den Webseiten der Veranstalter.“ Das Kleingedruckte – wie etwa Altersbegrenzungen oder geografische Bezüge – täten ihr Übriges, um Künstler „davon abzuhalten, ihre Chancen wahrzunehmen,“ so Herzog.

Um frühzeitig einen Überblick zu gewinnen, hat Uwe Herzog nun „zur Selbsthilfe“ gegriffen und in einer aufwendigen Recherche bei Ministerien, Kunstvereinen und Kulturämtern nachgehakt. Herausgekommen ist eine beeindruckende Liste von rund 100 wichtigen Einreichungsfristen für Kunstpreise, Projekt- und Katalogförderungen sowie Atelierstipendien im kommenden Jahr.

Doch all die gesammelten Daten sollen nicht länger „ein wohlgehütetes Geheimnis weniger Eingeweihter“ bleiben. Daher hat der Kölner seine Recherchen in einem eBook im pdf-Format aufbereitet, das soeben erschienen ist. Der Titel: „Künstlerhonorare 2010 – Teil 1: Bildende Kunst“. Das eBook ist im Internet erhältlich (www.kuenstlerhonorare.de) und für alle herkömmlichen PC, Mac und Notebooks geeignet. Der Leitfaden enthält zusätzlich zahlreiche Insiderinformationen über weitere Einnahmequellen und Marktchancen für Künstler. Auch die Themen Steuern, Sozialversicherung und Urheberrecht werden behandelt. Praktisch: die direkte Verlinkung aus der eBook-Datei zu den „Fördertöpfen“, also den Veranstaltern und Vergabegremien von Kunstpreisen und Stipendien. Fazit: Das eBook „Künstlerhonorare 2010 – Teil 1: Bildende Kunst“ bringt „Licht“ in den Dschungel der Kunst- und Kreativwirtschaft …

Weitere Infos: www.kuenstlerhonorare.de

Beitrag von auf 4. November 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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