Laser-Sinter Technologie von EOS macht Architekturmodelle greif- und erlebbarer/Ausstellung „Wendepunkt(e) im Bauen – von der seriellen zur digitalen

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München, 22. März 2010 – Vom 18. März bis 13. Juni 2010 findet im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne die Ausstellung „Wendepunkt(e) im Bauen – Von der seriellen zur digitalen Architektur“ statt. EOS, weltweit führender Anbieter von Laser-Sinter Systemen mit Sitz in Krailling bei München, stellt für diese Ausstellung ein laser-gesintertes Architekturmodell des von Foster und Partners in London entworfenen Daches des Britischen Museums zur Verfügung. In der Ausstellung werden anhand von Modellen, Filmen und Animationen die Schlüsselbeispiele für Wendepunkte im Bauen vorgestellt. Laser-Sintern als Verfahren zur Herstellung von Architekturmodellen stellt dabei einen Meilenstein in der Entwicklung des Bauwesens hin zur digitalen Architektur dar. Denn es ermöglicht die Herstellung maßstabsgerechter Modelle, bei denen das Thema Komplexität keine Rolle mehr spielt.

Grenzen überschreiten, die traditionell hergestellte Architekturmodelle setzen
Architekten testen nicht selten die Grenzen des Machbaren aus, um mit Ihren Entwürfen den Anforderungen unserer heutigen und zukünftigen Arbeits- und Lebenswelten zu entsprechen. Dabei steht der Architekt sehr oft unter Zeit- und Budgetdruck, muss trotzdem die übergeordnete Entwurfstrategie im Auge behalten und eine hohe Konstruktionsqualität sicherstellen. Erfolgreichen Architekten gelingt dies, da sie ihren Kunden bereits in der frühen Konzeptphase eines neuen Projektes eine klare visuelle Umsetzung ihres Entwurfes vorlegen.

Stefan Kaufmann vom Akademischer Rat am Lehrstuhl für Architekturinformatik an der Technische Universität München dazu: „Das Laser-Sintern bietet der Architektur völlig neue Gestaltungs- und Darstellungsmöglichkeiten, wenn es um die Visualisierung von komplexen Formen über Maßstabsmodelle geht. Traditionelle Modellbautechniken, die heute vor allem Metall, Holz, Kunststoff oder Pappe verwenden, stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Die Anfertigung des Modells ist dabei oft sehr arbeitsintensiv und nicht präzise genug. Computergenerierte komplexe Formen und Tragwerke bestehen oft aus tausenden individueller Bauteile, die ausschließlich computergestützt gefertigt werden können. Das Gleiche gilt natürlich auch in der Planung. Mit Hilfe von digitalen Fertigungsverfahren wie dem Laser-Sintern ist es möglich, kostengünstig und schnell Arbeits- und Präsentationsmodelle zu generieren. Zwar verfügen viele Architekten über eine hoch spezialisierte Konstruktions-Software zur Erstellung fotorealistischer Bilder, aber ein greif- und erlebbares 3D Architekturmodel eines Gebäudes ist gerade bei der Planung komplexer Projekte ein wichtiger Bestandteil des Entwurfsprozesses. Hier können generative Fertigungsverfahren wie das Lasersintern ihre Stärke ausspielen: Individuelle Fertigung bei hoher Komplexität.“

Design Driven Manufacturing– Schicht für Schicht zu komplexen Geometrien
Beim Laser-Sintern handelt es sich um ein generatives Schichtbauverfahren, bei dem auf Basis elektronischer 3D CAD-Daten hochkomplexe Geometrien hergestellt werden. Diese Daten werden in Schichten zerlegt, dann schmilzt der Laser das Kunststoff- oder Metallpulver Schicht für Schicht auf. Am Schluss des Bauprozesses wird das fertige Bauteil aus der Maschine entnommen, das verbleibende Pulver entfernt. Das fertige Bauteil kann dann noch beliebig nachgearbeitet werden. Im Vergleich zu traditionellen Herstellungsverfahren gelingt per Laser-Sintern so eine schnelle, präzise und kosteneffiziente Herstellung von Bauteilen für unterschiedlichste Märkte, so auch die Architektur. Die Bauteileigenschaften stehen denen traditionell hergestellter dabei in nichts nach. Letztlich bestimmt beim Laser-Sintern die Konstruktion die Fertigung und nicht umgekehrt – so geschehen auch beim ausgestellten Modell des Daches des Britischen Museums. Dieses Architekturmodel wurde in dreißig Stunden auf einem Kunststoff Laser-Sinter System – der EOSINT P 760 – hergestellt. Das Verfahren ermöglicht nahezu vollständige Gestaltungsfreiheit. In diesem Fall wurden bis zu 0,6 mm dünne Stabwerke hergestellt, für die im Bauprozess, im Gegensatz zu vielen anderen 3D-Verfahren, zudem keinerlei Stützstrukturen notwendig sind.

Peter Klink, Geschäftsführer Vertrieb bei EOS abschließend: „Architekturmodelle müssen sehr robust sein, da sie sehr viel herumgereicht werden. Ein laser-gesintertes Modell wird dieser Anforderung in jeder Hinsicht gerecht, ohne dabei Kreativität und Komplexität des Entwurfes opfern zu müssen. Viele weltweit erfolgreich tätige und bekannte Architekten setzen schon jetzt auf das Laser-Sintern, wenn es um die Erstellung orginalgetreuer Architekturmodelle geht. Sie alle entwerfen Lebenswelten, die die Grundsätze des Modelbaus immer wieder aufs Neue herausfordern. Das Laser-Sintern ermöglicht ihnen dieses Spielen mit Grenzen.“

Mehr Informationen zu der fertiggestellten Dachkonstruktion finden Sie unter www.fosterandpartner.com (suchen Sie nach ”Great Court at the British Museum”) Bilder von EOS finden Sie unter http://www.eos.info/news-events/pressematerial.html

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