Leitwort der Sternsinger soll politische Folgen haben: Kinder finden neue Wege – Empfang bei Ministerpräsident Günther Oettinger – www.ebfr.de

Abgelegt unter: Kunst & Kultur |


>
Stuttgart / Freiburg (pef). Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht nach den Worten von Monsignore Wolfgang Sauer (Freiburg) deutlich, “in welche ökonomische und moralische Katastrophe wir geraten, wenn die Würde des Menschen und die Solidarität mit den Armen und Ärmsten nicht mehr im Blick sind“. Das Leitwort der Sternsinger-Aktion 2010 “Kinder finden neue Wege“ müsse deshalb auch politische Folgen haben – so wie die Geburt eines Kindes in Bethlehem eine Revolution der Nächstenliebe ausgelöst habe, sagte Sauer beim Empfang von Sternsingern aus Baden-Württemberg durch Ministerpräsident Günther Oettinger am Dienstag (5.) in Stuttgart.

Monsignore Sauer, der im Erzbistum Freiburg das Referat Weltkirche leitet, hatte die Sternsinger zum baden-württembergischen Ministerpräsidenten begleitet und ihm in der Villa Reitzenstein auch die Grüße von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) und Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) überbracht. Das Stichwort „neue Wege finden“ gelte nun auch für den Ministerpräsidenten, dem der Sternsinger-Empfang in den ersten Januartagen stets ein besonderes Anliegen gewesen sei. Monsignore Sauer erinnerte an eine Bemerkung Oettingers beim ersten Sternsinger-Empfang seiner Amtszeit: Er hätte als Kind in seinem Heimatort gerne bei den Sternsingern mitgemacht, was ihm wegen seiner Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche damals nicht erlaubt worden sei. Inzwischen – so erklärte Monsignore Sauer dem Ministerpräsidenten – seien “nicht wenige evangelische Mädchen und Jungen unter den Sternsingern, die in diesen winterlichen Tagen durch die Straßen ziehen und die frohe Botschaft von der Solidarität und dem Einsatz für mehr Gerechtigkeit zu den Menschen bringen.“

Für Oettingers Weg als künftiger Energiekommissar der Europäischen Union wünschte Sauer eine glückliche Hand, politische Gestaltungskraft und Gottes Segen: Wenn aus dieser Begegnung mit den Sternsingern ein starker Impuls für sein politisches Handeln in Zukunft ausgehe, könne Oettinger in Brüssel ein „Sternsinger“ der ganz besonderen Art werden: “Der Stern der anderen Energie des Herzens soll Ihre Arbeit erleuchten und inspirieren.“ – Am kommenden Dienstag (12. Januar) werden Sternsinger auch im Europaparlament zu Gast sein: Empfangen werden sie erstmals im Parlamentsgebäude in Brüssel und ebenso erstmals vom polnischen Parlamentspräsidenten Jerzy Buzek. Dessen deutscher Vorgänger Hans-Gert Pöttering hatte die kleinen Könige 2008 und 2009 jeweils in Straßburg begrüßt. Weitere Informationen zu den Sternsingern der Erzdiözese Freiburg stehen im Internet unter: http://www.erzbistum-freiburg.de.

– „Kinder finden neue Wege“ heißt das Leitwort der 52. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern Kinder und Jugendliche in den Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen. Mit ihrem aktuellen Motto machen die Sternsinger deutlich, dass sich gerade Kinder in den so genannten Entwicklungsländern immer wieder neu auf den Weg machen müssen, um sich weiterzuentwickeln, für ihre Zukunft zu sorgen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Vom 27. Dezember bis in den Januar hinein bringen die Sternsinger den Segen „Christus mansionem benedicat ? Christus segne dieses Haus“ und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt. Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als 690 Millionen Euro wurden seither gesammelt, über 56.300 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 51. Aktion zum Jahresbeginn 2009 sammelten die Mädchen und Jungen aus 12.087 Pfarrgemeinden 39,6 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, der Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.

Pressekontakt:
Erzdiözese Freiburg
Stabsstelle Kommunikation
Schoferstraße 2, D-79098 Freiburg
eMail: pressestelle@ordinariat-freiburg.de
Internet: www.erzbistum-freiburg.de

Beitrag von auf 5. Januar 2010. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste