Leopold Museum würdigt Fotopionierin Madame D?ora – BILD

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Das Leopold Museum präsentiert mit der Ausstellung
„Machen Sie mich schön, Madame d?Ora!“ die erste umfassende
Retrospektive zum Werk der außergewöhnlichen Fotopionierin Dora
Kallmus in Österreich. Mehr als 330 Fotografien der d?Ora aus allen
Schaffensphasen zeigen das künstlerische Spektrum des im Laufe von
rund 50 Jahren entstandenen ?uvres von „Madame d?Ora“.

Zwtl.: Monika Faber, Kuratorin der Ausstellung:

„D?Oras Werk spannt einen einzigartigen Bogen von der
Repräsentation des letzten österreichischen Monarchen, über den
Glamour der Pariser Modewelt der 1920er- und 1930er-Jahre bis hin zu
einem gänzlich veränderten Europa nach dem Krieg.“

Zwtl.: Gefragte Porträt- und Modefotografin in Wien und Paris
Wien. Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Machen Sie mich schön,
Madame d’Ora!“ im Leopold Museum.

Das fotografische Wirken d?Oras umspannt den Zeitraum von 1907 bis
1957. Im Jahr 1907 eröffnete Dora Kallmus (1881-1963) als eine der
ersten Frauen in Wien ein Fotostudio. Innerhalb weniger Monate galt
das Atelier d?Ora als beste Adresse der Kaiserstadt für das
künstlerische Porträt. In Paris gelang Madame d?Ora in den
1920er-Jahren der internationale Durchbruch. In ihren Ateliers in
Wien, Karlsbad und Paris traten die Größen der Kunst- und Modewelt,
der Aristokratie und der Politik des 20. Jahrhunderts vor die Kamera.

Zwtl.: Künstler und Adelige im Atelier d?Ora: Von Gustav Klimt bis
Josephine Baker

In das Atelier d?Ora kamen Künstler und Adelige gleichermaßen. So
etwa in Wien Gustav Klimt, Emilie Flöge, Alma Mahler, Arthur
Schnitzler, Alban Berg und Erzherzog Karl – der spätere letzte
österreichische Kaiser Karl I. – mit seiner Frau Zita. D?Ora hielt
1917 auch den Hochadel in seinen glanzvollen Roben anlässlich der
Krönung Karls zum König von Ungarn fest. In Paris waren es die Größen
der Modewelt von Lanvin über Coco Chanel bis Balenciaga und die Stars
der Zeit, wie Tamara de Lempicka, Maurice Chevalier oder Josephine
Baker, die d?Oras Fotostudio aufsuchten.

Zwtl.: Lebensmittelpunkt Paris: Von Balenciaga bis Chanel –
Fotografin der Modewelt

Ihre Aufnahmen, die durch Eleganz und Extravaganz bestechen,
fanden in zahlreichen Zeitungen im In- und Ausland weite Verbreitung.
Im Jahr 1923 nahm d?Ora ein Angebot des französischen Modemagazins
L?Officiel de la Couture an und ging nach Paris, das ab 1925
Mittelpunkt ihres Lebens und Wirkens war. Zahllose Aufträge für Mode-
und Lifestyle-Zeitschriften folgten, die erst Mitte der 1930er-Jahre
abebbten, als die politische Lage in Europa zunehmend prekärer wurde.

Zwtl.: Flucht vor den deutschen Soldaten

In der Folge des Einmarsches der Nazitruppen in Paris im Jahr 1940
verkaufte Madame d?Ora ihr Atelier. Um den deutschen Besatzern zu
entkommen, suchte sie in einem Bergdorf südlich von Lyon Zuflucht.
Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte d?Ora regelmäßig im Sommer ihre
Schwester Anna Kallmus in deren Haus im steirischen Frohnleiten
besucht. Nach dem Anschluss Österreichs scheiterten gemeinsame
Fluchtpläne. Während Dora Kallmus sich retten konnte, wurde ihre
Schwester von den Nationalsozialisten in einem Konzentrationslager in
Polen ermordet. 1945 kehrte d?Ora nach Paris zurück. Gerade noch mit
dem Leben davongekommen, richtete sie nach dem Krieg ihren zugleich
scharfen wie einfühlsamen Blick auf die Flüchtlingslager in Wien und
Salzburg sowie in Paris auf das Schlachtvieh der abbatoirs.
Fotografische Porträts schuf sie bis in die 1950-er Jahre, etwa von
Marc Chagall, Pablo Picasso oder William Somerset Maugham. 1963 starb
Dora Kallmus in Frohnleiten.

Zwtl.: Ausstellungskuratorin Magdalena Vukovic über die
Schlachthofbilder Madame d?Oras:

„Wir sind [?] in den Akt des Tötens miteinbezogen. Die geöffneten
Augen der Schlachttiere [?] machen diese Aufnahmen unheimlich. [?]
Sie verlangt uns das Hinsehen immer wieder ab und macht uns zu
imaginären Beteiligten des Tötungsprozesses.“

Zwtl.: Fotoschwerpunkt im Leopold Museum: Role Model d?Ora und
Secessionsfotograf Nähr

Leopold Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger startet mit dieser
Ausstellung einen Fotografie-Schwerpunkt, der mit der Schau „Moriz
Nähr. Fotografie und Wiener Moderne“ (ab 24. August) seine
Fortsetzung findet. Mit Monika Faber und Magdalena Vukovic vom
renommierten Photoinstitut Bonartes gelang es ihm, zwei ausgewiesene
d?Ora Expertinnen als Kuratorinnen der Madame d?Ora-Schau zu
gewinnen.

Hans-Peter Wipplinger: „Die Marke d?Ora gleicht einer Quintessenz
von moderner fotografischer Technik, geschicktem Marketing und
künstlerischer Innovationskraft. Ihre großbürgerlich-jüdischen Wiener
Wurzeln, ihr Charme, Humor und ihre Durchsetzungskraft ließen Dora
Kallmus nicht nur als Madame d?Ora eine internationale Größe der
Fotoszene, sondern auch ein feministisches Role Model werden. Diese
repräsentative Ausstellung im Leopold Museum zeigt ein wichtiges
Kapitel glanzvoller und gleichzeitig schmerzlicher österreichischer
Geschichte.“

Zwtl.: Zur Ausstellung

In der von Walter Kirpicsenko aufwändig gestalteten Ausstellung
akzentuieren, zusätzlich zu den einzigartigen Fotografien d?Oras,
Originalkleider und Hüte, u.a. aus Wiens mondänstem Modehaus
Zwieback, der Wiener Werkstätte und dem Salon Flöge das Bild der
Wiener Gesellschaft des ausklingenden Jugendstils. Französische,
deutsche, österreichische und italienische Originalzeitschriften mit
Covergestaltungen, Illustrationen und eigenen Texten d?Oras ergänzen
die Originalfotografien, die vor allem aus den Beständen
Internationaler Presseagenturen (Ullstein, Berlin; Schostal, Wien
aber auch aus Privatsammlungen stammen.

Zwtl.: Kooperation mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
und dem Photoinstut Bonartes

Die Ausstellung „Machen Sie mich schön, Madame d?Ora!“, die von
13. Juli bis 29. Oktober im Leopold Museum in Wien zu sehen ist,
wurde gemeinsam mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sowie
dem Photoinstitut Bonartes Wien entwickelt.

Zwtl.: Das Buch zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist das Buch „Machen Sie mich schön Madame d?Ora.
Dora Kallmus. Fotografin in Wien und Paris 1907-1957″ im Christian
Brandstätter Verlag, Wien erschienen, herausgegeben von Monika Faber,
Esther Ruelfs und Magdalena Vukovic, mit Beiträgen von Andrea Amort,
Christian Brandstätter, Jean Marc Dreyfus, Monika Faber, Cathrin
Hauswald, Sylvie Lécallier, Esther Ruelfs, Peter Schreiner, Änne
Söll, Katharina Sykora und Magdalena Vukovic.

Zwtl.: Feierliche Eröffnung

Zur feierlichen Eröffnung der Schau am Donnerstagabend kamen
hunderte Gäste, unter ihnen die Ausstellungskuratorinnen Monika Faber
und Magdalena Vukovic, Ksenija ?krilec (Botschafterin der Republik
Slowenien), Esther Ruelfs (Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg),
Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, MAK
Generaldirektor Christoph Thun-Hohenstein, Gabriele Langer,
Kaufmännische Direktorin des Leopold Museum, Secessionspräsident
Herwig Kempinger, Otto Hochreiter (Direktor, GrazMuseum), Peter
Weinhäupl (Direktor Klimt-Foundation) und Sandra Tretter (stv.
Direktorin Klimt-Foundation), Sylvia Mattl-Wurm, Direktorin der
Wienbibliothek im Rathaus, die KuratorInnen Elisabeth Dutz
(Albertina), Susanne Neuburger (mumok), Markus Kristan (Albertina)
und Franz Smola (Belvedere), die KunsthistorikerInnen Marian
Bisanz-Prakken, Prof. Patrick Werkner und Prof. Tobias G. Natter
(Natter Fine Arts), Verena Traeger (Heidi Horten Collection), Die
MAK-KustodInnen Elisabeth Schmuttermeier und Rainald Franz, Claudia
Ehgartner (mumok), Gabriele Mauthe und Christian Mary?ka (ÖNB),
Judith Burger und Martin Zeiller (Universität für angewandte Kunst),
Andreas Nierhaus (Kurator, Wien Museum), Regina Karner (Modesammlung,
Wien Museum), Sandra Gerstl und Daniela Sailer (Kaiserliche Wagenburg
Wien), Sektionsleiterin Gudrun Schreiber (BKA), Anita Zemlyak (Stadt
Wien, MA 7-Kultur), Michael P. Franz, Brigitte Burgmann-Guldner
(KulturKontakt Austria), Heidrun und Raphael Rosenberg (Universität
Wien, Institut für Kunstgeschichte) und Wolfgang Paul (Bundesanstalt
Gedenkstätte Mauthausen).

Mit dabei im Leopold Museum waren die KünstlerInnen Andreas
Fogarasi, Markus Schinwald, und Walter Vopava, die Fotografin Elfie
Semotan, Choreograph Willi Dorner, Sammlerin Waltraud Leopold,
Sammler und Verleger Christian Brandstätter, Galerist und Sammler
Julius Hummel,

Ebenfalls gekommen waren Claudia Daeubner (Success & Career
Consulting Int.), Sherrie Doyon de Toma (Executive Director UBS
Europe) und Peter de Toma, Alfred Fogarassy (Telos Consulting), Fritz
Otti (EMConsulting), Jack C. Wagner (Q1 Capital).

Gesehen wurden ebenso die Klimt-Nachfahren Gustav und Brigitta
Huber sowie Brigitte Huber-Mader wie Brigitte von Aufschnaiter Müller
Hartburg, Elisabeth Auersperg-Breunner, Yolande Dreihann-Holenia,
Andreas Orsini Rosenberg, Silvia Eisenburger Kunz (Gesellschaft der
Freunde der bildenden Künste) oder Chirurg Arthur Bohdjalian.

Madame d?Oras Fotografien betrachteten auch die im Kinsky
Geschäftsführer Ernst Ploil und Michael Kovacek, Parnassgründerin
Charlotte Kreuzmayr, die GaleristInnen Dagmar Chobot, Nathalie
Halgand, Michaela Hitzenberger, Andrea Jünger, Agnes Mayrhofer (bel
etage), Johannes Faber, Franz Groiß (Nebehay), Martin Janda und Faek
Rasul (Kleine Galerie).

Zur Eröffnungsfeier kamen auch Dorotheum-Expertin Ursula
Rohringer, Fotoexperte Felix Leutner, Filmer Georg Riha, Werber
Christian Satek, u.v.m.

[Link zu ausführlichen Presseunterlagen]
(https://www.ots.at/redirect/madamedora)

Weitere Bilder in der [APA-Fotogalerie]
(https://www.apa-fotoservice.at/galerie/11659)

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Leopold Museum-Privatstiftung
Mag. Klaus Pokorny und Veronika Werkner, BA
Presse/Public Relations
0043 1 525 70 – 1507 bzw. 1541
presse@leopoldmuseum.org
www.leopoldmuseum.org

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/573/aom

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