Low Carb und Co – Gewichtsgurus propagieren seit vielen Jahren die neuesten Diäten

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Jeder normal denkende Mensch müsste hier den Eindruck bekommen, dass diese Industrie, die sich mit dem Abnehmen beschäftigt, eine grenzenlose Kreativität besitzt. Es gibt nicht nur unzählige Bücher über Abnehmen, es werden ganze Bibliotheken damit gefüllt, ganz zu schweigen von den diversen Diätprogrammen die in einer Vielfalt dargeboten werden.

Was taugen Red-Bull-Diät, Steinzeit-Diät, Hypnose-Diät, Weight Watchers mit ihrem Programm: „ProPoints® Plan“, Hollywood-Diät, Aktins-Diät, Logi-Diät, Hay“sche-Trennkost, Schlank im Schlaf-Diät, Kohlsuppe, Apfeltyp oder Birnentyp und Co.?

Parallel sind die Menschen an dekadenter Selbstbesinnung interessiert, was sich auch in der Wandlung von Fitness zu Wellness-Tempeln widerspiegelt.

Jede gegründete Firma kann nur dann existieren, wenn sie Profit macht. Und, um Profit machen zu können, muss geworben werden. ABER: Viel Werbung kostet viel Geld was am Ende die Konsumenten zahlen müssen.

Die blendende Kraft der Fernsehwelt lässt die Diätwellen hoch schwappen, das Bedürfnis, einem vorgelebten Ideal einer Heidi Klum zu entsprechen, wird stark.

Mit dem für „Beziehungs-Virulenzen“ oft gebrauchten Facebook-Status „It’s complicated“ könnte man ganz allgemein unser Essverhalten und Ernährungsbewusstsein untertiteln.

Und welcher Ernährungswissenschaftler hat nun Recht? – Es gibt über 200 Ernährungsempfehlungen!

Lebensmittelunverträglichkeiten breiten sich immer stärker aus. Gleichzeitig floriert der Kult um die „Gesunde Ernährung“ – für viele wird sie sogar zum Zwang.

Das ist doch Paradox – noch nie wusste man so viel über Diäten, versteckte Fette und Kalorien in Lebensmitteln. Sogenannte Essratgeber dominieren weit vor Beziehungs- und Erziehungsfibeln.

Wöchentlich werden in TV-Sendungen und Magazinen Hymnen über die Präventionskraft der „?-Diät“ gesungen, gleich danach folgt die gesunde Milchschnitte „nicht nur für Kinder“.

Max Bruker, der verstorbene Ernährungspionier sagte einmal in einem Interview, dass man nichts trinken und essen sollte, wofür Werbung gemacht wird.

Leider sind die Folgeschäden, die die Lebensmittelindustrie durch die Veränderung, Bearbeitung und Konservierung von Rohprodukten verursacht, bis heute weitgehend unerforscht. Die Konsequenzen werden erst in 20 Jahren sichtbar sein.

Die Autoren Sabine Beuke, Wolfgang Fiedler und Jutta Schütz haben mit ihren Selbsthilfebüchern auch aus diesem Grunde großen Erfolg, weil sie aus ihrer Ernährung „Low Carb“ keine Firma gebastelt haben, sondern informieren als Selbstbetroffene in preiswerten Büchern über die positive Wirkung von dieser „kohlenhydratarmen Ernährungsform“. Beuke, Fiedler und Schütz haben Low Carb einfach „Low Carb“ gelassen, worüber Ernährungswissenschaftler schon über 100 Jahren berichten.

Regelmäßig informieren sie auch in „kostenlosen“ Seminaren und Presseberichten über ihre Krankheiten und andere Zivilisationskrankheiten, die durch zu viele Kohlenhydrate (Ein Chemiker würde dazu „Zucker“ sagen) entstehen.

Und eine neue Studie sagt aus, dass ein paar Pfund Übergewicht, doch nicht so gefährlich ist, wie seit Jahren propagiert wird.

Zitat aus der Quelle: bz-berlin.de/ratgeber/ernaehrung/ein-paar-kilo-zu-viel-sind-gesund-article725826 – Die Gesundheitsforscherin Dr. Heather Orpana hat die Daten von 11.000 Kanadiern miteinander verglichen. Ihr Ergebnis: Leicht übergewichtige Menschen mit einem BMI zwischen 25 und 29,9 hatten ein um 17 Prozent niedrigeres Sterberisiko als Normalgewichtige.

Beitrag von auf 26. März 2010. Abgelegt unter Ernährung. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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