Nächste Ausstellung bei Berlinartprojects: “Katrin Korfmann – 665 km“

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Fast Forward, Checkpoint Charlie (1,8h), Berlin | 2008 | Ultrachrome print | 152 x 252 cm
 

Eröffnung 08.07.2016, 18 Uhr

Ausstelungszeitraum: 09.07.2016 – 13.08.2016

BERLINARTPROJECTS freut sich, die Arbeiten von Katrin Korfmann in ihrer ersten Soloausstellung in der Galerie zu zeigen. Der Titel bezieht sich auf die Entfernung zwischen Korfmanns Amsterdamer Studio und ihre Heimatsstadt Berlin, was auch das Thema der Ausstellung bestimmt – das Reisen. Dies auf mehrfacher Art und Weise, denn die Arbeiten der Künstlerin beinhalten immer eine Kompression von Zeit und Raum während die gezeigten Werke einen Zeitraum von etwa 15 Jahren umfassen und in zwei verschiedenen Städten produziert worden sind.

Die Ausstellung fängt passenderweise mit Berlin an und zeigt Korfmanns analoge, mit einer Plattenkamera aufgenommene Bilder von Brandmauern, die nach den Straßen ihres Standorts genannt sind. Als Strukturen, die zum allgemeinen Wohl errichtet worden sind, jedoch unsichtbar für die meisten Stadtbewohner bleiben, sind Brandwände faszinierende Nichträume, mit denen sich die Künstlerin intensiv auseinandersetzt. Doch dies ist kein chronologischer Rundgang zu Korfmanns Gesamtwerk, stattdessen entwickelt sich ein dynamischer Austausch und Dialog zwischen Arbeiten aus verschiedenen Zeiten, die in zwei unterschiedlichen Großstädten geschaffen worden sind. Korfmanns kennzeichnende Synthese verschiedener zeitlicher und räumlicher Dimensionen in künstlerischer Form ist am ausgeprägtesten in ihrer Serie Count for Nothing zu sehen ist. Die Fotografien der Künstlerin zeigen belebte Stadtansichten aus Vogelperspektive und fügen mehrere, über einen gegebenen Zeitraum aufgenommene Bilder zusammen, um lebhafte, dynamische Abbildungen der Gegenwart zu schaffen. Menschen wirken durch ihren schnellen Bewegungen verschwommen, andere stehen statisch-lesend in der Straße, Tauben fliegen von verschiedenen, zum Teil unmöglichen Richtungen ins Bild hinein, was ein Gefühl von Simultanität auslöst, von eingefrorener Zeit, die dennoch allzu schnell verfließt.

Als Archiv zufälliger Spuren und unwiederbringlicher Erinnerungen zeigen Korfmanns Arbeiten eine bestimmte Zeitspanne, von ein paar Minuten bis hin zu einem ganzen Tag, aus mehreren Perspektiven. Sie halten eine Vielfalt von Momenten fest ohne dass diese Augenblicke ihre Vergänglichkeit und Bewegtheit verlieren. Korfmanns Kunst ist in der Tat vielmehr eine Reise wie ein Endziel: je mehr man sie betrachtet, desto mehr verändert sie sich, und verdichtet stets verschiedene Zeiten und Räume in prägnanten Erklärungen künstlerischer Absicht.

Beitrag von auf 18. Juni 2016. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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