NDR präsentiert als größter Konzertveranstalter musikalische Vielfalt in Hamburg und im Norden

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In der Musikmetropole Hamburg ist der Bereich Orchester und Chor des NDR mit mehr als 140 Veranstaltungen der mit Abstand größte Konzertveranstalter. Am Dienstag, 20. April, präsentierten die in Hamburg vertretenen Redaktionen erstmals in einer gemeinsamen Pressekonferenz ihre Pläne für die Spielzeit 2010/2011, die unter dem Motto „Hören, was bleibt“ steht. Seine führende Stellung im Norden unterstreicht der NDR nicht nur mit Auftritten in Hamburg, sondern auch mit eigenen Konzertreihen in Hannover, Kiel, Lübeck, Bremen und seit neuestem Wismar sowie mit zahlreichen weiteren Gastkonzerten. Das NDR Sinfonieorchester präsentierte auf dieser Veranstaltung sein neues, von dem renommierten Hamburger Designer Peter Schmidt entworfenes Design.

Rolf Beck, Leiter des Bereichs Orchester und Chor des NDR: „Die Musikstadt Hamburg befindet sich im Aufbruch, und auch die Saison 2010/2011 des NDR Sinfonieorchesters gibt sich zukunftsgewandt: Mit seinem neuen Design, in dem sich das Orchester schon heute präsentiert, möchten wir Sie auf unseren mit Spannung erwarteten Einzug in die Elbphilharmonie einstimmen. Unter dem Motto ?Hören, was bleibt? setzt der NDR Maßstäbe im Bereich der klassischen Musik und des Jazz.“

Im Zentrum der Saison 2010/2011 des NDR Sinfonieorchesters steht die Musik von Gustav Mahler. Mit der Aufführung seiner Sinfonien Nr. 4, 5, 6, 8, 9 und 10 und der großen Vokalsinfonie „Das Lied von der Erde“ wird das Orchester maßgeblich an der großen Jubiläumsreihe zum 150. Geburtstag und 100. Todestag des ehemaligen Hamburger Kapellmeisters beteiligt sein. Zum krönenden Abschluss im Mai 2011 dirigiert Christoph Eschenbach in der Color Line Arena die geballte Klangmacht von über fünfhundert Mitwirkenden in Mahlers monumentaler 8. Sinfonie. Ans Pult des NDR Sinfonieorchesters treten in der neuen Spielzeit neben Christoph von Dohnányi, Alan Gilbert oder Herbert Blomstedt auch einige Dirigenten der jüngeren Generation, die bei dem Orchester debütieren oder mit erst kurz zurückliegenden Erfolgen noch in bester Erinnerung sind. So kehrt etwa der Pole Krzysztof Urbañski nach seinem triumphalen Einspringen in der letzten Saison für zwei Programme zurück. Aber auch unter den Solisten geben sich etablierte Weltstars und international gefragte Newcomer die Klinke in die Hand: Mit Thomas Hampson und Christiane Karg, Arcadi Volodos und Rafa³ Blechacz sowie Frank Peter Zimmermann und Julia Fischer darf man sich dabei vor allem auf große Vokalsolisten und herausragende Pianisten und Geiger freuen. Nachdem sich die Reihe „Das NDR Sinfonieorchester auf Kampnagel“ in der letzten Saison glänzend bewährt hat, wird sie in der Spielzeit 2010/2011 mit einem spannenden Programm fortgesetzt: Die live mit der Originalmusik begleitete Vorführung von Fritz Langs Stummfilm-Klassiker „Metropolis“, die „Bernstein Night“ mit Kristjan Järvi sowie die interaktive 3D Tanz- und Musikperformance von Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ gehören zu den absoluten Highlights der Saison.

Die vier Hamburger Konzerte des NDR Chors in der Saison 2010/2011 kreisen um die vielfältigen Aspekte des musikalisch Transzendenten, handeln vom Übersteigen des Gewohnten und Alltäglichen ? sei es inspiriert von Religion oder von Natur und Landschaft. Immer wieder haben die Komponisten unserer nördlichen Nachbarländer die Kraft und Poetik der Natur, des Lichtes und der Weite Skandinaviens und des Baltikums zum Thema ihrer Kunst gemacht ? im ersten Konzert unter der Leitung des Chordirektors Philipp Ahmann wird dies zum klingenden Erlebnis. Auf die Wurzeln des Chorgesangs in der geistlichen Musik besinnen sich dagegen die übrigen drei Programme: Die in kraftvollen Farben leuchtende Messe des französisch-schweizerischen Komponisten Frank Martin wird in einen inhaltlich und musikalisch beziehungsreichen Kontext gestellt; Ahmanns dänischer Kollege Stefan Parkman tritt ans Pult, um in Rachmaninows großer Vesper op. 37 dessen spirituelle Auseinandersetzung mit dem russischen Nachtgottesdienst zum Klingen zu bringen. Im April 2011 widmet sich der Chor mit den „Sieben letzten Worten Christi am Kreuz“ des schottischen Komponisten James MacMillan einer meditativen Passionsmusik unserer Tage.

Die traditionsreiche Reihe NDR Podium der Jungen, das Forum für die Stars von morgen, wird in der Saison 2010/2011 neu aufgestellt: Erstmals werden den jungen Instrumentalisten und Sängern die vier NDR Klangkörper zur Seite gestellt, so dass sie Gelegenheit haben, professionelle Erfahrungen für ihre zukünftigen Karrieren zu sammeln. Aus der Zusammenarbeit mit Orchester, Chor und NDR Bigband erwächst zugleich eine neue programmatische Bandbreite, die in den fünf Konzerten der Spielzeit 2010/2011 unmittelbar zu erleben ist. In herausragenden Werken des Konzertrepertoires für Klavier und Violine begleitet das NDR Sinfonieorchester den jungen Pianisten Andrei Korobeinikov und die erst 18-jährige ARD-Preisträgerin Hyeyoon Park. In einem Arienabend führt die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende, Shootingstar unter den Opern-Newcomern, durch ein buntes Programm aus Operette, Musical und Oper. „Schlag auf Schlag“ geht es zu, wenn die beiden deutschen Perkussionisten Daniel Higler und Raphael Löffler zusammen mit dem NDR Chor in die breit gefächerte Klangwelt des Schlagzeugs eintauchen; und gleich einer ganzen Reihe von vielversprechenden jungen Stimmen wird man in einem „Best of Opera“-Programm gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie begegnen. Neugierig sein darf man zum Schluss auf das Pablo Held Trio sowie auf „The Hamburg Suite II“, die der Jazzpianist Gwilym Simcock für die NDR Bigband geschrieben hat und die er gemeinsam mit dem Ensemble zu Gehör bringen wird.

In der Saison 2010/2011 bietet die Reihe NDR das neue werk wieder ein vielfältiges Programm mit Gastauftritten renommierter Interpreten der zeitgenössischen Musikszene und Konzerten des NDR Sinfonieorchesters und des NDR Chors. Ein wahrer „Flaneur der Seele“ und Grand-Seigneur unter den französischen Komponisten, Henri Dutilleux, steht im Zentrum des ersten sinfonischen Konzerts. Um Musik „zwischen den Stühlen“ geht es im zweiten, von Peter Rundel geleiteten Orchesterabend: Mit Charles Ives und Bernd Alois Zimmermann treffen hier zwei Komponisten aufeinander, die das gemeinsame Ziel eines „musikalischen Pluralismus“ ohne stilistische Grenzen verband. Zur Ur- bzw. Hamburger Erstaufführung kommen Werke des gebürtigen Hamburgers Jan Müller-Wieland und des bedeutenden Zimmermann-Schülers York Höller. Zwei Konzerte im Rahmen der Ausstellung „Gerhard Richter ? Bilder einer Epoche“ im Bucerius Kunstforum setzen zeitgenössische Musik in eine spannungsreiche Beziehung zur bildenden Kunst. Und neben dem umtriebigen Hamburger Ensemble Resonanz sind mit Künstlern wie Irvine Arditti oder dem Ensemble Modern auch international hochgefragte Größen der neuen Musik eingeladen.

In der Reihe NDR Das Alte Werk sind auch in der neuen Spielzeit wieder die Spitzenensembles der internationalen Alte-Musik-Szene versammelt. Den Auftakt macht die in Norddeutschland lebende Gambistin Hille Perl und ihre Gruppe Los Otros. Komponisten und Interpreten aus dem sonnigen Italien beleben den Hamburger Herbst: Madrigale von Monteverdi mit den unvergleichlichen Gesangsvirtuosen von La Venexiana, Cellokonzerte von Vivaldi mit dem Franzosen Jean-Guihen Queyras und der Akademie für Alte Musik Berlin und das Debüt des Concerto Italiano mit seinem Gründer Rinaldo Alessandrini, der seit nunmehr 25 Jahren die Musikwelt in Staunen versetzt. Mit Werken von Hasse bis Händel lassen sich zur Vorweihnachtszeit gleich vier Countertenöre in der Laeiszhalle hören ? ein großer Abend barocken Welttheaters! Danach bittet die französische Sopranistin Véronique Gens mit dem Freiburger Barockorchester zur Audienz nach Paris und Versailles. Der katalanische Gambist Jordi Savall feiert 2011 seinen 70. Geburtstag und wird aus diesem Anlass seinem Publikum in Hamburg mit einem ganz besonderen Konzertprogramm die Ehre erweisen. Daneben gehen die Konzerte der kommenden Spielzeit immer wieder unerwartete Hör-Verbindungen ein: Das Vokalensemble Singer Pur trifft auf den Klezmer-Klarinettisten David Orlowsky und Mitglieder der NDR Bigband geben gar ein gemeinsames Konzert mit Christina Pluhars Alte-Musik-Ensemble L?Arpeggiata.

„Auf geht?s … mit Musik!“ ? unter diesem Motto steht das Education-Programm des NDR Sinfonieorchester. 17.500 Kinder und Jugendliche sind in der vergangenen Saison der Einladung des NDR gefolgt, um Musik vom Mittelalter über Haydn, Tschaikowsky, Smetana und Offenbach bis hin zum „Erwin“-Song mit der NDR Bigband zu lauschen. Die Stimmung im Rolf-Liebermann-Studio war großartig, und so stehen auch in der neuen Saison zahlreiche Veranstaltungen, die zum aktiven Musikhören auffordern, auf dem Programm: Familienkonzerte, Konzert statt Schule, Mit-Mach-Musik, Musikalischer Besuch in Schulen und vieles mehr.

Der NDR Bigband ist es gelungen, Colin Towns als „Composer in Residence“ für zunächst zwei Jahre fest an sich zu binden. Mit dem englischen Arrangeur konnte eine der herausragenden Persönlichkeiten im internationalen Bigband-Business gewonnen werden. Fortgesetzt wird auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Musiker und JazzFest- Berlin-Direktor Nils Landgren, dessen Vertrag als künstlerischer Berater bis zum Sommer 2012 verlängert wurde. Landgren ist für die Bigband (deren Mit-Musiker er über viele Jahre hin war) ein weltweit angesehener und überaus erfolgreicher Botschafter von unschätzbarem Wert. An 50 Abenden ist das Orchester auch in diesem Jahr wieder für die Konzertbühnen gebucht, 40 Mal davon spielt es im Sendegebiet des NDR. Unter den herausragenden Musikereignissen ist zum Beispiel ein Konzert zum 100. Geburtstag von Rolf Liebermann im September: die Aufführung mit Bigband-Impresario George Gruntz von Liebermanns „Concerto for Jazzband and Symphony Orchestra“. Auf zahlreichen erstklassigen Festivals wird die NDR Bigband vertreten sein ? im Herbst wird sie zum Beispiel bei den „Hamburger Jazztagen“ ein John-Lennon-Projekt von Colin Towns aufführen. Für das Schleswig-Holstein Musik-Festival erarbeitet das Orchester mit dem weltberühmten Sänger Bobby McFerrin das Projekt „Bobby meets Chopin“. Mit diesem Projekt wird sie auch nach Polen reisen.

Die in diesem Jahr anstehenden Veranstaltungen der NDR Konzertreihe „Jazz im Rolf-Liebermann-Studio“ versprechen erstklassige Auftritte vor durchweg ausverkauftem Haus. Das zeigt bereits ein kleiner Blick auf das Programm: So trifft die NDR Bigband auf den italienischen Star-Pianisten Stefano Bollani, dessen Musik vom Norweger Geir Lysne arrangiert wird. Der Jazzforscher und Saxofonist Ekkehard Jost stellt gemeinsam mit dem Schauspieler Dietmar Mues „Lieder gegen den Gleichschritt“ vor: politisches Liedgut aus fünf Jahrhunderten. Die jungen argentinischen Bilderstürmer der Band „Tango Crash“ verschmelzen die Tradition des Tango mit elektronischen Beats und Samples. Der Gitarrist John Scofield präsentiert mit einem prominent besetzten Trio zeitgenössischen Jazz „made in USA“. Und Avishai Cohen, der ehemalige Bassist von Chick Corea, verbindet in seinem Projekt „Aurora“ Jazz mit jüdischer Musik aus dem 15. Jahrhundert ? mit Liedern der spanischen Sepharden.

NDR Presse und Information
Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
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Beitrag von auf 20. April 2010. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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