NDR Sinfonieorchester: Alan Gilbert in der Doppelrolle als Dirigent und Solist

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Konzerte: Sonnabend, 14.11, 19.30 Uhr, Musik- und Kongresshalle, Lübeck
Sonntag, 15.11., 11.00 Uhr, Laeiszhalle Hamburg
Montag, 16.11., 20.00 Uhr, Laeiszhalle Hamburg
Sendung: Sonntag, 15.11, 11.00 Uhr, live auf NDR Kultur

Selten kommt man in den Genuss, einen renommierten Dirigenten wie Alan Gilbert ? seit dieser Saison Chef des New York Philharmonic Orchestra ? auch als Solisten zu erleben: Der exzellenter Geiger Gilbert tritt in dieser Doppelfunktion Mitte November in der Lübecker Musik- und Kongresshalle (14. November) und in der Hamburger Laeiszhalle (15. und 16. November) auf. In Bachs Konzert für 2 Violinen d-moll wird man ihn und Leonidas Kavakos gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester als Solisten erleben können. Interpretatorisch wird Gilbert sich dabei ganz zurücknehmen: „Bach behauptet sich gegen jeden Ansatz, widersteht jeder Interpretation. Es ist unmöglich, seine Musik einer bestimmten Lesart zu unterwerfen ? sie ist in ihrer inhärenten Qualität einfach zu mächtig.“ Den Solopart in Strawinskys Violinkonzert in D überlässt Gilbert dann dem griechischen Ausnahmegeiger Kavakos.

Nach der Pause erklingt Haydns Sinfonie C-Dur. Sie trägt den Beinamen „Maria Theresia“ trägt, weil das Werk anlässlich des Besuches der Kaiserin bei Haydns Dienstherrn Fürst Esterházy im Jahr 1773 erklungen sein soll. Abgerundet wird das Konzert schließlich von den „Drei Orchesterstücken op. 6“ von Alban Berg, die der Komponist seinem „Lehrer und Freunde Arnold Schönberg in unermesslicher Dankbarkeit und Liebe“ widmete.

Habakuk Traber führt am Montag, 16. November, um 19 Uhr im Kleinen Saal der Laeiszhalle in das Konzert ein.

Die Künstler:

Alan Gilbert hat in dieser Spielzeit sein Amt als Music Director des New York Philharmonic Orchestra angetreten. Neben einem dreiwöchigen Festival regte er die Konzertreihe „Contact“ an, bei der sich das New York Philharmonic der zeitgenössischen Musik widmen wird. Im Januar 2010 steht eine gemeinsame Europatournee an. Weiterhin wird Gilbert dem Ruf auf den neugeschaffenen William-Schuman-Lehrstuhl an der Juilliard School of Music folgen, eine Position, die das Unterrichten, Dirigieren sowie die Veranstaltung von Meisterklassen beinhaltet.
Seit der Saison 2004/2005 ist Alan Gilbert Erster Gastdirigent des NDR Sinfonieorchesters. Zu Gilberts Höhepunkten der vergangenen Spielzeit zählten u. a. ein Bernstein-Gedenkkonzert mit dem New York Philharmonic in der Carnegie Hall, Auftritte mit dem Boston Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern sowie Gilberts erfolgreiches Metropolitan-Opera-Debüt, bei dem er John Adams „Doctor Atomic“ dirigierte. Gilbert ist regelmäßiger Gast von Spitzenorchestern wie dem Baltimore, Boston, Chicago und San Francisco Symphony Orchestra sowie vom Cleveland Orchestra und von Amsterdams Koninklijk Concertgebouworkest. Er ist Music Director der Santa Fe Opera und Ehrendirigent des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra.

Geboren und aufgewachsen in New York, studierte Gilbert an der Harvard University, am Curtis Institute und an der Juilliard School. Für zwei Spielzeiten war er als Violinist Substitut beim Philadelphia Orchestra sowie in der Zeit von 1995 bis 1997 Assistant Conductor des Cleveland Orchestra. Seine Einspielung von Prokofjews „Skythischer Suite“ mit dem Chicago Symphony Orchestra wurde 2008 für den Grammy Award nominiert.

Leonidas Kavakos gehört zur internationalen Spitze seines Faches. Aufmerksam auf das große Talent des Geigers wurde man, als er 1985 den Sibelius- und drei Jahre später den Paganini-Wettbewerb gewann. Einladungen zu den renommiertesten Festivals ließen nicht lange auf sich warten, ebenso wie Konzerte mit internationalen Spitzenorchestern. In der Saison 2009/10 ist Leonidas Kavakos „Artist in Focus“ am Southbank Centre in London. Seine Residency umfasst vier Konzerte, drei Begleitveranstaltungen und eine öffentliche Probe, bei denen er als Solist und Dirigent zu erleben ist. Darüber hinaus wird er u. a. mit dem London Symphony Orchestra, dem BBC Philharmonic Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic und der Staatskapelle Dresden zu hören sein. Eine Orchestertournee führt ihn mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Ingo Metzmacher nach Innsbruck, Wien, Paris und Brüssel. Leonidas Kavakos bestritt in den letzten Jahren Tourneen u. a. mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und Valery Gergiev, mit dem Israel Philharmonic und Zubin Mehta sowie mit dem Philadelphia Orchestra und Christoph Eschenbach. Weitere Orchesterengagements hatte Leonidas Kavakos u. a. für mehrere Konzerte beim Tonhalle Orchester in Zürich sowie bei den Münchner Philharmonikern unter Christian Thielemann. In Großbritannien trat er mit dem London Philharmonic unter Osmo Vänskä und mit dem London Symphony Orchestra unter Valery Gergiev auf. Kavakos spielt eine Falmouth Stradivarius von 1692 und eine Giovanni Battista Guadagnini von 1782 (Turin).

Karten für Hamburg gibt es zu 9 Euro bis 41 Euro (zzgl. 10 % Vorverkaufsgebühr) im
NDR Ticketshop im Levantehaus, Mönckebergstr. 7, 20095 Hamburg, Tel.: 0180/178 79 80 (bundesweit zum Ortstarif; Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen), E-Mail: ticketshop@ndr.de.

Karten für Lübeck von 12,50 Euro bis 34 Euro gibt es bei der Konzertkasse im Hause Weiland, Tel.: 0451/702 320, online unter www.konzertkasse-luebeck.deund in der Musik- und Kongresshalle (Haupteingang) bei Tips Tickets, Tel.: 0451/790 44 00.

5. November 2009

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