Neu auf UNI.DE: Mein Leben

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Studenten berichten, z.B. wie Erasmus ein Leben verändert hat oder abenteuerliche Erfahrungen aus dem Leben einer Jurastudentin. Die ersten Studentenberichte sind auf UNI.DE online: „1 Woche Tour-Guide“ von Sascha und „Sprachgefühl“ von Richard.

Sascha, 30 Jahre – der kleinste, aber dennoch größte Tour-Guide der Welt – schreibt: es reicht nicht aus die Route zu kennen und sportlich zu sein – Guide zu sein erfordert Feinfühligkeit und Psychologie. Wie werden sich 15 unterschiedliche Charaktere in den verschiedensten Konfliktsituationen verhalten? Sicher ist, es wird eine unvergessliche Woche – für Gast und Guide!

Es gibt nur die Natur und Gruppe. Kaum einer denkt an PC, TV oder Handy, obwohl letzteres notwendig sein kann. In sechs Tagen geht es durch atemberaubende, abwechslungsreiche Landschaften über die Alpen von Nord nach Süd bis zu dem Reiseziel Riva del Garda.

Die ersten 1.500 Höhenmeter und das gewaltige Wetterstein-Massiv sind nicht zu unterschätzen. Den Spuren Hannibals nach, auf dem alten Römerweg, unter den Füßen das blaue Band des Inns und daneben die Bergriesen aus Ötz- und Pitztal – einfach atemberaubend. Wie über diese holprige Strecke vor Hunderten von Jahren die Römer mit Vieh und Wagen die Alpen überquert haben, flößt Respekt ein. Die fahrtechnisch anspruchsvollen Stufen- und Wurzelpassagen nehmen zu. Am Ende des zweiten Tages erfolgt der Schlussanstieg Richtung Nauders und die italienische Grenze rückt näher.

Nach Durchquerung einer Wiesenfläche, die an diesem (dritten) Tag einem englischen Hochmoor ähnelt, ragt ein Felsen aus dem Nichts. Zu sehen ist der Reschensee, darunter der Haidersee, an dessen Ende majestätisch das Ortler-Massiv hervorragt. Die Strecke verläuft in nicht enden wollenden Apfelplantagen durchs komplette Vinschgau. Die Temperaturen sind mediterran, das Essen köstlich. Alle Gäste sind nun Alpenüberquerer, aber noch keine Finisher. Für viele ist das berühmte Rabbijoch (2.450m) DIE Herausforderung der Tour. Den schier endlos langen Anstieg, und an Steilheit kaum zu übertreffen, bewältigen nur die Leute, die während der letzten Tage ihre Kräfte gut dosiert haben.

Danach beginnt ein von Wurzeln gespickter, von Steinen ausgesetzter und von Lehm rutschiger Trail der Superlative – Hochleistung für Mensch und Material. Nach fünf Fahrtagen – ohne zu wissen, welcher Wochentag gerade vorliegt – hat sich die Gruppe die erste Cappuccino-Pause im Trentino verdient. Der Gardasee ist in erreichbarer Nähe – wieder eine Gruppe gesund und munter ans Ziel gebracht.

Persönliche Studenten- oder Erfahrungsbericht mit Foto einfach an redaktion@uni.de schicken. Der Text sollte zwischen 400 und 600 Wörter lang sein. Die interessantesten Artikel präsentieren wir auf http://uni.de

Beitrag von auf 30. März 2010. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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