Neue OZ: Kommentar zu Bushido

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Gefährlich

Ob Bushidos neues Lied „Stress ohne Grund“, das er zusammen mit
seinem Kollegen Shindy aufgenommen hat, zum Mord aufruft, wird die
Staatsanwaltschaft demnächst prüfen müssen. Eindeutig ist dagegen,
dass es gewaltverherrlichend und beleidigend gegenüber Frauen und
Homosexuellen ist. Dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende
Medien nun entschieden hat, das Lied auf den Index zu setzen, ist
daher nur konsequent.

Die Entscheidung birgt allerdings auch Gefahren: Zum einen gilt
das Verkaufsverbot für unter 18-Jährige erst ab Montag. Alle
Jugendlichen, die nun über den Medienrummel von dem Lied erfahren
haben und es kaufen wollen, werden bis Montag die Absatzzahlen in die
Höhe treiben – und Bushido ein Lächeln aufs Gesicht.

Zum anderen reizt Jugendliche naturgemäß das Verbotene. Eine CD
oder MP3 zu besitzen, die sie eigentlich gar nicht haben dürften,
wird innerhalb kürzester Zeit zum Statussymbol werden. Das war schon
vor 20 Jahren so, als verschiedene Lieder der heute durchaus
radiotauglichen Band „Die Ärzte“ auf dem Index landeten.

Gut möglich also, dass das Verbot der Bundesprüfstelle Bushido
direkt in die Karten spielt, indem dadurch der Hype um ihn noch
größer wird.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Beitrag von auf 17. Juli 2013. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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