Neuerscheinung am 20. Oktober: „Klatsch!“ von Christian Schuldt

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Die Klatsch-Kultur hat Hochkonjunktur: In der modernen Mediengesellschaft herrscht ein Boom der Boulevardisierung. Klatsch-Blätter sind als „People-Magazine“ salonfähig geworden, im Fernsehen wimmelt es von VIP- und Infotainment-Formaten, die „Leute“-Teile wachsen auch in seriösen Zeitungen stetig an. Vor allem aber hat das Internet die Klatsch-Kultur globalisiert und auf eine neue Ebene gehoben. Warum ist Klatsch gerade für den modernen Menschen so wichtig? Wie hat sich die Klatsch-Kultur im Laufe der Jahrhunderte entwickelt? Und was unterscheidet den Klatsch-Boom im 21. Jahrhundert vom „klassischen“ Klatsch? Diese Fragen beantwortet Christian Schuldt in seinem Buch „Klatsch! Vom Geschwätz im Dorf zum Gezwitscher im Netz“ (Insel Verlag), das am 20. Oktober erscheint.

Seit es Menschen gibt, wird geklatscht. Als die geschwätzige Schlange Adam und Eva am Baum der Erkenntnis verführte, war das der Anfang einer unendlichen Klatsch-Geschichte: von den alten Ägyptern, die hieroglyphische Klatsch-Inschriften hinterließen, bis zum Mythos der Klatsch-Göttin Fama; von den mittelalterlichen Waschplätzen, an denen die Frauen öffentlich die schmutzige Wäsche „klatschten“, bis zu den großen Klatsch-Erzählungen der Moderne wie dem Tod Lady Dianas oder der Lewinsky-Affäre. Heute verleiht das Internet dem Klatsch eine ganz neue Qualität: In Wikis, Blogs und sozialen Netzwerken lassen sich beliebige Themen beliebig verbreiten. Nie zuvor konnten so viele Menschen so viele andere Menschen erreichen, Communitys bilden, Geschichten verbreiten, kurz: miteinander klatschen.
Christian Schuldt beschreibt die zentrale Rolle, die Klatsch generell für die Gesellschaft spielt, und die Wandlungen, die diese archaische Kulturpraxis auf ihrem Weg ins 21. Jahrhundert erlebt hat.

Weitere Infos zum Buch:
Gebunden, ca. 200 Seiten
ISBN: 978-3-458-17457-8
D: 18,00 €, A: 18,50 €, CH: 31,50 sFr

Der Autor:
Christian Schuldt, geboren 1970, studierte Anglistik, Germanistik und Soziologie. Er arbeitete als freiberuflicher Journalist und Redakteur für diverse Zeitungen und Magazine. Als stellvertretender Chefredakteur von BUNTE.de erkundete er fünf Jahre lang die Klatsch-Gesetzmäßigkeiten der Medien. Heute ist er Redaktionsleiter von BRIGITTE.de. Er lebt in Hamburg.

Weitere Publikationen:
Der Code des Herzens. Liebe und Sex in den Zeiten maximaler Möglichkeiten, Eichborn Verlag, Frankfurt a.M. 2005
Selbstbeobachtung und die Evolution des Kunstsystems, Transcript Verlag, Bielefeld 2005
Systemtheorie, Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2003/2006

Beitrag von auf 13. Oktober 2009. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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