NOZ: Howard Carpendale: Ein Smartphone brauche ich nicht

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Howard Carpendale: Ein Smartphone brauche ich
nicht

73-jähriger Sänger denkt noch nicht an Rente: “Ich brauche eine
Challenge” – Enkel Mads sagt nicht mehr “Howie”, sondern “Baba” –
“Der Tod ist ein wichtiger Teil des Lebens”

Osnabrück. Sänger Howard Carpendale (73) vertraut beim
Telefonieren auf ein Handy, das schon lange nicht mehr hergestellt
wird. “Ein Smartphone brauche ich nicht. Ich will mit meinem Handy
telefonieren und SMS verschicken. Mehr brauche ich nicht”, sagte er
im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Wenn sein Sohn
Wayne ihm Bilder von seinem Enkel schicke, “muss er die an meine Frau
senden, sie hat ein iPhone”.

Apropos Enkel: Den ursprünglichen Plan, dass künftig nur noch sein
Enkel Mads das Privileg haben solle, seinen Großvater “Howie” zu
nennen, habe er inzwischen geändert, so Carpendale. “Jetzt stellen
Sie sich mal vor, der Kleine würde im Kindergarten sagen, dass die
Erzieher ,Howie’ anrufen sollen, wenn seine Eltern nicht erreichbar
sind. Das hört sich doch etwas komisch an, oder? Deswegen bin ich für
Mads jetzt ,Baba’. In Amerika bedeutet das auch der Fels in der
Brandung.”

Das gerade mit dem Londoner Royal Symphonic Orchestra aufgenommene
neue Album “Symphonie meines Lebens” betrachtet der 73-Jährige als
sein Lebenswerk. An Ruhestand denke er trotzdem nicht: “Solange ich
auftreten kann und Spaß habe, würde ich schon gerne Termine haben. Es
muss nicht jedes Jahr das volle Programm mit großen Tourneen sein.
Ich brauche eine Challenge, die mich fordert.”

Bei diesem Thema denke er natürlich an die Kollegen der
“Generation Hitparade”, die in jüngster Zeit gestorben seien. “Aber
nicht unbedingt im negativen Sinne. Ich nehme wahr, dass viele den
Tod als Tabuthema betrachten. Das finde ich schade und falsch. Der
Tod ist ein wichtiger Teil des Lebens.” Ein Mensch solle ab einem
bestimmten Alter das Recht haben, über den Zeitpunkt seines Todes
zumindest zu reden. “Solange es mein geistiger Zustand zulässt,
möchte ich höchstpersönlich die Kontrolle darüber haben, wann ich
gehen will. Aktive Sterbehilfe, passive Sterbehilfe, es gibt die
Palliativmedizin. Ich kann nicht sagen, was hier richtig und was
falsch ist. Ich möchte nur zum Ausdruck bringen, was viele andere und
auch ich im Alter fühlen. Die letzte Entscheidung über das Leben
sollte die eigene sein.”

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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Beitrag von auf 26. Oktober 2019. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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