NOZ: Neue Direktorin der Villa Massimo in Rom will politische Signale setzen

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Neue Direktorin der Villa Massimo in Rom will
politische Signale setzen

Julia Draganovic: Ausdrücklich gegen Populisten und ihr auf
Abgrenzung fokussiertes Kulturverständnis ausrichten

Osnabrück. Julia Draganovic, neue Direktorin der Deutschen
Akademie Rom Villa Massimo, will die Einrichtung als “offenes Haus
der Künste” neu positionieren. “Wir wollen einem Prozess
entgegenwirken, der auf neue Abgrenzungen hinausläuft. Ich habe keine
politische Mission, aber die Arbeit, die ich mache, setzt politische
Signale”, sagte Draganovic der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ). Die
Direktorin kündigte an, ihr Haus unter anderem dem Theaterkünstler
Milo Rau zu öffnen, “der seine aktuellen Produktionen mit Ausländern
und Flüchtlingen besetzt, die zum Teil keinen Aufenthaltsstatus
haben”. Rau werde zu Gesprächen in die Villa Massimo kommen.

Draganovic will die Kultur der Villa Massimo ausdrücklich gegen
Populisten und ihr auf Abgrenzung fokussiertes Kulturverständnis
ausrichten. “Es geht vor allem darum, mit den Künsten zu zeigen, wie
spannend Wissen ist. Ich bin der Überzeugung, dass alle kulturellen
Ausdrucksformen die Möglichkeit bieten, Wissen zu teilen. Ich bin mir
sicher, dass das ein Gegenmittel gegen Populismus ist, weil das
ermöglicht, die Welt aus anderen Standpunkten zu sehen. Genau das
vermeiden ja Populisten. Neugier schaffen – das ist das Wichtigste”,
sagte die Kulturmanagerin weiter.

Der kulturelle Austausch unter Menschen sei keine Bedrohung,
sondern eine Bereicherung. In diesem Sinn sei sie gerade mit Marion
Ackermann, der Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen
Dresden, im Gespräch, um Projekte zu initiieren, die zeigen, “das
Internationalität eine Bereicherung ist”. Die Villa Massimo sei
entsprechend Gastgeber für Künstler, “die nicht unbedingt einen
deutschen Pass besitzen, die aber in der deutschen Kulturszene einen
Einfluss haben und in Deutschland leben”, sagte Draganovic der “NOZ”.

Die Kuratorin und Kulturmanagerin Julia Draganovic hat die Leitung
der Villa Massimo in Rom zum 1. Juli 2019 übernommen. Sie leitete
zuvor seit 2013 die Kunsthalle Osnabrück. Die Villa Massimo ist eine
Einrichtung der Bundesrepublik zur Förderung herausragender
Künstlerinnen und Künstler der bildenden Künste, der Architektur,
Literatur und Musik (Komposition).

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 29. August 2019. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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