Obstlagerung in kontrollierter Atmosphäre – Auch für kleinere Mengen möglich

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(aid) ? Dass Verbraucher fast das ganze Jahr über Äpfel aus heimischer Erzeugung kaufen können, ist der Lagerung in kontrollierter Atmosphäre zu verdanken, der so genannten CA-Lagerung (controlled atmosphere). In großen Lagern mit großen Partien einheitlicher Sorten kein Problem. Nun gibt es auch für Direktvermarkter ein System, das eine CA-Lagerung ermöglicht. Das System „Mat Tiempo“ besteht aus einer Kunststoffbox mit einem dicht schließenden Deckel und einer Membran, die den Gasaustausch steuern kann. Die Boxen sind genauso groß wie gängige Apfelkisten und fassen 300 kg Äpfel, 170 kg Kirschen oder 220 kg Zwetschgen. Die kleinen Lagerungsmengen machen das System flexibel. Wird eine Box nicht ganz gefüllt, wird sie mit nicht Wasser aufsaugendem Material ausgefüllt, das die überflüssige Luft verdrängt. In der kontrollierten Atmosphäre können Kirschen bis zu 25 Tage, Zwetschgen bis zu 50 und Äpfeln bis zu 330 Tagen gelagert werden. Mit Hilfe der integrierten Membranen im Deckel lässt sich der Gasaustausch regulieren. Je nach Obstart und Sorte werden die Membranen mehr oder weniger geöffnet. Die Membranen lassen nur wenig Sauerstoff in die Boxen hinein, dafür aber Kohlendioxid aus den Boxen heraustreten. Allerdings sollten nur einwandfreie Früchte eingelagert werden. Der Reifegrad der Früchte sollte dem bei CA-Lagerung entsprechen. Vor dem Verschließen der Boxen müssen die Früchte heruntergekühlt werden. In der Schweiz wurde das Lagerungssystem am Beratungszentrum für Obst und Beeren im Inforama Oeschberg positiv getestet. Ebenso hält die Forschungsanstalt Agroscope das System grundsätzlich für viel versprechend, weitere Versuche seien aber nötig. Das Lagerungssystem in Boxen dürfte vor allem für Direktvermarkter interessant sein, weil es erlaubt, Erntespitzen zu brechen und den Markt gleichmäßiger und länger mit frischer Ware zu beliefern. Über das Lagerungssystem berichtete der „Schweizer Bauer“.
aid, Renate Kessen

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Beitrag von auf 20. August 2009. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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