POOL31 Eröffnungs-Ausstellung 301008 – 091108

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Frankfurt am Main hat eine neue Plattform für Kulturschaffende bekommen.
In dem 2008 gegründeten Projektraum POOL31 vereinen sich künstlerische
Prozesse, Produktion und Präsentation. Der Prozess, das Unterwegs, die
Entwicklung sind die Materie, in die sich der Künstler begibt und die er selbst bildet
und bewegt.
POOL31 wird von DeDe Handon und Corinna Krebber initiiert, die mit der
Eröffnungs-Ausstellung 301008-091108 den Auftakt zu der geplanten
Ausstellungsreihe bilden. Kunst präsentiert sich da, wo sie entsteht – in ihrem
Environment und inszeniert sich in ihrem Werdungsprozess.
POOL31 versteht sich als Ort des Austauschs verschiedener Disziplinen, in
Verbindung mit der Präsentation unterschiedlicher künstlerischer Positionen.
POOL31 will sich als Möglichkeitsbedingungen der Erfahrung verstehen, als
Aktraum, in dem Kunst passiert zwischen vielen Beziehungen, Interaktionen und
Dimensionen. In der Idee der künstlerischen Erweiterung und des Austauschs plant
POOL31 einen Gastarbeitsraum. Neben drei festen Arbeitsplätzen gehört der
Fremde in das Konzept des Künstlerinnen Duos; der freie Platz, der die Struktur
niemals fest werden lässt. Mit verschiedenen KünstlerInnen unterschiedlicher
kultureller und regionaler Herkunft in Austausch zu kommen und den Schaffensraum
immer wieder neuen Einflüssen zu überlassen, gewährleistet mentale und
künstlerische Beweglichkeit.
Der Transfer für den POOL31 stehen will, spiegelt sich in den Werken der
Künstlerinnen. DeDe Handon, Meisterschülerin der HBK Braunschweig, beschäftigt
sich mit Landschaft und Natur als Abfolge von Mustern, charakterisiert die Natur als
künstlich und domestizierbar. Die Künstlerin findet ihre Bildinhalte in der
Naturwissenschaft, in Alltagsbildern, in der Kunst- und Popgeschichte.
Landschaftsfragmente, Naturelemente sind Teil der Szenerien, die mit Kohle, Kreide,
Inkmarker, Farbe, auf Papier und Folie gezeichnet, collagiert, gemalt und
aufeinander zu komplexen Bildtafeln zwischen Abstraktion und Figuration montiert
werden. Durch isolierte Erhöhungen der malerischen Struktur auf der reflektierenden
Folie, vereinen sich Außenwelten und romantisierte Innenwelten in verzerrten
Spiegelungen, die Gleichzeitigkeit der Auflösung und Manifestationen künstlicher
und konkreter Natur wird thematisiert.
Die Arbeiten von Corinna Krebber, Absolventin der Alanus Kunsthochschule Alfter,
zeigen Resultate der Auseinandersetzung mit Wort und Sprache als Urbild des
Mensch-Seins. Papier wird als klassischer Träger des geschriebenen Wortes
hinterfragt und neu in seinem Verhältnis zum Wort definiert. Text Sedimente werden
bis in die kleinsten, zerlegbaren Einheiten dekonstruiert und wieder
zusammengesetzt. Es entstehen fragile Papierkonstruktionen, bei denen die direkte
Lesbarkeit zugunsten von einer neuen Sicht auf das Bilden von Sprache aufgegeben
wird.
Kontakt:
Corinna.Krebber@gmx.de
dedehandon@googlemail.com

Beitrag von auf 1. Oktober 2008. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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