Roto-Maßanfertigungen als gestalterisches Element in edlem Neubau

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Die Roto Dachfenster
 

Mitten im Herzen Frankfurts, im urbanen Quartier zwischen Zentrum und Hauptbahnhof, ist ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstanden. Das Gebäude vereint vermeintliche Gegensätze: Innen entstehen moderne Loftwohnungen, das Äußere fügt sich nahtlos in die klassische Archi-tektur der Nachbarhäuser ein. Das “K58” ist ein Mosaik im Stadtplanungsprogramm, das dem einstigen Prachtboulevard Frankfurts in den kommenden Jahren zu neuem Glanz verhelfen soll. Die Roto Dach- und Solartechnologie GmbH, bekannt für ihre individuellen Ausführungen, hat mit ihren eigens für das Gebäude angefertigten Dachfenstern maßgeblich zum äußeren Erscheinungsbild beigetragen. Die Fenster sind nicht nur in ihren Abmessungen einzigartig, auch die speziell entwickelte Rahmenfarbe und die farbige Scheibenbeschichtung sind Sonderanfertigungen.

Das ehemalige Kaufhaus in der Kaiserstraße sollte ursprünglich saniert werden, ehe sich die Grund-stücksgesellschaft K58 GmbH & Co. KG für einen Neubau entschloss. Rund 28 Millionen Euro wer-den in 40 Wohneinheiten, eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss sowie 38 Tiefgaragenstellplätze investiert. Zwischen 90 und 200 Quadratmeter Wohnfläche bieten die Loftwohnungen mit einem exklusiven Blick über Frankfurts Skyline. Im Sommer 2013 werden die Baumaßnahmen am Wohn- und Geschäftshaus voraussichtlich abgeschlossen. Baubeginn war im April 2012.

9 Sechslings- und 29 Drillingsfenster auf Maß gefertigt
Aufgrund der Komplexität der Anforderungen und der sich wandelnden Parameter arbeitete die Roto-Planungsabteilung rund ein Jahr an der Organisation zum Einbau der Dachfenster. Die 800 Quadratmeter Dachfläche schmücken 9 Sechslings-, 29 Drillings-, zwei Einzel- und ein Zwillingsfenster. Matthias Auth, Vertriebsinnendienst und bei Roto für das Projekt zuständig, verrät: “Auch für uns ist dieses Projekt mit seinen Dimensionen und Anforderungen eine Premiere. Kein anderes Unternehmen hätte diese Fenster so individuell nach Kundenwunsch fertigen können wie wir. Roto ist in der Branche bekannt dafür, viele Sonderleistungen möglich zu machen und die Produkte exakt nach Kundenwunsch zu fertigen.” Auth gehört dem neugegründeten Fachbereich Key Account Management für Wohnungswirtschaft und Objektbetreuung an.

Eigens entwickelte Holzfarben und Farbbeschichtungen
Die außergewöhnlichen Anforderungen, die sich beim Projekt zeigen, beginnen bereits beim Ma-terial der Fenster: Obwohl 90 Prozent des Marktes mittlerweile mit Kunststofffenstern bedient werden, wurden beim K58 Holzfenster verbaut. Die Sonderanfertigungen (510 x 1.400 mm und 990 x 1.400 mm) mit bewährter Klapp-/Schwingtechnik wurden ohne Zwischenräume Fenster an Fens-ter gesetzt. Verbindende Bleche gibt es keine; lediglich die Dichtung ist von außen zu sehen. “Die Fassaden- und Dachfenster sollten die gleiche Breite haben”, erklärt Auth. “So kommen die ungewöhnlichen Maße bei den Dachfenstern zustande.” Von außen erhalten sie edle blaugraue vorbewitterte Titanzink-Verblendungen. Zudem wurde eine besondere RAL-Holzfarbe eigens für diese Fenster entwickelt. Die Farben der Rollläden nimmt die Fassadenfarbe auf. Ein Novum war zudem die Beschichtung einzelner Gläser mit Farbe. “Das hat gestalterische Hintergründe”, wie Auth ergänzt. “Der Gebäudeentwurf sieht vor, dass vier farbige Streifen senkrecht vom Dach über die Fenster an der Fassade entlang verlaufen. Diese Farbe sollte sich auch in den Fenstern wiederfinden.” Trotz aller Extras und Sonderanfertigungen erfüllen die Fenster selbstverständlich alle gängigen Anforderungen, wie Auth betont: Dreifach-Sicherheits- und Wärmedämmisolierverglasung, Verbundsicherheitsglas der Schallschutzklasse 3 mit unterstützendem Reinigungseffekt “Aqua Clear”. “Außerdem verfügen die Fenster über eine Edelmetallbeschichtung und einen zusätzlichen Rundum-Dämmblock für einen erhöhten Wärmeschutz. So konnten wir den U-Wert verbessern.” Der Ug-Wert für die maßgefertigten Fenster liegt bei 0,56.

Schnelle Umsetzung dank guter Vorplanung
Dank guter Vorplanung waren sämtliche Fenster innerhalb von zwei Wochen mit nur vier Mann eingebaut, wie Christian Müller vom ausführenden Spenglerbetrieb, der Ruhland GmbH, zu berich-ten weiß. “Nur aufgrund der hervorragenden Vorarbeit der Roto-Planungsabteilung funktionierte der Einbau so schnell und reibungslos. Die Zeichnungen und Details der Abteilung wurden im Vorfeld detailliert mit unseren Planungen abgeglichen – so konnten wir sogar bei den teils heftigen Minusgraden im Januar problemlos arbeiten”, resümiert Müller. Die Planer aus dem Hause Roto haben zudem den Dachaufbauplan entworfen und den Musteraufbau unterstützend begleitet. Zwischen sechs und neun Fenstern haben die Mitarbeiter des Spenglerbetriebs pro Tag eingebaut. Da jedes Fenster bis zu 80 Kilogramm schwer ist, wurden sie mit dem Kran in das Dachgeschoss gehoben. Die Einfassung der Fenster erfolgte dann im Zuge der Dacheindeckung. Dank ihres Könnens im Bereich der Falztechnik konnte die Firma Ruhland eine harmonische Einbindung der Fenster in die Dachhaut realisieren: Die etwa 800 Quadratmeter gehobene Dacheindeckung aus Titan-Zinkblech wurde im Doppelstehfalzsystem direkt an die Fenster angeschlossen. Die Zusammenarbeit zwischen Ruhland und Roto wird über das Projekt hinaus Bestand haben, wie Müller berichtet: “Weil wir wissen, was die Produkte können, sind wir der Roto-Profiliga beigetreten.” Die Profiliga beschreibt einen Zusammenschluss zur Förderung der Partnerschaft zwischen Roto und dem Handwerker, um die Marktposition gemeinsam zu stärken.

K58 fügt sich nahtlos in die umstehenden Gebäude ein
Der renommierten Architekt Georg Hagen, Geschäftsführer der Hagen GmbH Planer und Architekten BDA aus Nürnberg, hat das Gebäude entworfen. Die Dachfenster bildeten dabei eine elemen-tare Grundvoraussetzung: “Es war schwierig, Fenster in genau diesem Format zu finden, da es atypisch ist. Das Format ist aber für die Architektur des Gebäudes sehr wichtig. Die Dachfenster fügen sich sehr gut in das Ensemble ein und erzeugen eine enorme Lichtqualität. So kommt der Dialog zwischen Innen- und Außenraum erst richtig zum Tragen”, erklärt Hagen. Die Höhen- und Dachbebauung des Hauses orientiert sich an den historischen Nachbargebäuden mit ihren Mansarddächern. Wichtig war zudem, dass sich das Gebäude mühelos in den städtebaulichen Kontext einfügt, wie Hagen betont: “Die prägendsten Linien der Nachbargebäude wurden auch im K58 fortgeführt: Die zweigeschossige Sockelzone behält die Proportionen des städtischen Gefüges bei; als Material wurde der typische Frankfurter Kalksandstein verwendet. Die Gebäudeecke ist zu 45 Grad abge-schrägt. Diese Eigenschaft findet sich auch bei den anderen Eckgebäuden des Viertels wieder. For-men, Fluchten, Proportionen – alles wurde den Nachbargebäuden angepasst.”

Entwickelt wurde K58 von der Brozovsky & Moufang Immobilien GmbH aus Frankfurt. Die Projektentwicklungsgesellschaft zeichnet für viele Wohn- und Geschäftshäuser sowie Einkaufszentren, vornehmlich im Rhein-Main-Gebiet, verantwortlich. Eigentümerin des Gebäudes ist die Grundstücksgesellschaft K58, eine Beteiligungsgesellschaft von Agios Real Estate GmbH aus Frankfurt, der Brozovsky & Moufang Immobilen GmbH und der Stiller Immobilien GmbH aus Frankfurt. Als ausführendes Generalunternehmen war die Niederlassung der Dreßler Bau GmbH aus Darmstadt verantwortlich.

Beitrag von auf 11. November 2013. Abgelegt unter Haus & Garten, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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