Schüleraustausch: Das Warten hat bald ein Ende / Studie zeigt: Viele Gastfamilienplatzierungen erst kurz vor der Ausreise (VIDEO)

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Der August ist der Hauptausreisemonat für Jugendliche, die im
kommenden Schuljahr für drei bis 12 Monate eine Schule im Ausland
besuchen, in eine neue Kultur eintauchen und gleichberechtigtes
Mitglied einer zunächst fremden Gastfamilie werden möchten. Obwohl
die Ausreise nicht selten schon in den kommenden ein bis drei Wochen
erfolgen wird, weiß ein Teil der zukünftigen Austauschschüler/innen
derzeit noch nicht, wo sie wohnen werden und welche Familie sie in
ihrem Gastland empfangen wird. Dass dies kein Grund zur Sorge ist,
zeigt die aktuelle Schüleraustausch-Studie des unabhängigen
Bildungsberatungsdienstes weltweiser: Sind drei Monate vor Ausreise
durchschnittlich etwa zwei Drittel der Gastschüler/innen in einer
Gastfamilie platziert, so kennen zwei Wochen vor der geplanten
Ausreise bereits rund 95 Prozent der Programmteilnehmenden die
Adresse ihrer Gastfamilie. Je nach Gastland variieren diese Werte
jedoch: Während in den USA zwei Wochen vor Ausreise etwa neun von
zehn Austauschschüler/innen platziert sind, haben in den restlichen
Gastländern nur rund ein Prozent noch keine Gastfamilie. Bis jetzt
noch nicht platzierte Gastschüler/innen können jedoch beruhigt sein:
zum einen sagt eine späte Platzierung rein gar nichts über die
Nettigkeit der Gastfamilie und die Qualität ihres Lebensumfelds aus,
zum anderen lag die Zahl der nicht platzierten Programmteilnehmenden
im vergangenen Schuljahr deutlich unter einem Prozent. Und sollte in
dem Wunschland tatsächlich mal keine Gastfamilie zu finden sein, so
bieten die Austauschorganisationen in der Regel Alternativen.

weltweiser erhebt seit 2000 kontinuierlich Daten zum
Schüleraustausch und ist daher in der Lage, sowohl aktuelle Trends
als auch langfristige Entwicklungen von High-School-Programmen zu
skizzieren. Die aktuelle Studie zeigt u.a., dass mehrmonatige
Schüleraustauschprogramme allgemein mit insgesamt rund 16.400
Teilnehmenden im Schuljahr 2016/17 zwar weiterhin eine erfreuliche
Resonanz erfahren, die Zahlen jedoch seit dem Spitzenjahr von 2010/11
(gesamt ca. 20.000) weiterhin zurückgehen. Auch die USA verzeichnen
trotz überragender Beliebtheit (etwa 5.700 Teilnehmende) im Schuljahr
2016/17 im Vergleich zu anderen Gastländern schon im siebten Jahr in
Folge weniger Anmeldungen für organisierte Programme. Kanada hingegen
konnte in den vergangenen Jahren deutlich zulegen und nimmt mit rund
2.000 ausgereisten Austauschschüler/innen Platz zwei ein, gefolgt von
Neuseeland mit 1.250 Teilnehmenden. Wie bereits in den Vorjahren
zeigt sich die Vorliebe deutscher Jugendlicher für englischsprachige
Destinationen: etwa 90 Prozent der Austauschschüler/innen verbrachten
ihren Schüleraustausch in einem Gastland mit Englisch als
Amtssprache.

Die weltweiser-Studie gibt überdies Hinweise zur Beliebtheit des
Schüleraustauschprogramms in den Bundesländern: in Hamburg nahm im
Schuljahr 2015/16 jede/r 13. Schüler/in (7,5 Prozent), gemessen an
den Jugendlichen in den relevanten Altersstufen, an einem
mehrmonatigen Schüleraustausch teil. Damit liegt die Hansestadt
bundesweit auf Platz eins, gefolgt von den beiden Stadtstaaten Berlin
(4,1 Prozent) und Bremen (3,3 Prozent). Beim Bundesländer-Vergleich
ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle feststellbar: Die norddeutschen
Bundesländer verzeichnen generell eine hohe Beteiligung an
mehrmonatigen Schüleraustauschprogrammenn, während in Süddeutschland
vergleichsweise weniger Jugendliche „entsendet“ werden. Die
geringsten Werte finden sich in Bayern (1,3 Prozent), Thüringen (1,2
Prozent) und im Saarland (1,0 Prozent). Es ist außerdem
festzustellen, dass die Zahl der Jugendlichen mit Wohnsitz außerhalb
Deutschlands, die mit einer deutschen Austauschorganisation ins
Ausland reisen, über die letzten Jahre deutlich angestiegen ist.

Damit auch in den kommenden Jahren wieder möglichst viele
Jugendliche während und nach der Schulzeit den Weg ins Ausland
finden, sie ihren persönlichen Horizont erweitern, eine oder mehrere
Fremdsprachen erlernen, internationale Freundschaften schließen und
nebenbei wichtige Schlüsselqualifikationen erwerben, tourt weltweiser
wieder mit der JugendBildungsmesse JuBi quer durch Deutschland. Die
Veranstaltung findet bundesweit an über 50 Standorten statt und ist
die größte Spezialmesse zum Thema „Bildung im Ausland“. Mehr als 100
renommierte Austauschorganisationen und internationale
Bildungsexperten informieren über Angebote wie Schüleraustausch, High
School, Sprach- und Jugendreisen, Freiwilligenarbeit, Au-Pair, Work &
Travel sowie Praktika und Studium im Ausland. Auskünfte zu
Fördermöglichkeiten und Stipendien können am JuBi-Info-Stand von
weltweiser eingeholt werden. Die JuBi richtet sich an Schülerinnen
und Schüler der Klassen 8 bis 13, ihre Eltern und Lehrer/innen, aber
auch an Azubis und Studierende. Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen:

– Schüleraustausch-Studie von weltweiser, Stand August 2018:
https://weltweiser.de/
– Thomas Terbeck: Handbuch Fernweh. Der Ratgeber zum
Schüleraustausch, mit übersichtlichen Preis-Leistungs-Tabellen
von High-School-Programmen für 20 Gastländer, 18., vollständig
überarbeitete und erweiterte Auflage, weltweiser Verlag 2018,
544 Seiten, 18.50 Euro, ISBN 978-3-935897-38-9:
www.handbuchfernweh.de
– JuBi – Die JugendBildungsmesse: Die größte Spezial-Messe rund um
das Thema „Auslandsaufenthalte“ für Schülerinnen, Schüler,
junge Erwachsene – und ihre Eltern:
https://jugendbildungsmesse.de/

Über uns:

weltweiser ist ein unabhängiger Bildungsberatungsdienst & Verlag.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, sachkundig über
Auslandsaufenthalte und internationale Bildungsangebote wie
Schüleraustausch, High-School-Aufenthalte, Sprachreisen, Au-Pair,
Work & Travel, Praktika, Freiwilligendienste sowie Studium im Ausland
zu informieren.

Wir sind weder eine Austauschorganisation noch ein
Reiseveranstalter. Unsere Arbeit besteht darin, die Angebote
unterschiedlicher Veranstalter unter die Lupe zu nehmen und für jeden
einzelnen Interessenten die individuell besten Programme zu finden.
Darüber hinaus veranstalten wir bundesweit die JugendBildungsmesse
JuBi, veröffentlichen Ratgeber zu Auslandsaufenthalten, sind
Herausgeber der Zeitung Stubenhocker, halten Vorträge an Schulen und
anderen Bildungseinrichtungen und betreiben verschiedene
Internetforen.

Wir sind davon überzeugt, dass langfristige Auslandsaufenthalte
nicht nur akademisch von großem Nutzen sind, sondern auch einen
wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten können. Die Chance,
eine andere Kultur zu erleben und seinen persönlichen Horizont zu
erweitern, sollte man sich unserer Meinung nach nicht entgehen
lassen.

Pressekontakt:
weltweiser – Der unabhängige Bildungsberatungsdienst & Verlag
Ivo Thiemann – Büro Bonn
Prinz-Albert-Straße 31 – 53113 Bonn
E-Mail: presse@weltweiser.de
Telefon: 0228 39 184 784

Original-Content von: weltweiser – Der unabhängige Bildungsberatungsdienst, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 22. August 2018. Abgelegt unter Urlaub & Reisen. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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