Verlag für neue Autoren: Am 5. März 2010 spricht der Autor Jenö Alpár Molnár im Wiener Parlament über seine persönliche „Geschichte einer geraubten Ki

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Anlässlich der großen Zahl Betroffener findet am 5. März 2010 um 16 Uhr im Parlament in Wien eine Lesung des Autors Autor Jenö Alpár Molnár aus seinem im August von Goethe Literaturverlag veröffentlichten autobiographischen Roman „Wir waren doch nur Kinder – Geschichte einer geraubten Kindheit“ mit anschließender Diskussion statt. Als Gäste und Podiumsteilnehmer werden neben dem Autor auch Univ.-Prof. Mag. Dr. Ingrid Bauer, Univ.-Prof. Dr. Thomas A. Bauer, Univ.-Prof. Dr. Roland Girtler, Dr. Ingvill C. Mochmann, RA Robert Nieporte, Dr. Barbara Stelzl-Marx und Dipl.-Psych. und Pastor Dierk Schäfer anwesend sein. Die Moderation übernimmt PD Dr. Waldemar Vogelsang. Der Autor erzählt von den seelischen und körperlichen Qualen, die er während seiner Kindheit erleben musste. Von seinen Eltern schon im Alter von zehn Monaten getrennt, wächst Molnár in verschiedenen Kinderheimen auf. Die Zeit an die Heimataufenthalte bleibt ihm dabei in schmerzlicher Erinnerung. Nach den bedrückenden Erfahrungen im Heim ist die Geschichte für ihn jedoch noch nicht vorbei. Mit achtzehn Jahren wird er ohne Papiere und Wohnmöglichkeit auf die Straße gesetzt. Da man ihm ebenfalls die österreichische Staatsbürgerschaft verweigert, entschließt er sich schließlich, nach Deutschland zu gehen, wo er bis heute lebt. Kraft schöpft er in diesen schrecklichen Jahren vor allem immer wieder aus seinem Glauben. “Authentisch und lebensweltnah, in einer klaren, kraftvollen und empfindsamen Sprache, wird die Inhumanität einer Zwangseinrichtung in bedrückender Weise gegenwärtig”, so Dr. Waldemar Vogelsang, Privatdozent und Freund des Autors, über das Werk. Er war es dann auch, der den Autor dazu animierte, seine Geschichte zu veröffentlichen. Heute möchte Jenö Alpár Molnár mit seinem Werk seinen Leidensgenossen in Österreich Mut machen, die schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten und endlich offen über ein Thema zu sprechen, das gerade in Österreich oftmals noch immer ein Tabu darstellt. Bei der Lesung am 5. März erwarten die Veranstalter große Medienpräsenz. So wird unter anderem je ein Fernsehteam aus Deutschland und Österreich anwesend sein. Die musikalische Umrahmung für den Abend übernimmt Mag. art. Karin Kaul. Der Einlass für die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr am Zentraleingang und ist kostenlos (Lichtbildausweis notwendig).

Kindesraub – geraubte Kindheit
Salzburg 1945
Die vor den Russen aus Ungarn geflohene 23-jährige Lehrerin E.M. erfährt die Liebe eines US-Besatzungssoldaten. Perfide Methoden der US-Armee in Österreich trennen die beiden – auch von ihrem Kind. Während die Mutter in einem US-Militärgefängnis inhaftiert und der Vater in die USA zurückversetzt wird, entführt die US-Militärpolizei das Kind aus der Obhut von Nachbarn. Gedeckt durch österreichische Behörden wird das Kind in den folgenden Jahren in zwei Kinderheimen versteckt. Sein (Über-)Leben in den Heimen „Schloß Neuhaus“ und „Schloss Leonstein“ wird hier zur „Geschichte einer geraubten Kindheit“. (Buchrückentext)

Stimmen zum Buch:

„Eine autobiographische, erschütternde und zugleich Mut machende Geschichte des Lebens – und Überlebens – in zwei oberösterreichischen Waisenhäusern der Nachkriegszeit, in denen der Autor den größten Teil seiner Kindheit verbracht hat. Authentisch und lebensweltnah, in einer klaren, kraftvollen und empfindsamen Sprache, wird die Inhumanität einer Zwangseinrichtung in bedrückender Weise gegenwärtig. Unweigerlich stellen sich Assoziationen zu Jean-Paul Sartres düsterem Menschenbild ein: Die Hölle, das sind die anderen. Dass in dieser von Misstrauen, Kontrolle und Gewalt geprägten Umgebung trotzdem Persönlichkeitsbildung durch Widerstand und kleine Fluchten möglich ist, auch Freundschaften und Liebe wachsen können, zählt zu den bewegendsten Momenten einer Zeitreise in die persönliche Vergangenheit, verheißen sie doch einen aufrechten Gang durchs Leben. Ein faszinierendes und aufrüttelndes Buch, auch geschrieben gegen das Vergessen einer noch gar nicht so lange zurückliegenden Zeit, in der, Wechselbälger’ noch Kinder zweiter Klasse waren.“
PD Dr. Waldemar Vogelgesang, Universität Trier

Jenö Alpár Molnár
Wie waren doch nur Kinder – Geschichte einer geraubten Kindheit
Autobiographie
August von Goethe Literaturverlag im Frankfurter Literaturverlag GmbH
331 S., Paperback
17,40 €
ISBN 978-3-8372-0296-0

Beitrag von auf 24. Februar 2010. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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