Weniger ist mehr – So machen Sie Ihren Garten winterfest und tierfreundlich (AUDIO)

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Anmoderationsvorschlag:

Gartenbesitzer scharren schon wieder mit den Hufen. Denn die
Gartensaison ist fast vorbei und man möchte seine grüne Oase
natürlich winterfest machen – also Bäume und Pflanzen zurückschneiden
und vor der kalten Jahreszeit nochmal richtig aufräumen. Allerdings
tun Gärtner sich, ihrem Garten und auch der Tierwelt mit diesem
vorschnellen Aktionismus keinen Gefallen. Warum das so ist und
weshalb der Garten ruhig mal ein bisschen unordentlich sein kann,
weiß Oliver Heinze.

Sprecher: Alle, die jetzt schon stöhnen, wenn sie an die
anstehende Gartenarbeit denken, können aufatmen. Denn vor allem im
Herbst sollte man den Garten in Ruhe lassen, so NABU-Gartenexpertin
Marja Rottleb.

O-Ton 1 (Marja Rottleb, 16 Sek.): “Man sollte keine Stauden
zurückschneiden. Gut ist es, wenn man hohes Gras stehen lässt. Und im
Gemüsegarten kann man sich das Umgraben sparen. Da säht man einfach
eine Gründüngung ein, wie zum Beispiel Feldsalat oder Spinat. Dann
ist der Boden bedeckt und behält seine Fruchtbarkeit.”

Sprecher: Denn überall dort überwintern Igel, Siebenschläfer und
Insekten. Vor allem Insekten suchen sich mit Vorliebe die Stengel und
Blätter von Stauden als Winterquartier aus und nutzen raue
Baumrinden, Fassadenbegrünungen oder einen Teich, um durch die kalte
Jahreszeit zu kommen.

O-Ton 2 (Marja Rottleb, 10 Sek.): “Und wenn man so ein bisschen
Vielfalt im Garten hat, dann macht man auch was für die Hummeln, weil
die ganz gerne in verlassenen Mäusenestern überwintern. Und natürlich
auch Wildbienen-Nisthilfen.”

Sprecher: …sogenannte Insektenhotels, die man überall kaufen
kann. Hier aber bitte darauf achten, dass sie vom NABU oder anderen
Initiativen zertifiziert sind. Für Vögel sollte man einige
Futterstationen ganzjährig stehen lassen und auch hier bestimmte
Pflanzen nicht zurückschneiden.

O-Ton 3 (Marja Rottleb, 25 Sek.): “Zum Beispiel welche mit Beeren
oder Früchten dran wie zum Beispiel Rosen mit ihren Hagebutten oder
den Weißdorn. Es gibt auch Stauden mit Samen, die Vögel sehr gerne
annehmen – zum Beispiel die wilde Karde oder Disteln oder auch mal
eine Aster. Dann mögen die ganz gerne Verstecke in Hecken. Und man
kann den Vögeln auch im Winter Wasser anbieten. Man muss nur darauf
achten, dass es immer sauber ist, damit sich die Vögel nicht mit
Krankheiten anstecken können.”

Sprecher: Laub, Reisig oder Totholz sollte man nicht verbrennen,
sondern lieber in einer windstillen Ecke sammeln und damit Igeln ein
Winterquartier anbieten. Abgestorbene Pflanzenreste sollten Gärtner
dann erst Ende Mai zurückschneiden.

O-Ton 4 (Marja Rottleb, 11 Sek.): “Damit die Insekten bis zum
Schluss da drin überwintern können. Und wenn man das geschnitten hat,
dann legt man das Schnittgut am besten zur Seite und wartet bis die
Insekten ausgeschlüpft sind. Also man kann sich entspannt
zurücklehnen und den Herbst genießen.”

Abmoderationsvorschlag:

Ein bisschen Unordnung hat noch keinem Garten geschadet. Im
Gegenteil – Sie helfen der Natur und vielen Tieren, die einen
Unterschlupf für den Winter brauchen. Und statt aufzuräumen, können
Sie lieber die tollen Herbsttage genießen. Mehr Infos gibt’s im
Internet unter nabu.de.

Pressekontakt:
Silvia Teich
Pressereferentin
NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Charitéstraße 3
10117 Berlin
Tel: +49(0)30.28 49 84-15 88
silvia.teich@NABU.de
www.NABU.de

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 1. Oktober 2019. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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