Wiener Wandlungen – Bärbel Thoelke und Gudrun Gaube interpretieren die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten

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Porzellan ist mehr als ein Stoff, aus dem man Figuren und Gefäße formt und mehr als eine Fläche, die man einfach so bemalt. Wenn die zwei führenden deutschen Porzellankünstlerinnen in einem Unternehmen von Weltruf virtuos mit den Eigenheiten des Materials spielen, entstehen außergewöhnliche Unikate in vollendeter Qualität. Porzellanfreunde dürfen sich auf die Ausstellung in der Berliner Galerie Arcanum freuen!
Vor zwei Jahren kam es zu einer Zusammenkunft zwischen der Galerie Arcanum, nicht weit von Gendarmenmarkt und Friedrichstraße entfernt, und der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten. Schnell wurde die gemeinsame Liebe zum Werkstoff Porzellan festgestellt und die Idee, Porzellankunst auf höchstem Niveau zu fertigen und anzubieten, war geboren.
„Als Galerie für zeitgenössische Porzellankunst war uns die Manufaktur Augarten, durch ihre Zusammenarbeit mit den Wiener Werkstätten, natürlich ein Begriff. Bei der Zusammenarbeit trafen wir alsdann Porzelliner, die mit Ambition in handwerklicher Vollendung und höchster Qualität tätig sind“, so das schwärmerische Statement der Galerie.
Die 1923 wieder gegründete Wiener Porzellanmanufaktur Augarten wurde von Designern und Künstlern wesentlich beeinflusst. Die innovativen Köpfe der weltberühmten Wiener Werkstätten, wie Ena Rottenberg, schufen zu damaliger Zeit für Augarten Porzellane, die heutzutage als Designklassiker gelten. Dies war für Gudrun Gaube und Bärbel Thoelke Anreiz, sich mit dem hochwertigen Porzellan der Wiener Manufaktur auseinanderzusetzen und Porzellankreationen zu entwerfen, die ihre „Handschrift“ tragen.
Die zeitgenössischen Künstlerinnen zeigen in ihren Werken Knicke, Falten und Spannungen.
Die Objekte wirken zeitlos elegant, fein und zart und verströmen ein Gefühl von Luxus und Leichtigkeit.

Porzellankünstlerin von internationalem Rang
Die Porzellan- und Keramikdesignerin Bärbel Thoelke wurde 1938 in Stralsund geboren und studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Die Leidenschaft für den „edelsten aller keramischer Werkstoffe“ begann 1957 bei ihrer Ausbildung in der Werkstatt des Malers und Keramikers Arnold Klünder, Ahrenshoop/Fischland, und hält bis heute an, wenngleich es „eine schwierige Liebe“ ist, wie die Künstlerin selbst sagt, „von der man, hat man sich einmal mit ihr eingelassen, nie wieder los kommt.“
1970 startete Bärbel Thoelke in ihre Selbständigkeit. Unterstützt wurde sie vom einzigen
offiziellen Künstlerverband der DDR, dem „Verband Bildender Künstler der DDR“, dessen Mitglied sie bereits 1967 war, und von ihrer Familie. So avancierte Thoelke zur ersten wirklichen Studioporzellan-Künstlerin von internationalem Rang in der DDR. Ihre eigene Werkstatt richtete sie in einer ehemaligen Bäckerei am Prenzlauer Berg ein. Wo einst Mehlstaub den Boden überzog, der Backofen stand und Brote lagerten, baut Bärbel Thoelke heute Gipsformen, färbt die Masse ein, gießt das Porzellan in Formen und brennt ihre Gefäße im eigenen Glühofen. Seit mehr als 40 Jahren entstehen hier Unikate und Kleinserien, die sie überregional bekannt machten.
Lieblingsstücke aus Porzellan, die jeder gerne hätte, Unikate, die profanen Beliebigkeiten trotzen, indem sie ihre ganz eigene Story erzählen – und uns damit täglich aufs Neue erfreuen.
Ihre Produkte beruhen auf klaren geometrischen Grundformen und auf einer schlichten
Gebrauchsbestimmung. Form und Zweck bilden für Bärbel Thoelke ein unzertrennliches Paar: „Das Gefäß ist meine Basis – für mich ein Thema ohne Ende. Bei aller Verfremdung und Überhöhung bleibt seine Funktion als Gebrauchsgegenstand erhalten.“Dabei stellt sie den Anspruch an ihre Stücke, unaufdringlich und im Einklang mit der Umgebung zu stehen: „Meine Arbeit macht es mir möglich, meine ganz persönlichen Vorstellungen von einem Gegenstand zu realisieren, mit dem man im Alltag gerne lebt und der vielleicht nur dann stört, wenn er fehlt.“
In ihren über 50 Berufsjahren kreierte sie für die bedeutenden deutschen Manufakturen KPM, Meissen und die Schwarzburger Werkstätten ihre begehrten Objekte. Entwürfe der Künstlerin zählen heute schon zu den Designklassikern des 20. Jahrhunderts. Bereits 1977 erhielt sie für das feuerfeste Haushaltsgeschirr „CORDOflam 77“ den Preis für gutes Design der DDR mit dem Prädikat „Gestalterische Spitzenleistung“. Unglaublich filigrane Durchbruchgefäße faszinieren genauso wie ihre zeitlos eleganten Gefäßformen. Durchgefärbte Porzellanschichten verwandeln Gefäße in poetische Landschaften oder märchenhafte Szenen. Ob schlicht oder aufwendig, Arbeiten aus ihrer Hand sind zeitlos.

Interview mit Bärbel Thoelke
Wie und wann haben Sie Ihre Liebe zum Werkstoff Porzellan / Keramik festgestellt?
BT: Im 1. Jahr meines Studiums an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee/Bereich
Formgestaltung habe ich ein Praktikum im Porzellanwerk Gehren/Thüringen absolviert.
Von da an wusste ich, das ist mein Material.
Was bedeutet für Sie das Arbeiten mit Porzellan?
BT: Porzellan – ein faszinierender, schwer zu beherrschender Werkstoff, spröde und
unberechenbar wie etwas Lebendiges. Die kühlen und glatten Oberflächen vermitteln eine Art der Distanz und Neutralität, die jede Ausdrucksmöglichkeit zulässt. Trivialität, Gediegenheit, Eleganz, Schönheit – alles ist möglich. Wahrscheinlich ist es dieses Phänomen, das mich herausfordert und antreibt. Das Gefäß ist auch für meine freien Arbeiten die Basis – bei aller Verfremdung und Überhöhung bleibt seine Funktion erhalten. Ausgangspunkt ist ein Grundkörper mit ausgewogenen Proportionen. Die Idee dazu wird so umgesetzt, dass das Ergebnis u.U. auch seriell zu produzieren ist. Diese Arbeitsphase dauert lange, verlangt Geduld und Akribie und bedeutet dennoch die Hälfte allen Spaßes. Veränderungen der Proportion und der Oberfläche sowie das Einfärben des Porzellans verwandeln den Archetypus in ein unwiederholbares Einzelstück.
Dinge, so unaufdringlich wie nötig und so harmonisch wie möglich, störend vielleicht nur,
wenn sie fehlen – schon eine Annäherung an dieses Ziel wäre ein Erfolg.
(Bärbel Thoelke: Auszug aus einem Katalogtext)
Wie kommen Sie zu Ihren Ideen, was ist Ihre Inspiration?
BT: Hängt immer vom Inhalt des Projektes ab. Kann ich frei arbeiten oder gibt es Vorgaben? Ich bin neugierig auf das jeweilige Material und dessen Eigenschaften und mache dazu Proben, z.B. zum Brennverhalten des Scherbens, eingefärbter Massen etc. Die Ergebnisse sind die eigentliche Inspiration für die Ideenfindung: Was kann ich dem Material zumuten und wie seine speziellen Eigenschaften, in diesem Fall seine Transparenz (Voraussetzung für die Leuchtkraft der Farben) und Formstabilität gezielt für meine Formensprache und Oberflächen einsetzen?
Darüber hinaus sind in die Gestaltung der Objekte für Augarten auch Eindrücke meiner
Wienbesuche in den letzten Jahren eingeflossen.Welche Porzellanobjekte designen Sie für Augarten und was sagen diese aus? Gibt es einen Grundgedanken?
BT: Ein Grundgedanke war, die Eigenschaften des Materials (s.o.) anhand meiner
Arbeitstechniken auszuloten. Dazu sind vier Gefäßgruppen entstanden, die jeweils
unterschiedliche Schwerpunkte setzen:
– durchbrochene Schalen (Faden-/Schichtenguss)
– dünne, mehrfarbige Schalen (Intarsien- und Schwenkgusstechnik)
– größere Gefäße aus z.T. eingefärbtem Porzellan mit Intarsien und Reservagen
– Dosen (mit extremen Anforderungen an Passgenauigkeit)
Stehen Ihre Objekte für Augarten in einem Zusammenhang oder sind Sie als Einzelteile zu betrachten?
BT: Basis für alle Arbeiten ist das Gefäß, bei aller Verfremdung immer nutzbar. Die Oberflächen sind größtenteils stark farbig. Ich benutze eine besondere Intarsientechnik mit eingefärbten Massen, für die ich sehr ruhige, fast statische Gefäßkörper brauche.
Auf wie viele Unikate können sich Sammler freuen?
BT: Für Augarten sind ca. 40 Unikate entstanden, von denen in Abstimmung mit den Galeristen 20 zunächst in Berlin gezeigt und 20 für Wien reserviert werden.
Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit der Porzellanmanufaktur Augarten gekommen und was reizt Sie an diesem Projekt?
BT: Die Zusammenarbeit ist über die Galerie Arcanum entstanden. Nach der Zusammenarbeit mit Meissen, der KPM und den Schwarzburger Werkstätten war ich auch neugierig auf die Porzellanmanufaktur Augarten.
Wie lange dauert der Herstellungsprozess für die Augarten-Unikate?
BT: Ca. 6 Monate

GUDRUN GAUBE
Porzellandesignerin und -künstlerin
Die Diplom-Designerin Gudrun Gaube ist eine vielseitige Künstlerin, die sich besonders dem Porzellan verschrieben hat. 1961 in Stendal geboren, studierte Gaube ab 1980 an der Hochschule für Kunst und Design Halle/Burg Giebichenstein und an der Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Sektion Malerei und Grafik. In den Jahren 1987 und 1988 hielt sich Gudrun Gaube als Aspirantin an der Hochschule für Kunstgewerbe in Budapest auf. Ab 1990 war sie als Porzellan-Designerin an der Meissener Porzellanmanufaktur tätig und kreierte zahlreiche Gefäße, auch Unikate, Wandbilder, kalligrafische Gestaltungen sowie Pflanzen- und Tierdekorationen. Während dieser über zwanzigjährigen Schaffensperiode war Gudrun Gaube an zahlreichen nationalen und internationalen Porzellanausstellungen u. a. in Berlin, Leipzig, Köln, Zürich, Tokio und Kyoto beteiligt. Ihr Stil zeugt von lebendiger Formgebung und phantasiereicher Bemalung.
In ihren Händen entstehen zauberhafte Unikate, die ein
Optimum an Ausdruckskraft erreichen und vor allem bei europäischen und japanischen Sammlern sehr beliebt sind.
Eine besondere Beziehung verbindet Gudrun Gaube zur Galerie Arcanum Berlin, in der sie seit dem Jahr 2000 mit eigenen Ausstellungen bzw. Ausstellungsbeteiligungen zu
erleben ist. Ihre erste Ausstellung als freie Künstlerin feierte sie dort im September 2011. Rund 60 Prozent der ausgestellten Stücke fanden schon bei der Eröffnung einen Käufer. Teuerstes Stück: eine große, bemalte Vase für 3.200 Euro. Galerist Schütte bezeichnete den überraschenden Verkaufserfolg als ein Statement der deutschen Sammler-Szene.
„Wirkliche Porzellankenner haben hier gezeigt, wie hoch sie die Arbeit von Gudrun Gaube schätzen, auch nach ihrem Ausscheiden aus der Meißener Manufaktur.

Interview Gudrun Gaube
Wie sind Sie zum Werkstoff Porzellan gekommen?
GG: In meiner Heimatstadt Stendal gibt es seit Jahrhunderten Keramikindustrie und im
19. Jahrhundert für eine kurze Periode eine Porzellanfabrik. So beschäftigte ich mich schon in der Schule mit diesem Thema. Dann mit dem Studium Design Porzellan/Keramik/Glas an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein fiel meine Ausbildung-/Berufswahl in diese Richtung. Dort konnte ich mich intensiv mit dem Werkstoff Porzellan beschäftigen. Nach dem Diplom hielt ich mich für ein Zusatzstudium ein Jahr in Budapest auf. An der dortigen Hochschule für Kunstgewerbe, konnte ich mich experimentell mit Porzellan auseinandersetzen (in Keramikstudios außerhalb industrieller Anforderungen).
Danach Assistenz an der Hallenser Hochschule. Ab 1990 war ich für 20 Jahre in der
Entwicklungsabteilung der Meißner Porzellanmanufaktur tätig. Ab 2011 arbeite ich freischaffend und erschließe mir seitdem viele neue Themen für das Porzellan.
Welche Bedeutung hat es für Sie mit dem Werkstoff Porzellan zu arbeiten?
GG: Porzellan ist als Werkstoff widersprüchlich. Einerseits hat es die kühle Anmutung – das kalte Weiß –und eignet sich für die industrielle Fertigung. Aus diesem Grund wurde es auch immer von Architekten gestaltet (wie Walter Gropius oder Josef Hoffmann). Andererseits ist es wegen seiner Werkstoffeigenschaften das ideale Material für den Barock und seine überschwängliche Lebensart (wie Claudius Innocentius du Paquier). Die Möglichkeiten des Porzellans liegen für mich auch darin, dass ich den Sammler, Nutzern, Käufern ganz nahe kommen kann. An einer Tafel, innerhalb eines festlichen Essens gibt es die Möglichkeit ein Gesprächsthema zu finden mit Geschichten, die auf dem Porzellan „erzählt“ werden. Aus dem Staunen wird bestenfalls eine „Sensation“, die als Miniatur vor mir auf dem Tisch passiert.
Wie kommen Sie zu Ihren Ideen?
GG: Über eine gründliche Recherche. Beim ersten Treffen habe ich in der Wiener Porzellanmanufaktur den Prachtband „Fired by passion“ entdeckt, der phantastische Anregungen gibt. Wien mit seinen Sammlungen bietet so viele Ideen, die dann natürlich auf das Porzellan bezogen werden müssen. Ansonsten erschließe ich meine Ideen aus der Natur – aus meinem Garten, von Tieren …
Ihr Thema für der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten sind exotische Früchte.
Was hat Sie dazu inspiriert?
GG: Eines meiner Themen sind exotische Früchte wie sie auf barockem Porzellan vorkommen, da waren viele Themen exotisch, die für uns heute gewöhnlich sind – vor 300 Jahren waren Orangen, Zitrusfrüchte dem Adel vorbehalten, dem kaiserlichen Hof, aus der Zeit stammt doch die Orangerie in Schönbrunn. Tatsächlich sind einige der Früchte der Orangerie immer noch exotisch – der Finger Buddhas, Zedratzitronen, besondere Texturen, die nicht im Massenanbau herzustellen sind. Mir geht es um Charakterisierung von Pflanzenpersönlichkeiten, von Vielfalt, Reichtum von Formen und Farben.
Welche Porzellanprodukte bemalen Sie für Augarten und weshalb haben Sie sich diese ausgesucht?
GG: Einerseits habe ich mir besondere Objekte ausgesucht, die an die barocke Tradition erinnern (Terrinen, Deckelschüsseln…). Andererseits versuche ich auf „neutralen“ Formen aufwendig
(von der Technologie als Kombination von Unterglasur und Aufglasur) meine Ideen umzusetzen.
Dabei möchte ich Wiener Themen (Geschichte, Kultur, Kunst, Wissenschaft, Politik) umsetzen. Das ist ein Prozess, an dem ich gerade arbeite.
Auf wie viele Unikate können sich Sammler freuen?
GG: Kleine, mittlere und aufwendige Gestaltungen (zuzüglich die Eivasen) vielleicht dreißig Stücke?
Was ist der Grundgedanke bei der Entwicklung Ihrer Dekore?
GG: Ich will mit der Entwicklung meiner Kreationen die Chance nutzen, auf die Wunder dieser Welt aufmerksam zu machen – schöne, exotische, faszinierende Dinge, Tiere, Pflanzen, Früchte wie mikroskopisch fragile Blumenstaubfäden, Spinnenbeine, Eidechsenhäute samt ihren phantastischen Porzellanfarben – und diese künstlerisch auf Porzellan zu gestalten.
Eine spannungsvolle Komposition ist mir wichtig.
Stehen Ihre Objekte für Augarten in einem Zusammenhang oder sind sie als Einzelteile zu betrachten?
GG: Ich hoffe, dass sich ein Zusammenhang ergibt. Die Arbeit ist ja ein Prozess, von dem ich noch nicht weiß wie er enden wird.
Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit Porzellanmanufaktur Augarten gekommen und was reizt Sie an diesem Projekt?
GG: Bei der Kontaktaufnahme im letzten Jahr sah ich mir erst mit großem Interesse die
„modernen“ Stücke der Porzellanmanufaktur Augarten an. Die Begeisterung entstand dann mit dem Prachtband „Fired by Passion. Barockes Wiener Porzellan der Manufaktur Claudius Innocentius du Paquier“. Über die Galerie Arcanum und Herrn Dr. Panzer wurde der Kontakt hergestellt. Mit dem ersten Aufenthalt in Wien wurde es immer interessanter, es gab immer schon Austausch z.B. zwischen Wien und Meißen, u.a. seit fast 300 Jahren auch der Austausch von Spezialisten. Dieser Austausch von Wissen ist sehr anschaulich in „Fired by passion“ beschrieben.
Wie lange dauert der Herstellungsprozess für die Augarten-Unikate?
GG: Bis wahrscheinlich kurz vor Ausstellungsbeginn, weil mir noch bis kurz vor Schluss
etwas einfällt. Gerade bemühe ich mich eine Porträtähnlichkeit mit Nikolaus Joseph von Jacquin (Pflanzenjäger in kaiserlichen Diensten Maria Theresias) auf das Porzellan en miniature zu bringen. Das Ganze sollte dann als Bilderrätsel in der Komposition untergebracht werden.
Den Herrn gibt es als Skulptur in Schönbrunn und er hat den „Hortus botanicus Vindobonensis“ eingerichtet. Diese botanischen Illustrationen befinden sich in der österreichischen Nationalbibliothek. Als nächstes nehme ich Freuds Couch in Angriff. Auf der liegen dann evtl. exotische Früchte. Das entsteht jedoch erst bei der Arbeit.

WIENER PORZELLANMANUFAKTUR AUGARTEN
Innovativ in Form und Stil und doch den Geist von 300 Jahren Handwerkstradition atmend… Spricht man in Österreich von Porzellan, kommt man am Namen Augarten nicht vorbei.
Die Wiener Manufaktur mit ihrer gut 300-jährigen Geschichte ist fast ein Synonym für diesen Werkstoff. Das Porzellan ist berühmt für seine zarte und anmutige Form, die Reinheit der Linien und die exquisite Ausarbeitung. Neben der vorzüglichen Handwerksarbeit, der künstlerischen Gestaltung und mit modernen technischen Hilfsmitteln vereint Augarten auf unvergleichliche Art ehrwürdige Tradition mit zeitgenössischem Kunstverständnis.
Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Manufaktur in Wien gegründet und durchlebte aktiv die verschiedenen, berühmten Kunststile vom Rokoko über den Klassizismus, das Biedermeier und das Art Déco bis zum modernen Stil der heutigen Zeit.
In der Geschichte des Unternehmens verschmelzen Tradition und zeitgenössische Kunst zu einer einzigartigen Symbiose. Mit der Gründung im Jahr 1718 genoss sie das Privileg, als einzige Manufaktur in den österreichischen Kronländern Porzellan erzeugen zu dürfen.
Die ersten Fertigungsstätten befanden sich in der Porzellangasse in Wien. Hier wurde in
akribischer Handarbeit auch das Porzellan für Kaiserin Elisabeth sowie für den gesamten
höfischen Adel Österreichs hergestellt. Porzellan aus dieser Zeit ist bis heute weltweit gesucht und unter Sammlern hoch geschätzt.
Diese Geschichte und Tradition sieht man auch den heutigen Entwürfen des Hauses Augarten an. Unter Kaiserin Maria Theresia ging die Manufaktur Augarten in kaiserlichen Besitz über. Aus dieser Zeit stammt das Markenzeichen des Augarten-Porzellans, der blaue Bindenschild, das damalige österreichische Wappen, der bis heute jedes Exemplar aus der Manufaktur auszeichnet.

Beitrag von auf 21. September 2015. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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