Winterromantik hoch drei im Tiroler Oberland

Abgelegt unter: Urlaub & Reisen,Vermischtes |


Karroesten im Winter (c) Imst Tourismus
 

Die einen checken in den Massenzentren des Alpintourismus ein, wollen volles Programm und lautes Après-Ski. Die anderen sind Genießer, die auf idyllischen Winterplätzen Ruhe suchen und Kraft aus der Natur schöpfen möchten. Letztere werden in der Ferienregion Imst fündig.

Einen genauen Blick wert sind Karres, Karrösten und Nassereith in der Ferienregion Imst für jene wert, die einen Winterurlaubsplatz fernab des Massentourismus suchen. Einen zum Runterkommen und Loslassen, klare Tiroler Bergluft atmen und Energie tanken. In den drei Orten schöpfen vor allem Winterwanderer und Langläufer, Rodler, Schneeschuh- und Skitourengeher aus dem Vollen – verfeinert mit einem Schuss unverfälschter Tiroler Kultur.

Spurensuche in Karres

An Karres vorbei führt die Via Claudia Augusta, eine der wichtigsten Römerstraßen, die einst Norditalien mit dem süddeutschen Raum verband. Im Sommer bringt sie die Radfahrer auf Achse. Wenn sich Schnee über die Landschaft legt, machen sich Winterwanderer auf der sonnigen, sechs Kilometer langen Karres-Karrösten Runde über dem Inntal auf den Weg. Die hält auch einige Entdeckungen für die Seele bereit, wie etwa die St. Stephanuskirche im Dorfzentrum von Karres oder die kleine Michaelskapelle. Sportkletterer streben im Klettergarten „Rote Wand“ auch in der kalten Jahreszeit nach Höherem.

Winterwanderer und Weber

So wie Karres liegt auch Karrösten am sonnigen Südhang des Tschirgant. Die Lage über dem Inntal hebt seine Gäste mit Tourenskiern und Schneeschuhen über das „Alltagsgrau“ hinaus. Die Karröster Alm auf dem Tschirgant ist auch das Ziel für Rodler: Von oben führt eine Naturrodelbahn in schneidigen Kurven und rasanten Gleitstücken talwärts.
Unterhalb des Ortes, der auf rund 900 Höhenmetern liegt, führen Jahrhunderte alte Pilgerwege vom Inn- ins Gurgltal vorbei: der Jakobsweg und der Jerusalemweg sind auch für Winterwanderer ein fast spirituelles Erlebnis. Zum Innehalten lädt die Königskapelle bei Brennbichl in Karrösten, die Mitte des 19. Jahrhunderts am Inn errichtet wurde, dort, wo der Sachsenkönig Friedrich August II mit seinem Pferdewagen todlich verunglückte. Auf der Suche nach traditioneller Tiroler Handwerkskunst wird man ebenso in Karrösten fündig: in der kunstgewerblichen Weberei Schatz.

Kalte Kul-Tour

Auch Nassereith am Fuße des Fernpasses und am Anfang des Gurgltals lädt zu winterlichen Kulturreisen. Naheliegend ist der malerische Nassereither See im Ort. Aber auch am zugefrorenen Fernsteinsee mit Schloss und Burg Fernstein sowie der Ruine Sigmundsburg lohnt sich eine Winterwanderung. Das Gurgltal lässt sich fast zur Gänze auf Loipen „durchschreiten“. Kleinere aber nicht minder sehenswerte Schwungeinheiten bieten die Klosterloipe (1 km), die Moosrunde (2 km) oder die Greitloipe (2,5 km). Am Jörenbichl bei Dormitz haben die Rodler ihre Hausstrecke. Am Holzleitensattel breitet sich zwischen Simmering und Grünberg ein großartiges Revier für Winterkletterer aus. www.imst.at; #JedenTagTirol
3008 Zeichen
Abdruck honorarfrei,
Belegexemplar erbeten!

Beitrag von auf 2. November 2018. Abgelegt unter Urlaub & Reisen, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste