„Zehnundeine“ Rezension – elf neue Buchbesprechungen auf literaturmarkt.info

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„Zehnundeine Nacht“ ist der Titel von Charles Lewinskys neuestem Buch und eine von elf neuen Rezensionen, die literaturmarkt.info, der literarischen Markt in Buchbesprechungen, diese Woche dem Literaturfreund präsentiert. literaturmarkt.info legt dabei großen Wert auf kritische Reflexion substantieller Beiträge. „Verrisse“ werden nicht veröffentlicht, weil Neuerscheinungen, die der Rezensent als wertlos erkennt, nicht zur Fortentwicklung des Literaturmarktes beitragen und das Interesse des Lesers verfehlen. Daneben finden Sich auf den Seiten von literaturmarkt.info aktuelle Magazinbeiträge über das Literaturgeschehen und die wöchentlichen Bestsellerlisten von „Spiegel“ und „Focus“.

Während letzte Woche die Sachbücher im Vordergrund standen, findet der Leser diese Woche auf literaturmarkt.info wieder zahlreiche belletristische Werke besprochen. Bei den neu rezensierten Romanen handelt es sich um Jürgen Ebertowski – „Hungerkralle“, Carola Nachtwind – „Die Kreutzersonate“ und Carlos Ruiz Zafón – „Das Spiel des Engels“. Als Hungerkralle wird im Berliner Volksmund das Luftbrückendenkmal bezeichnet, das am „Platz der Luftbrücke“ vor dem Flughafen Tempelhof an die von Juni 1948 bis Mai 1949 dauernde Berliner Luftbrücke mit ihren Opfern erinnern soll. Zu dieser Zeit spielt auch Jürgen Ebertowskis neuester Roman „Hungerkralle“.

Spannend wie ein Krimi, ein bisschen Glamour, stellenweise heiter – Carola Nachtwind zeigt sich in ihrem Roman äußerst vielseitig. Was am Anfang etwas verwirrend erscheint, wird durchweg und konsequent vom roten Faden der Handlung durchzogen – am Ende steht ein solider, spannend erzählter Roman. Vielleicht ist ja auch die Welt der Handlung etwas befremdlich und neu: die Konzertsäle rund um den Globus, Intrigen versus klassischer Musik … Wer meint, nach dem Erleben eines Konzertes kennt er das Business dieses Kosmos’, der irrt. Jenseits von umjubelten Auftritten und harter Probenarbeit scheint es eine ganz eigene Welt zu geben.

Nach Carlo Ruiz Zafóns Sensationsdebüt „Der Schatten des Windes“ im Jahre 2001 – die deutsche Übersetzung erschien zwei Jahre später – wurde nun sein zweiter Roman „Das Spiel des Engels“ mit höchster Spannung erwartet. Vor allem deswegen, weil in der Literaturszene ein zweiter Roman als Drahtseilakt gilt: Entweder gelingt dem Autor der endgültige Durchbruch oder er bleibt ein „One-Hit-Wonder“. Dass Zafón mit dem einstigen Überraschungserfolg „Der Schatten des Windes“, der in unzähligen Ländern wochenlang die Bestsellerlisten anführte, nicht als solches in die Geschichte eingehen muss, kann nach der Lektüre des vorliegenden Buches zweifellos fest gestellt werden.

Unter der Rubrik Erzählbände und Kurzprosa findet der Leser eine Besprechung von Charles Lewinsky – „Zehnundeine Nacht“. „Der Sultan wollte wissen, wie die Geschichte weiterging, und beschloss deshalb, Scheherazade noch einen Tag länger am Leben zu lassen.“ – so oder ähnlich verhält es sich auch in Charles Lewinskys neuem Roman „Zehnundeine Nacht“. Die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht macht Lewinsky zum Ausgangspunkt seiner Erzählung, wobei sie dort eine erhebliche Umdeutung erfahren: Aus dem romantischen Palast ist ein heruntergekommenes Hotel geworden, aus dem Sultan ein ordinärer Ganove und aus Scheherazade eine alternde Prostituierte. Nur die Grundsituation ist die gleiche geblieben: Sie erzählt um ihr Leben.

Für die Rubrik Kinder- & Jugendbücher wurden Christa Kempter – „Herr Hase und Frau Bär“, Heinz Janisch – „Auch die Götter lieben Fußball“ und Ali Mitgutsch – „Das Riesenbilderbuch“ rezensiert. Geschichten erzählen ohne Worte? Bilder sprechen lassen? Der Bilderbuchautor und Illustrator Ali Mitgutsch hat dies mit seinen „sich selbst erzählenden Bilderbüchern“ – wie er sie selbst nennt – geschafft. Sowohl bei Kindern als auch bei Eltern ist er bekannt für seine „Wimmelbilderbücher“ für Kinder, die auf jeder Doppelseite unendlich viele kleine Alltagsszenen in einem großen Bild vereinen.

Weitere neue Rezensionen findet der Leser unter den Rubriken Medien- & Gesellschaft (Claudia Kemfert – „Die andere Klimazukunft – Innovation statt Depression“) und Biographie. Vorgestellt werden unter dieser Rubrik Janet Malcolm – „Zwei Leben: Gertrude und Alice“, Thomas Blubacher – „Gibt es etwas Schöneres als Sehnsucht?“ und Sylvia Jurewitz-Freischmidt – „Krone und Schafott. Maria Stuart und Elizabeth I. Eine Doppelbiographie“.

Neben diesen Buchbesprechungen findet der Leser auf literaturmarkt.info unter Rubrik Glossen & Berichte einen Artikel, der über die Neuerscheinungen der Sparte „Historische Romane“ informiert. Passend dazu veranstaltet das Partnerportal von literaturmarkt.info, das Haus der Literatur, ein Literatur-Preisrätsel (www.haus-der-literatur.de/preisraetsel_tulpe.htm). Zu gewinnen gibt es dreimal eine Ausgabe von Jörg Kastners neuem Historienthriller „Die Tulpe des Bösen“. Der Hannoveraner Autor beschreibt darin eine dramatische Epoche der niederländischen Geschichte: die Zeit des „Tulpenfiebers“ im 17. Jahrhundert. Tipps zur Lösung für dieses Rätsel finden sich auf literaturmarkt.info.

Beitrag von auf 28. November 2008. Abgelegt unter Literatur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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