Zwei Freunde – eine Erkrankung / Am 17.05. ist Welthypertonietag: Hoher Blutdruck auch für Katzen gefährlich (FOTO)

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Zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht und Stress
gehören neben Erbanlagen zu den Hauptrisikofaktoren für Menschen, an
Bluthochdruck zu erkranken. Bleibt das Leiden unbehandelt, drohen
Herzinfarkt oder Schlaganfall. Doch nicht nur wir sind von
Bluthochdruck betroffen, auch unsere Tiere können darunter leiden.
Bei den beliebtesten Haustieren in Deutschland, den Katzen, sind vor
allem Tiere ab sieben Jahre gefährdet. Unbehandelt kann ein zu hoher
Blutdruck auch bei Stubentigern fatale Folgen für die Gesundheit
haben. Besonders gemein: Häufig sind bei Mensch und Tier keine
warnenden Anzeichen für die Erkrankung zu sehen, deshalb nennt man
die Hypertonie auch den „stillen Killer“.

Hausarzt Dr. Tobias Lange und Tierärztin Dr. Angelika Drensler
antworten in unserem Interview auf die wichtigsten Fragen zu der
Erkrankung. Dr. Lange ist Facharzt für Innere Medizin sowie
Kardiologie und betreibt eine internistische Gemeinschaftspraxis in
Pinneberg. Dr. Drensler ist Fachtierärztin für Kleintiere, leitet
eine zertifizierte katzenfreundliche Kleintierpraxis in Elmshorn und
engagiert sich u.a. für die Expertengruppe Deutsche Gruppe
Katzenmedizin.

Wer ist besonders gefährdet, an Bluthochdruck zu erkranken?

Dr. Lange: Zu den bereits vorgestellten Hauptrisikofaktoren wie
Bewegungsmangel, Übergewicht und genetischen Vorbelastungen gehört
beim Menschen auch das Alter. Während die Erkrankung bei jungen
Menschen eher selten auftritt, sind im Alter von 70 bis 80 Jahre etwa
75 % der Bevölkerung von einem zu hohen Blutdruck betroffen. Dr.
Drensler: Auch bei Katzen spielt das Alter durchaus eine Rolle.
Studien zeigen, dass mehr als jede sechste Katze im Alter von über
sieben Jahren einen zu hohen Blutdruck hat. Bei Tieren mit einer
chronischen Nierenerkrankung oder einer Krankheit der Schilddrüse ist
das Risiko sogar noch höher: Bei etwa jeder dritten Katze mit diesen
Vorerkrankungen messen wir zu hohe Blutdruckwerte.

Welche Anzeichen gibt es für Bluthochdruck?

Dr. Drensler: Leider entwickelt sich ein zu hoher Blutdruck im
Verborgenen ohne besondere Alarmsignale für den Besitzer. Die Katze
kann äußerlich vollkommen gesund erscheinen, während der zu hohe
Blutdruck innerlich bereits Schaden anrichtet.

Dr. Lange: Beim Menschen ist es ähnlich, deswegen wird die
Erkrankung ja auch häufig als der „stille Killer“ bezeichnet. Es
können jedoch auch Symptome wie beispielsweise Kopfschmerzen,
Nervosität oder innere Unruhe auftreten, die von den Patienten häufig
gar nicht sofort mit einem hohen Blutdruck in Verbindung gebracht
werden.

Warum ist ein zu hoher Blutdruck so gefährlich?

Dr. Lange: Ist der Druck auf das Gefäßsystem dauerhaft zu hoch,
werden Schlüsselorgane wie das Herz oder auch das Gehirn überlastet.
Außerdem altern die Gefäße durch die zu hohe Belastung viel schneller
und es kommt früher zu verengten Arterien, der sogenannten
Arteriosklerose. Das Risiko für Organschäden oder insbesondere einen
Schlaganfall oder Herzinfarkt nimmt damit enorm zu.

Dr. Drensler: Bei den Tieren kann ein anhaltender Bluthochdruck
ebenfalls zu schweren Organschäden führen. Eine häufige Folge bei
Katzen ist beispielsweise die Erblindung. Denn ein zu hoher Blutdruck
im Auge kann Blutungen in oder sogar die Ablösung der Netzhaut
verursachen. Beides führt zu einem vollständigen Verlust des
Sehvermögens. Aber auch bei Katzen sind Schäden an Nieren, Herz und
Gehirn zu befürchten, wenn der Bluthochdruck nicht erkannt wird.

Wie oft sollte der Blutdruck kontrolliert werden?

Dr. Lange: Spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollte jährlich eine
Blutdruckkontrolle erfolgen – so empfiehlt es die beispielsweise auch
die Deutsche Herzstiftung. Bei chronisch kranken Personen ist die
regelmäßige Kontrolle jedoch schon früher angezeigt.

Dr. Drensler: Bei Katzen sollte die Blutdruckmessung ab einem
Alter von sieben Jahren einmal jährlich in der Tierarztpraxis
erfolgen. Das ist ein einfaches, schnelles und schmerzfreies
Verfahren genauso wie beim Menschen. Eine kleine aufblasbare
Manschette wird um das Bein oder den Schwanz der Katze gelegt und der
Blutdruck kann sofort abgelesen werden. Die meisten Katzen lassen
sich die Untersuchung sehr gut gefallen und akzeptieren diese ohne
Probleme.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Bluthochdruck?

Dr. Lange: Häufig sehen wir bereits sehr gute Effekte, wenn der
Patient seinen Lebensstil anpasst. Reduzieren von Übergewicht,
Verzicht auf Rauchen und mehr Bewegung können helfen, den Blutdruck
wieder zu normalisieren. Reichen diese Maßnahmen nicht aus oder ist
der Druck sehr hoch, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung,
die den Blutdruck auf ein gesundes Maß senken.

Dr. Drensler: Falls bei einer Katze ein zu hoher Blutdruck
festgestellt wird, gibt es, je nach Ursache, wirksame
Therapiemöglichkeiten, die den Blutdruck senken und Folgekrankheiten
verhindern. Wichtig hierbei ist die individuelle Einstellung der
Medikation auf den Patienten und auch weiterhin die regelmäßige
Kontrolle des Blutdruckes.

Was wünschen Sie sich von Ihren Patienten?

Dr. Drensler: Bei dieser Erkrankung ist Vorbeugung der Schlüssel
zum Erfolg. Denn wird der Bluthochdruck früh erkannt und behandelt,
kann das Eintreten der genannten Organschäden meist verhindert
werden. Ich rate Katzenhaltern daher, die regelmäßigen
Blutdruckkontrollen bei ihrem Tier wahrzunehmen und auf ein gesundes
Gewicht bei ihrem Vierbeiner zu achten. Mit dieser denkbar einfachen
Routine kann die Lebensqualität der Katzen bis ins hohe Alter
gefördert werden.

Dr. Lange: Dem kann ich nur zustimmen. Ein gesunder Lebensstil
kann helfen, einen zu hohen Blutdruck gar nicht erst entstehen zu
lassen. Dazu gehören z. B. regelmäßige Bewegung, gesundes Gewicht,
Verzicht auf Rauchen und das Reduzieren von Stress. Und falls ein
Bluthochdruck festgestellt wird, wünsche ich mir, dass meine
Patienten die Diagnose ernst nehmen, auch wenn sie keine Symptome
bemerken. Denn dies kann Leben retten.

TIPP: Auf der Website www.blutdruckmessen-rettet-leben.de finden
Katzenhalter weitere Informationen zum Thema Bluthochdruck bei
Menschen und Katzen. Zusätzlich können sie dort aktuell die
Erstattung einer Tierarztrechnung gewinnen. Und so geht’s: Einfach
bis zum 31.08.2019 die Tierarztrechnung an
kontakt@blutdruckmessen-rettet-leben.de einsenden und mit etwas Glück
den vollen Betrag auf’s Konto zurückerhalten!

Pressekontakt:
Viviane Kurth, Pressebüro für Tiergesundheit, Vennebusch & Musch
GmbH, Am Wellinger Berg 4, 49191 Belm, E-Mail: info@vm-pr.de,
Telefon: 05406 81589110

Original-Content von: CEVA Tiergesundheit, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 15. Mai 2019. Abgelegt unter Gesundheit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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