Zwei Sprachen gegen Alzheimer?

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In den vergangenen Jahrzehnten hat sich unser Zugang zu den Fremdsprachen grundlegend verändert. Seit Beginn dieses Jahrtausends kommen bereits Erstklässler mit dem Englischen in Kontakt. Auf diese Weise kann bereits sehr früh ein zweigleisiges Sprachsystem geschaffen werden, auf welches die Kinder zurückgreifen. Eine groß angelegte Studie deutet nun darauf hin, dass diese Veränderung in der Erziehung in Zukunft zu einem effektiven Mittel gegen Alzheimer werden könnte.

Studie in Bozen

In Südtirol können Linguisten nach wie vor sprachliche Besonderheiten entdecken. So gibt es dort tausende Menschen im Alter von über 80 Jahren, die zweisprachig aufgewachsen sind. Sie beherrschen sowohl das Italienische, welches immerhin die Amtssprache in ihren Regionen darstellt, als auch das Deutsche. Damit ähnelt ihre Situation der junger Menschen auf der ganzen Welt, deren Eltern von Beginn an auf eine zweisprachige Erziehung setzen.

Aus diesem Personenkreis wurden zuletzt zahlreiche Probanden ausgewählt, welche unter einer Alzheimer-Erkrankung litten. Als die Funktion des Kurz- und Langzeitgedächtnisses getestet wurde, schnitten die zweisprachigen Personen deutlich besser ab als jene, welche nur eine Sprache in ihrem Leben fließend erlernt hatten. Dabei spielte selbst die Tatsache keine Rolle, dass die bilingualen Teilnehmer im Schnitt fünf Jahre älter waren und in ihrer Kindheit und Jugend eine geringere Schulbildung genossen hatten.

Die Sprachbildung steigt

Auf der ganzen Welt sind immer mehr Menschen dazu in der Lage, zwei, drei oder gar vier Sprachen zu sprechen. Dies ändert einerseits nichts an der Bedeutung von Dolmetschern und professionellen Übersetzern. Hier gelangen Sie zur Homepage von sprachendienst-24.de, wo diese Dienstleistungen angeboten werden. Dennoch sind immer mehr Menschen auf der Welt dazu in der Lage, in einer gemeinsamen Sprache zu kommunizieren.

Auch in Deutschland lässt sich diese Entwicklung in all ihren Stadien beobachten. So wird inzwischen in immer mehr Kindergärten Wert darauf gelegt, dass die Kinder in Kontakt mit mehreren Sprachen kommen. Sie haben dort die Möglichkeit, ihre besondere Affinität für das Erlernen neuer Wörter und Strukturen einzusetzen, das ihnen in diesem Alter zu eigen ist. So ist es sehr viel schneller möglich, Erfolge beim Erlernen einer Sprache zu erzielen, als in den späteren Jahren der Jugend. Pädagogen weisen aus diesem Grund bereits seit Jahren auf die großen Chancen hin, welche mit einem frühen Unterricht verbunden sind.

Lernen für die Gesundheit?

Nicht nur die Ergebnisse der Studie sprechen dafür, dass mehrere Sprachen gut für unsere kognitive Gesundheit sind. Darüber hinaus zeigt ein Blick ins MRT, dass das Erlernen und Sprechen mehrerer Sprachen bestimmte Bereiche in unserem Gehirn aktiviert. Auf diese Weise sind wir selbst im Alter dazu in der Lage, unseren Geist wachzuhalten und damit wohl das Risiko für klassische kognitive Erkrankungen zu reduzieren.

Dennoch bietet auch das Beherrschen mehrerer Sprachen keinen absoluten Schutz vor der Abnahme der Denkleistung im Alter. Wichtig ist darüber hinaus, immer wieder selbst auf die Fähigkeiten zurückzugreifen. Dies liegt nicht nur daran, dass diese ansonsten im Laufe der Zeit verblassen. Darüber hinaus handelt es sich um einen Weg, den Geist im Alter zu trainieren und damit hoffentlich über viele Jahre vom positiven Einfluss der Sprachen zu profitieren, der erst in den letzten Jahren intensiv von der Wissenschaft in den Blick genommen wird.

Beitrag von auf 3. Dezember 2018. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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