Lange galt das Versprechen, die Moderne und Digitalisierung würden das Leben der Menschen leichter machen. Die Realität sieht aber bei vielen Deutschen anders aus: Der Alltag wird immer stressiger, die dauerhafte Erreichbarkeit für E-Mails, Nachrichten und Co. fügt dem Gehirn zusätzlichen Stress hinzu. Auszeiten zu finden wird so immer schwieriger. Ganz unmöglich ist es aber nicht.
Der Reizüberflutung des Alltags ausweichen
Ob auf dem Arbeitsweg, am Arbeitsplatz oder sogar auf dem heimischen Sofa mit Handy und Tablet: Nahezu rund um die Uhr wird das menschliche Gehirn heutzutage mit einer ganzen Vielfalt an Reizen überflutet. Sich dabei wirklich zu entspannen, ist gar nicht so einfach. Der Blick in die Natur kann aber als bewusster Gegenpol dienen. Sich mehrere Stunden von Bildschirmen zu trennen und das Smartphone bewusst in der Schublade zu lassen, hilft vielen Menschen schon sich abzukapseln und neue Energie zu tanken.
Pflanzliche Präparate sind eine weitere Möglichkeit. Die werden schon seit Jahrhunderten in unterschiedlichen Kulturen für verschiedene Benefits eingesetzt. Nicht alle davon gelten heute noch als wissenschaftlich bestätigt, trotzdem ist ebenso bewiesen, dass in vielen Pflanzen und pflanzlichen Mitteln durchaus wohltuende Effekte schlummern. Der direkte Kontakt mit der Natur, in welcher Form auch immer, hilft außerdem zu entschleunigen und schafft bei vielen Menschen eine höhere und bewusstere Achtsamkeit. Was zuletzt immer häufiger in den Fokus rückte, sind Produkte aus Cannabidiol.
Was ist CBD überhaupt?
CBD steht kurz für Cannabidiol, was wiederum ein natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze ist. Anders als beispielsweise THC, hat CBD aber keine berauschende Wirkung, verursacht also auch keinen High. Die fehlende psychoaktive Wirkung grenzt CBD einerseits direkt von THC ab, andererseits sind CBD-Produkte aus diesem Grund in Deutschland auch legal verfügbar. Reine CBD Blüten können zwar ebenfalls THC enthalten, aber nur in einer so geringen und vom Gesetzgeber zugelassenen Menge, dass die fertigen Produkte keine psychoaktive Wirkung entfalten.
Nutzer verbinden CBD zum Beispiel mit persönlichen und individuell gestalteten Entspannungsritualen und bewussten Pausen. Häufig werden CBD-Produkte am Abend oder in anderen ruhigen Momenten eingesetzt. Weil Cannabidiol als Stoff selbst zwar nicht neu ist, seine kommerzielle und weitläufige Anwendung hingegen schon, gilt die Studienlage dahingehend eher als überschaubar. Kürzlich kam eine Studie zu dem Schluss, dass CBD dabei helfen könnte, das Verlangen nach Alkohol zu reduzieren. Weitere wissenschaftliche Bestätigungen stehen aber noch aus.
Ruhezeiten fest einplanen
Einige Menschen versprechen sich von CBD zudem einen besseren und erholsameren Schlaf oder nutzen es als Mittel gegen Nervosität und Angstzustände. Aufgrund der dünnen wissenschaftlichen Lage ist aber nicht hinlänglich gesichert, ob diese Effekte tatsächlich und verlässlich auftreten. Andere Studien wiesen kürzlich beispielsweise auch darauf hin, dass speziell bei CBD-haltigen Lebensmitteln auf die Leberwerte zu achten ist.
Ob mit oder ohne CBD, inmitten der Natur oder im Großstadtdschungel: Ruhezeiten mögen schwierig zu finden sein, das macht es aber nur umso notwendiger, diese fest einzuplanen. Manchmal sind es die kleinen Momente, die wieder neue Kraft spenden, manchmal sind aber auch ein längerer Urlaub oder zumindest eine eintägige Wellness-Session notwendig.