Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen jetzt stärken / BPtK und BKJPP veröffentlichen Gemeinsames Positionspapier

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e.V. (BKJPP) haben sich heute mit Vorschlägen an die Politik gewandt, um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Der Bedarf junger Menschen an psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlung wächst. Aber es gibt zu wenig spezifische Behandlungskapazitäten. Kinder und Jugendliche müssen in der Folge durchschnittlich 28 Wochen auf einen Therapieplatz warten. Besonders schwierig ist die Situation auf dem Land.

„Diese Unterversorgung junger Menschen ist ein strukturelles Problem“, sagt BPtK-Präsidentin Dr. Andrea Benecke. „Jeder Tag, den erkrankte Kinder und Jugendliche auf Hilfe warten müssen, ist einer zu viel. Psychische Erkrankungen verschlimmern und chronifizieren sich, Teilhabe und Bildungschancen geraten in Gefahr, Familien an ihre Grenzen. Nötig ist deshalb eine gezielte Verbesserung der Versorgung“, so Benecke.

„Unser Ziel muss es sein, schnelle Hilfe, frühzeitige Unterstützung und eine stärkere Kooperation aller Beteiligten zu ermöglichen“, äußert BPtK-Vorstandsmitglied Cornelia Metge, niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin im ländlichen Raum. „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf psychische Gesundheit. Sie müssen sich in einer vulnerablen Lebensphase auf rasche und wohnortnahe Hilfe verlassen können. Dafür stehen Politik, Heilberufe, Sozialverbände, Krankenkassen und Bildungseinrichtungen gemeinsam in Verantwortung“, so Metge.

Wir, der BKJPP als Vertreter der ärztlichen Psychotherapie für Kinder und Jugendliche in der vertragsärztlichen Versorgung, sehen einen unvermindert hohen Bedarf an ambulanter psychotherapeutischer Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Ein besonderes Anliegen für uns ist auch die Sicherstellung der Versorgung schwer kranker Kinder und Jugendlicher. Dafür und für die allgemeine Versorgung bedarf es einer sicheren Bedarfsplanung besonders für die ländlichen Regionen, um stabile und am Bedarf orientierte Versorgungsnetze aufzubauen.

Die Vorschläge von BPtK und BKJPP umfassen drei Säulen: die Stärkung einer alltagsnahen Prävention für Heranwachsende, die Einführung einer gezielten separaten Bedarfsplanung für die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen und die Stärkung der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung. Die Forderungen können im Einzelnen im Positionspapier „Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen jetzt stärken“ (https://api.bptk.de/uploads/20260422_B_Pt_K_Positionspapier_Psychische_Gesundheit_Ki_Jug_8b9e15c13e.pdf) nachgelesen werden.

Links:

– Positionspapier Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen jetzt stärken (https://api.bptk.de/uploads/20260422_B_Pt_K_Positionspapier_Psychische_Gesundheit_Ki_Jug_8b9e15c13e.pdf)
– Erklärfilm Separate Bedarfsplanung für die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen (https://api.bptk.de/uploads/26_03_16_Bp_TK_Psyche_Kinder_Final_720p_b0bbb35600.mp4)
– Q&A: Psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen besser helfen: Warum wir einen separaten Bedarfsplan für junge Menschen brauchen (http://api.bptk.de/uploads/20250117_Q_and_A_Bedarfsplanung_KJP_ecd8fbcc72.pdf)

Pressekontakt:

BPtK: Dr. Andrea Benecke, Präsidentin
Telefon: 030 278 785 – 21
E-Mail: presse@bptk.de

BKJPP: Dr. Gundolf Berg, Vorsitzender
Telefon: 06131 – 69 38 07 0
E-Mail: mail@bkjpp.de

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