Ein Schlafsofa wird fast immer nach dem Foto gekauft. Auf dem Bild ist es ausgeklappt, die Fläche wirkt eben, der Bezug liegt glatt. Was das Foto nicht zeigt, ist die Stelle, an der die Fläche entsteht: Bei vielen Bauarten wird sie aus zwei oder drei Polsterteilen zusammengesetzt, die im Alltag als Sitz und als Rücken arbeiten und nachts nebeneinander liegen. Genau dort verläuft die Kante, über die abends niemand spricht und morgens jeder.Für gelegentliche Übernachtungen ist das kein Thema. Ein Gast schläft zwei Nächte im Jahr, und die Stelle in der Mitte ist eine Randnotiz. Anders wird es, wenn dasselbe Möbel jeden Abend ausgeklappt wird — in der Einzimmerwohnung, im Homeoffice, das nachts Schlafzimmer ist, oder im Zimmer, in dem ein Erwachsener dauerhaft schläft. Dann entscheidet diese eine Kante darüber, ob das Möbel nach einem halben Jahr noch benutzt wird.Deshalb lohnt es sich, beim Vergleich nicht zuerst auf den Bezug zu schauen, sondern auf die Beschreibung der Liegefläche. Die Formulierung, auf die es ankommt, lautet „durchgehende Liegefläche“: Das Möbel klappt dann nicht in Segmente auf, sondern gibt eine Fläche frei, über die eine Matratze in einem Stück läuft. Ob das der Fall ist, steht in der Beschreibung — auf dem Produktfoto ist es nicht zu erkennen, und in der Filiale merkt man es im Sitzen ebenfalls nicht.Der zweite Punkt, der sich schlecht fotografieren lässt, ist die Höhe der Liegefläche über dem Boden. Bei Modellen mit Bettkasten liegt sie höher als bei einem klassischen Klappsofa, weil unter der Fläche ein geschlossener Stauraum sitzt. Für den täglichen Gebrauch ist das eher ein Vorteil: Aufstehen fällt leichter, und die Bettwäsche liegt dort, wo sie gebraucht wird, statt im Schrank im Nebenzimmer.Drittens die Breite. Ein Schlafsofa für eine Person und eines für zwei unterscheiden sich nicht nur im Maß, sondern in der Rolle im Raum: Das schmale Modell bleibt tagsüber ein Sitzmöbel, das breite wird schnell zum Hauptmöbel des Zimmers. Im Katalog von Stilwohn reicht die Spanne von 80 bis 180 Zentimetern, und innerhalb einer Modellfamilie ändert die Breite weder die Bauart noch die Optik.Wer diese drei Angaben — durchgehende Fläche, Bettkasten, Breite — vor dem Kauf nebeneinander legt, trifft die Entscheidung anhand dessen, was das Möbel nachts leistet, und nicht anhand dessen, was auf dem Foto am besten aussieht. Alles Weitere, vom Bezugsstoff bis zur Farbe, lässt sich später ändern; die Bauart der Liegefläche nicht.Die Kategorie umfasst derzeit 167 Modelle mit Bettkasten und Matratze in Breiten von 80 bis 180 Zentimetern; die Übersicht steht unter Schlafsofas mit durchgehender Liegefläche.