15. Europäischer Depressionstag / „Stigmatisierung entgegenwirken, sprechende Medizin fördern“

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„Einfach nur traurig – oder depressiv?“ Diese Frage
ist für viele Menschen nicht einfach zu beantworten. Hinzu kommt,
dass manche Betroffene aus Angst vor Stigmatisierung erste Anzeichen
einer Depression ignorieren. „Wir müssen diesen Menschen die Angst
vor einem Arztbesuch nehmen und gesellschaftlicher Stigmatisierung
entgegentreten“, sagte Dr. Ulrich Clever, Präsident der
Landesärztekammer Baden-Württemberg und Vorstandsbeauftragter der
Bundesärztekammer für ärztliche Psychotherapie, vor dem 15.
Europäischen Depressionstag am 1. Oktober. Der Tag steht in diesem
Jahr unter dem Motto „Depression und Vorurteile“. „Depressionen
lassen sich meist erfolgreich behandeln. Voraussetzung ist aber, dass
den Betroffenen die Angst vor einem Arztbesuch genommen wird, sagte
Clever.

Patienten sowie ihr soziales Umfeld müssten wissen, dass eine
Depression genau wie eine körperliche Erkrankung keine Frage von
Schuld ist. „Aufklärungsarbeit ist wichtig. Ebenso wichtig ist es,
dass die notwendigen Versorgungsangebote zur Verfügung stehen, wenn
sich Betroffene für professionelle Unterstützung entscheiden“, sagte
Clever. Die Politik sollte deshalb den Ausbau der sprechenden Medizin
durch Haus- und Fachärzte nicht nur fordern, sondern auch fördern.
„Die meisten psychischen Erkrankungen sind gut behandelbar – aber sie
müssen auch behandelt werden. Andernfalls drohen Chronifizierungen
und schwere Verläufe.“

In ihren Patienteninformationen gibt die Bundesärztekammer
nützliche Hinweise für Patienten und Angehörige zum Umgang mit
Depressionen. Nachfolgende Broschüren stehen zum kostenlosen Download
bereit:

-„Depression“: www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/dow
nloads/pdf-Ordner/Patienteninformationen/Depression.pdf

-„Depression – Angehörige und Freunde“: www.bundesaerztekammer.de/
fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Patienteninformationen/
Depression_Angehoerige.pdf

-„Depression – Schwangerschaft und Geburt“: www.bundesaerztekammer
.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Patienteninformatio
nen/depression-schwangerschaft.pdf

Pressekontakt:
Bundesärztekammer
Stabsbereich Politik und Kommunikation
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin
Tel. 030-400456700
Fax. 030-400456707
presse@baek.de
www.baek.de

Original-Content von: Bundesärztekammer, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 29. September 2018. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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