Köln/Wiesbaden, 20. Mai 2026 – Die BKK Linde und die FPZ GmbH haben einen Kooperationsvertrag über die FPZ NeuroTherapie geschlossen. Ab dem 1. Mai 2026 können Versicherte der BKK Linde mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Demenz, Alzheimer oder Multipler Sklerose an einem spezialisierten Therapieprogramm teilnehmen, das gezieltes Krafttraining mit motorisch-kognitiven Elementen der SKILLCOURT-Technologie verbindet. Ziel ist es, die körperliche Stabilität zu verbessern, das Sturzrisiko zu reduzieren und damit mehr Selbständigkeit im Alltag zu schaffen.
Mit der neuen Vereinbarung baut die BKK Linde ihre Zusammenarbeit mit der FPZ GmbH konsequent aus. Bereits bei anderen Indikationen setzt die Krankenkasse auf strukturierte Trainingstherapie, etwa bei Rückenschmerzen, Arthrose, Osteoporose und Krebs.
„Wir möchten unsere Versicherten auch bei neurodegenerativen Erkrankungen mit einer aktiven Therapie unterstützen, die wieder mehr Kontrolle über das eigene Leben gibt und nachhaltig wirkt. Die Kombination aus gezieltem Krafttraining und motorisch-kognitiven Elementen passt sehr gut zu unserem Anspruch, wirksame und alltagsnahe Versorgung zu ermöglichen. Dass wir mit der FPZ GmbH bereits in weiteren Indikationen erfolgreich zusammenarbeiten, hat unsere Entscheidung zusätzlich bestärkt“, sagt Peter Raab, Vorstand der BKK Linde.
Die FPZ NeuroTherapie richtet sich an Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Demenz, Alzheimer und Multipler Sklerose. Obwohl sich diese Krankheitsbilder in ihren Ursachen unterscheiden, gehen sie häufig mit ähnlichen funktionellen Einschränkungen einher: Muskelabbau und Kraftverlust, Gang- und Gleichgewichtsstörungen, erhöhte Sturzgefahr, reduzierte Belastbarkeit sowie kognitive Beeinträchtigungen. Auch Fatigue, Unsicherheit im Alltag und ein Rückgang von Aktivität und Teilhabe sind häufige Folgen.
Genau diese Einschränkung adressiert das Therapieprogramm: in 32 Therapieeinheiten werden gezielt Kraft, Gleichgewicht, Koordination, Ausdauer sowie kognitive und feinmotorische Fähigkeiten trainiert. Damit greift das Konzept einen Ansatz auf, der in der Gesundheitsversorgung zunehmend an Bedeutung gewinnt: Kraft- und Bewegungstraining als wirksamer Bestandteil einer nachhaltigen Therapie.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Versorgungserfahrungen zeigen seit Jahren, dass körperliches Training bei unterschiedlichen Erkrankungen positive Effekte auf Funktion, Belastbarkeit, Selbstständigkeit und Lebensqualität haben kann. Gerade die Muskulatur übernimmt dabei eine zentrale Rolle, weil sie nicht nur Bewegung ermöglicht, sondern wichtige Prozesse im Körper positiv beeinflusst.
Ein zentrales Element der FPZ NeuroTherapie ist auch das motorisch-kognitive Training mit dem SKILLCOURT. Er ermöglicht es, Bewegungsaufgaben mit kognitiven Anforderungen zu verbinden und damit genau jene Fähigkeiten zu trainieren, die im Alltag oft gleichzeitig gefordert sind, etwa Orientierung, Reaktion, Koordination und Handlungssicherheit.
„Gerade bei neurodegenerativen Erkrankungen ist es entscheidend, Motorik und Kognition nicht getrennt zu betrachten. Viele Herausforderungen im Alltag entstehen genau im Zusammenspiel dieser Fähigkeiten. Mit unserer Technologie können therapeutische Übungen so gestaltet werden, dass Bewegung, Koordination und kognitive Leistung gemeinsam gefördert werden. Wir begrüßen es sehr, dass die BKK Linde ihren Versicherten diesen innovativen Therapieansatz nun zugänglich macht“, sagt Christian Hasler, Geschäftsführer und Mitgründer von SKILLCOURT.
Mit dem neuen Vertrag unterstreicht die BKK Linde ihren Anspruch, Versicherten auch bei komplexen chronischen Erkrankungen moderne und strukturierte Therapieangebote bereitzustellen. Zugleich zeigt die Kooperation, dass aktivierende Versorgungskonzepte auch in Zeiten eines wirtschaftlich angespannten Gesundheitssystems dann relevant sind, wenn sie auf langfristige Stabilisierung, mehr Selbstständigkeit und die Vermeidung von Folgerisiken ausgerichtet sind.