Auch bei verschreibungsfreien Arzneimitteln ist fachkundige Beratung wichtig

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Wer sich erkältet, nimmt häufig als erstes verschreibungsfreie
Arzneimittel wie Schmerzmittel oder Hustenlöser ein. Diese
Selbstmedikation ist in vielen Fällen auch sinnvoll, aber man sollte
sich fachkundig beraten lassen. „Gehen Sie in die Apotheke, schildern
Sie Ihre Beschwerden und fragen Sie nach geeigneten
Behandlungsmethoden“, empfiehlt Anja Klauke, Expertin für
Selbstmedikation beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
(BPI). „Sagen Sie außerdem unbedingt Bescheid, wenn Sie bereits zu
Hause vorhandene Arzneimittel eingenommen haben, zum Beispiel
fiebersenkende Präparate. Der Apotheker wird dann bei seiner
Empfehlung darauf achten, dass Sie Wirkstoffe wie etwa Paracetamol,
ASS oder Ibuprofen nicht mehrfach und damit in zu hoher Dosis
einnehmen oder falsch kombinieren. Je besser der Pharmazeut über Ihre
aktuelle Gesundheitssituation informiert ist, desto individueller
kann er Sie beraten. Und wenn Sie die verschreibungsfreien Mittel
entsprechend korrekt einnehmen, werden sie auch schnell zur Linderung
der Beschwerden beitragen. Wichtige Informationen rund um ihr
Medikament finden Sie ergänzend natürlich auch in der
Packungsbeilage“, sagt Anja Klauke.

Medikamente sind zu Recht keine Konsumgüter, die man mal eben im
Vorbeigehen aus dem Supermarktregal nimmt und zur Kasse trägt. Es
sind vielmehr komplexe Produkte mit einem Nutzen-Risiko-Profil, die
erklärungsbedürftig sind. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten
wie zum Beispiel Antibiotika ist es allein der Arzt, der sie auf
Basis seiner Diagnose verordnen kann. Die Einnahme solcher
Arzneimittel muss streng überwacht und bei starken Neben- oder
Wechselwirkungen möglicherweise abgebrochen werden. Bei den
verschreibungsfreien Medikamenten ist die Situation etwas anders. Für
die Selbstmedikation stehen nur Wirkstoffe zur Verfügung, für die
schon jahrelange Erfahrungen vorliegen und die über ein
ausgezeichnetes Nutzen-Risiko-Profil verfügen. Deshalb kann man sie
auch ohne ärztliche Verordnung in der Apotheke erwerben. Dort werden
diese sogenannten OTC-Arzneimittel aber nicht ohne Grund „Over The
Counter“, also „über den Apothekenverkaufstisch“ abgegeben. Dahinter
steht der Apotheker, der uns Laien mit seinem pharmazeutischen Wissen
berät: „Nicht alle verschreibungsfreien Arzneimittel sind für jeden
Patienten gleichermaßen gut geeignet“, erklärt Anja Klauke. „Wer zum
Beispiel zur Thromboseprävention bereits regelmäßig
verschreibungspflichtige Blutverdünner einnimmt, darf auf keinen Fall
zusätzlich noch blutverdünnendes ASS einnehmen, das in gängigen
verschreibungsfreien Schmerztabletten enthalten sein kann. Es ist
deshalb auch bei OTC-Arzneimitteln unerlässlich, dass uns der
Apotheker beratend und gegebenenfalls auch abratend zur Seite steht.“

O-Töne der BPI-Expertin Anja Klauke finden Sie unter:
http://www.bpi.de/home/nachrichten/bpi-ratgeber/.

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine
Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie
können keinen Arztbesuch ersetzen.

Pressekontakt:
Andreas Aumann, Tel. 030/27909-123, aaumann@bpi.de

Beitrag von auf 6. August 2015. Abgelegt unter Gesundheit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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