Case Management nach Schlaganfall / Zukunftsmodell Schlaganfall-Lotsen (FOTO)

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Schlaganfall-Patienten sollen in Deutschland nach dem
Klinikaufenthalt künftig besser versorgt werden. Fachleute aus ganz
Deutschland berieten darüber am Mittwoch in Dresden mit Vertretern
von Krankenkassen und Rentensicherungen. Die Stiftung Deutsche
Schlaganfall-Hilfe möchte bundesweit so genannte Schlaganfall-Lotsen
etablieren.

Mit 270.000 Betroffenen jährlich ist der Schlaganfall eine der
großen Volkskrankheiten. Akut und in der Rehabilitation sind
Schlaganfall-Patienten gut versorgt. Doch in der häuslichen Nachsorge
gehen viele Effekte verloren. Patienten sind oft überfordert, sie
scheitern an den Hürden unseres Gesundheitssystems und benötigen
dringend Beratung und Begleitung. Was ihnen fehlt, ist eine
sektorenübergreifende Organisation ihrer Behandlung mit einem festen
Ansprechpartner. Hausärzte sind mit dieser Aufgabe in der Regel
zeitlich überfordert.

Schlaganfall-Lotsen sind wirksam

Ein so genanntes Case Management mit einem Schlaganfall-Lotsen
nach dem Modell der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe könnte die
Lösung sein. Der Lotse begleitet und berät die Patienten, bis sie in
der Lage sind, ihre weitere Versorgung selbst zu organisieren. Die
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat ein Projekt mit
Schlaganfall-Lotsen in ihrer Heimatregion Ostwestfalen-Lippe
erfolgreich durchgeführt. Nun soll durch ein Folgeprojekt, von dem
deutlich mehr Patienten profitieren werden, der positive Effekt der
Lotsen-Betreuung wissenschaftlich nachgewiesen werden.

In den vergangenen Jahren sind in Deutschland verschiedene
regionale Projekte mit ähnlichen Ansätzen entstanden. Auf der
Dresdener Tagung präsentierten sie ihre Ergebnisse. In Ostsachsen
konnte bereits nachgewiesen werden, wie wirksam die Begleitung durch
einen Lotsen sein kann. Seit 2011 läuft in Dresden ein
Lotsenprogramm. Eine erste Evaluation zeigte, dass die so betreuten
Patienten weniger wiederholte Schlaganfälle erleiden und eine höhere
Lebensqualität haben.

Voll auf Linie von Politik und Kostenträgern

Wie sehr die Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die regionalen
Akteure mit ihren Projekten auch politisch auf Linie liegen, zeigt
der von der Bundesregierung aufgelegte Innnovationsfonds. Die
Bundesregierung will damit neue Versorgungsformen fördern. Ziel ist
insbesondere die Verbesserung der sektorenübergreifenden Versorgung
in Deutschland. Auch Vertreter von Krankenkassen und
Rentenversicherungen machten deutlich, dass sie Case Management für
ein zukunftsweisendes Modell halten. Ziel der Stiftung Deutsche
Schlaganfall-Hilfe ist es, dass mittelfristig allen
Schlaganfall-Patienten in Deutschland ein Lotse zur Seite stehen kann
und Kostenträger das Lotsen-Programm in ihren Leistungskatalog
aufnehmen.

Schlaganfall-Hilfe ist zuversichtlich

Dr. Michael Brinkmeier nahm viele positive Signale auf. “Ich sehe
uns auf dem richtigen Weg, das bestätigen uns alle Beteiligten”,
bilanzierte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche
Schlaganfall-Hilfe. “Unser Netzwerk wird immer größer. Gemeinsam
werden wir in den kommenden Jahren immer mehr Nachweise liefern. Ich
kann ich mir nicht vorstellen, dass man an diesem Versorgungsmodell
noch vorbeikommt”.

Pressekontakt:
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Mario Leisle
Pressesprecher
Telefon: 05241 9770-12
E-Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de
Internet: schlaganfall-hilfe.de

Original-Content von: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 27. Oktober 2016. Abgelegt unter Gesundheit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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