
Derzeit tritt Fischer als Conferencier in der „Cabaret“-Inszenierung des Hamburger St. Pauli-Theaters auf und ist froh, dass er 35 Jahre später schließlich doch noch zugesagt hat. Es sei eine Traumrolle für ihn, auch wenn er nicht glaube, dass die Figur völlig zu enträtseln ist: „Man weiß nie, ist er nun für die Nazis oder ist er dagegen? Er lässt sich politisch nicht vereinnahmen, er windet sich wie eine Schlange.“ Gleichzeitig verkörpere er die Sünde und das Exzentrische, also „alles, was den Nazis überhaupt nicht gefallen hat“.
Das Stück, bekannt aus der Verfilmung mit Liza Minelli, erzählt vom verrufenen Berliner Kit-Kat-Club in den letzten Tagen der Weimarer Republik. „Wenn man es heute aufführt“, so Fischer, „spielt sicher auch das Vorausschauende eine Rolle: Lasst uns aufpassen, dass uns die politische Situation nicht wieder so entgleitet. Wie kann es sein, dass nach allem, was wir über die Vergangenheit wissen, das Land wieder in so eine Richtung tendiert?“
„Cabaret“ mit Tim Fischer gastiert vom 30. Juli bis zum 4. August in der Kölner Philharmonie.
Link zum Interview: www.ksta.de/819598
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