„Christoph 77“ fliegt nun auch in der Dämmerung (FOTO)

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– ADAC Luftrettung am Klinikum Mainz bis 22 Uhr im Einsatz
– Spezielle Nachtsichtbrillen/Probebetrieb bis 2022
– Mehr Sicherheit durch neues Besatzungskonzept

Die Menschen in Rheinland-Pfalz können in medizinischen Notfällen
jetzt noch besser versorgt werden. Grund: Das rheinland-pfälzische
Innenministerium hat als Träger des luftgestützten Rettungsdienstes
eine sogenannte Randzeitenausweitung für den am Klinikum der
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz stationierten
Rettungshubschrauber beschlossen. Diese ermöglicht der gemeinnützigen
ADAC Luftrettung ab sofort auch Einsätze bis 22 Uhr. Bisher konnte
„Christoph 77“, einer der modernsten Intensivtransport- und
Rettungshubschrauber (ITH), frühestens ab 7 Uhr bis Sonnenuntergang
alarmiert werden.

„Unsere Helikopter haben die Technik und unsere Piloten das
Know-how, um Menschen in Notfallsituationen auch in den Abendstunden
mit lebensrettender Hilfe aus der Luft zu versorgen“, erklärt
Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH. Er
begrüßt im Sinne der Patienten die Entscheidung des Innenministeriums
sehr, die Betriebszeiten zu verlängern. „Damit verbessert sich,
unabhängig von Wohnort und Uhrzeit, die notfallmedizinische
Versorgung in der Region deutlich“, betont er. Bisher werden
Rettungshubschrauber in den meisten Städten und Gemeinden nur von
Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingesetzt. Wer davor oder danach
in Lebensgefahr ist, dem kann aus der Luft nicht geholfen werden.

Die ADAC Luftrettung blickt bereits auf lange Erfahrung im
Nachtflug zurück und fliegt in Sande, Senftenberg und Münster im
24-Stunden-Betrieb. Technisch möglich werden die Rettungsflüge in der
Dämmerung auch durch spezielle Nachtsichtbrillen. Die rund 11.000
Euro teuren Brillen sind Teil eines hochmodernen
„Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt. Es ermöglicht den
Piloten auch bei minimalen Lichtverhältnissen zu starten und zu
landen.

Für mehr Sicherheit für Crew und Patient bei Flügen in den
Abendstunden geht die ADAC Luftrettung in Mainz mit einem bundesweit
bisher einmaligen Besatzungskonzept an den Start. Im Gegensatz zu
Einsätzen bei Tag besteht die Crew in Mainz in der Dämmerung aus vier
statt drei Mitgliedern. Neben Pilot, Notarzt und Notfallsanitäter (TC
HEMS) ist nach Sonnenuntergang zusätzlich ein auf Nachtflüge
spezialisierter Notfallsanitäter (TC NVIS) mit an Bord.

Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Einsätze von „Christoph 77“
bei 1336. Mit der Randzeitenausweitung kann unter anderem auf die
deutlich gestiegene Zahl an sogenannten Sekundäreinsätzen reagiert
werden. Als solche werden Verlegungsflüge von Klinik zu Klinik
bezeichnet. Luftrettungseinsätze sind jetzt im Sommerhalbjahr (von
April bis September) von 6 bis 22 Uhr möglich, im Winterhalbjahr von
7 bis 22 Uhr.

Die in Mainz stationierte H145 ist die leiseste ihrer
Leistungsklasse und technisch bestens für Flüge in der Dämmerung
geeignet. Mit zwei Turbinen ist sie auf lange Flugstrecken ausgelegt
und kann so ideal für intensivmedizinische Verlegungsflüge genutzt
werden. Die Maschine eignet sich so auch bestens für
Inkubatortransporte schwer erkrankter Früh- und Neugeborener sowie
für ECMO-Transporte schwer lungenkranker Patienten. Kürzlich
absolvierte die Station in Mainz den 25.000 Luftrettungseinsatz in
der Region. Die Ärzte stellt die Universitätsmedizin. Koordiniert
werden die Einsätze von der Regionalleitstelle Mainz und der
Zentralen Koordinierungsstelle Rheinland-Pfalz.

Die gemeinnützige ADAC Luftrettung mit Sitz in München ist Ende
März den 1.000.000. Einsatz seit 1970 geflogen – eine im
Rettungsdienst aus der Luft bisher unerreichte Zahl. Allein auf
Rheinland-Pfalz entfielen rund 114.000 Einsätze. Bundesweit arbeiten
für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC
Stiftung ist, mehr als 1000 Menschen – darunter rund 160 Piloten,
etwa 260 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte. In der
Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf
Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit 50 Rettungshubschraubern und 36 Stationen ist die
gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten
Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber
gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die
Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall
für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit
und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH.
Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je
schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert wird
oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine
Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC
Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

Diese Presseinformation sowie Fotos finden Sie online unter
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Pressekontakt:
Jochen Oesterle
i.A. ADAC Luftrettung gGmbH
T +49 89 76 76 34 74
medien@adac.de
www.presse.adac.de

Original-Content von: ADAC SE, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 4. Juni 2019. Abgelegt unter Gesundheit, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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