Erektile Dysfunktion – kein Tabuthema mehr

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Auch durch die Stellungnahme des brasilianischen Fußballstars Pélé wird immer mehr Menschen klar, das Erektile Dysfunktion eine Krankheit ist, über die man reden kann. Viel zu lange wurden Erektionsstörungen totgeschwiegen, tabuisiert und Betroffene belächelt.

Wenn man bedenkt, dass einer Erektilen Dysfunktion eine ernsthafte Erkrankung zu Grund liegen kann, ist das genau die falsche gesellschaftliche Stimmung. Denn ein unentdeckter Diabetes mellitus kann für Erkrankte lebensgefährlich sein. Wenn sich Betroffene schämen zum Arzt zu gehen, weil sie die unbegründete Sorge haben, von diesem als „unmännlich“ belächelt zu werden, dann können auch Herzerkrankungen unentdeckt bleiben.

Oft psychische Ursachen für Erektionsstörungen

Vor allem unter jungen Betroffenen sind es aber in den meisten Fällen keine körperlichen Ursachen die für die Erektionsstörung verantwortlich sind. Oft handelt es sich bei dieser Betroffenengruppe nicht um eine Erektile Dysfunktion. Von diesem Krankheitsbild sprechen Mediziner erst, wenn die Erektionsstörungen in mindestens 70% der Fälle über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr auftreten.

In der Regel fühlen sich junge Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, unter einem großen Leistungsdruck. Sie bekommen gesellschaftlich oder durch Pornographie vorgegaukelt, dass es beim Sex für den Mann vor allem auf Leistung ankommt.

Hier können nur die verschiedenen Institutionen, Elternhäuser, Schulen oder zivilgesellschaftliche Akteure gegenwirken. Jugendlichen muss vermittelt werden, dass es sich bei Sex nicht um Leistungssport handelt, sondern um den gemeinsamen Spaß zu zweit. Wenn sich diese Mentalität durchsetzt, werden auch weniger Jungen unter Erektionsstörungen leiden und ein gesünderes Verhältnis zu ihrer Sexualität entwickeln.

Wenn es zu Erektionsstörungen kommt muss allen Akteuren bewusst sein, dass auch ohne Penetration die Zeit zu zweit wunderschön sein kann. Hierdurch sind Männer auch nicht weniger männlich. Denn schließlich sind Männer Männer und keine allzeit bereiten Maschinen. Das offene Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner ist das beste Mittel gegen Erektionsstörungen. Trotzdem sollte ein Arzt aufgesucht werden, um Erkrankungen ausschließen zu können.

Auch allgemeiner Stress im Leben kann zu Erektiler Dysfunktion führen. Wer am Arbeitsplatz oder privat immer unter Strom steht ist durch seinen Alltag so erschöpft, dass es zu Erektionsstörungen kommt. Wenn Stress der Auslöser ist, sollte ein Urlaub ein Gegenmittel sein. Wenn sich der Stress zu einer psychischen Erkrankung ausgeweitet hat, hilft der Psychotherapeut weiter.

Wenn es nicht an der Psyche liegt

Wenn körperliche Ursachen verantwortlich sind, kann dem mit Potenzmitteln abgeholfen werden. Bevor ein Mann aber Kamagra kauft, sollte er dies mit seinem Arzt absprechend. Die Medikamente wirken auf den Blutkreislauf und auf Blutgefäße. Daher kann es zu Neben- und Wechselwirkungen mit Herzerkrankungen oder Medikamenten kommen.

Damit ausgeschlossen werden kann, sollten Betroffene aller Altersgruppen sich auf andere Erkrankungen testen lassen. Es kann sich beispielsweise um den schon erwähnten Diabetes Mellitus handeln, um eine Herzerkrankung, Bluthochdruck oder hormonelle Störungen. All diese Erkrankungen werden wahrscheinlicher, je älter die Betroffenen sind, je weniger Sport sie treiben und auch Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Erektile Dysfunktion. Leider ist es durch die sich wandelnde Arbeitswelt immer wahrscheinlicher, dass Menschen sich zu wenig bewegen. Hierunter leidet der gesamte Organismus. Dazu gehört bei Männern auch die Erektion.

Beitrag von auf 24. März 2020. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Antworten geschlossen, Trackback ist möglich.



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