Expertentipp: Berufsunfähig – und jetzt? Besser privat vorsorgen

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Unfall, Krankheit, Burnout – manchmal kann sich das Leben von einem Moment auf den anderen komplett verändern. Und damit auch die Fähigkeit, den eigenen Beruf auszuüben. Viele Betroffene verlassen sich darauf, dass das staatliche Sicherheitsnetz sie im Ernstfall auffangen wird. Ob das wirklich so ist und wie man eventuelle Versorgungslücken privat schließen kann, erklären die CosmosDirekt-Experten für Berufsunfähigkeit.

Statistisch gesehen verliert jeder Vierte in Deutschland im Laufe seines Arbeitslebens mindestens einmal die Fähigkeit, den eigenen Beruf auszuüben – entweder vorübergehend oder auch dauerhaft.[1] Und da reicht unter Umständen schon ein Spaziergang im Wald, denn eine durch einen Zeckenbiss übertragene Borreliose-Erkrankung kann die eigene Leistungsfähigkeit über Monate stark einschränken. Aber dann springt doch sicher der Staat ein, oder? „Schon, aber für die meisten Betroffenen entstehen dennoch große Versorgungslücken“, weiß Karina Hauser, Vorsorgeexpertin bei CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland. „Durch einen privaten Berufsunfähigkeitsschutz können diese Lücken vermieden werden.“ Sie klärt auf und gibt Tipps, worauf Versicherungsnehmer achten sollten.

ERWERBSMINDERUNGSRENTE = BERUFSUNFÄHIGKEITSRENTE?

Wer nicht mehr arbeiten kann, erhält üblicherweise eine existenzielle Grundsicherung von der Deutschen Rentenversicherung. Ob diese Erwerbsminderungsrente voll oder anteilig ausbezahlt wird, hängt davon ab, ob die Betroffenen weniger als sechs oder sogar weniger als drei Stunden pro Tag ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können.[2] „Der bisherige Beruf spielt dabei keine Rolle“, erklärt Karina Hauser. „Kann z. B. eine Pflegekraft täglich sechs Stunden als Empfangsmitarbeiterin arbeiten, erhält sie normalerweise keine staatliche Unterstützung.“ Im Jahr 2019 lag der durchschnittliche Rentenzahlbetrag bei verminderter Erwerbsfähigkeit bei 835 Euro pro Monat[3] – für viele zu wenig, um ihren gewohnten Lebensstandard zu halten. Diese wird idealerweise durch eine private Berufsunfähigkeitsrente aufgestockt, die ausbezahlt wird, wenn man nur noch die Hälfte oder weniger der bisherigen Zeit in seinem Beruf arbeiten kann. Im Gegensatz zur staatlichen Unterstützung ist hier jedoch der vorher ausgeübte Beruf beim privaten Berufsunfähigkeitsschutz entscheidend. Sollte der Versicherte zu mindestens 50 Prozent nicht mehr in der Lage sein, seinen Beruf auszuüben, springen die Versicherer in der Regel mit der Berufsunfähigkeitsrente ein. Karina Hausers Expertentipp: „Entscheidend ist jedoch, dass der Vertrag einen „Verzicht auf abstrakte Verweisung“ enthält. Das heißt, der Betroffene darf nicht willkürlich auf einen vollkommen anderen Beruf verwiesen werden.“

IDEALER ZEITPUNKT FÜR DEN BERUFSUNFÄHIGKEITSSCHUTZ

Generell gilt: Das Alter ist weniger entscheidend als der individuelle Bedarf. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist besonders für jene Menschen sinnvoll, die im Ernstfall nicht allein von ihrem Ersparten leben können oder wollen. Trotzdem ist es ratsam, den entsprechenden Schutz bereits in jungen Jahren und am besten schon während der Berufsausbildung oder des Studiums abzuschließen. Expertentipp: „Je jünger man ist, desto günstiger ist in der Regel der Beitrag. Zudem ist es in jungen Jahren unwahrscheinlicher, dass bei der Risikoprüfung eventuelle Vorerkrankungen zur Sprache kommen, die zu einem Beitragsaufschlag führen könnten“, sagt Karina Hauser.

DIE RICHTIGE RENTENHÖHE

Auch zur passenden Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente hat Karina Hauser einen Expertentipp: „Sie sollte so hoch gewählt sein, dass sie im Falle einer Berufsunfähigkeit die laufenden Verpflichtungen abdeckt.“ Dazu gehören Mietzahlungen, Strom, Wasser und Ausgaben für die Lebenshaltung, aber auch Kredite usw. „Wir empfehlen, 60 Prozent des bisherigen Bruttoeinkommens abzusichern.“ Zudem sollte es nicht bei einer einmaligen Festlegung der Rentenhöhe bleiben, denn im Laufe eines Berufslebens gibt es immer wieder Ereignisse, die nach einer besseren Absicherung verlangen. Wer also zum Abschluss von Ausbildung oder Studium, nach einer Heirat oder der Geburt eines Kindes oder beim Kauf eines Hauses die monatliche Berufsunfähigkeitsrente erhöhen möchte, sollte auf die sogenannte Nachversicherungsgarantie achten. „Der Vorteil ist hier, dass eine erneute Gesundheitsprüfung entfällt“, so Karina Hauser.

[1] Quelle: Gesamtverband der Deuschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV): https://ots.de/CcIkU5

[2] Quelle: Deutsche Rentenversicherung: https://ots.de/bT54od

[3] Quelle: Deutsche Rentenversicherung: https://ots.de/NUhq0m

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Beitrag von auf 4. März 2021. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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