G-BA bestätigt Nutzen der photoselektiven Vaporisation zur Behandlung von Patienten mit benignem Prostatasyndrom (FOTO)

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Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) bestätigt Nutzen der
photoselektiven Vaporisation (PVP) zur Behandlung von Patienten mit
benignem Prostatasyndrom (BPS)

– Nichtunterlegenheit der PVP mit dem GreenLight XPS[TM] Laser
bezüglich relevanter Endpunkte gilt auf Basis von klinischen
Daten im Vergleich zur Standardbehandlung als hinreichend belegt
– Beschluss zur Änderung der Richtlinien „Methoden
Krankenhausbehandlung (KHMe-RL)“ und „Methoden vertragsärztliche
Versorgung (MVV-RL)“ für PVP stellt die Erstattungsfähigkeit in
Deutschland weiterhin sicher

Die photoselektive Vaporisation (PVP) ist ein sicheres, effektives
und wirtschaftliches Verfahren zur Behandlung des benignen
Prostatasyndroms (BPS). Das Verfahren ist nachweislich nicht
unterlegen zur Standardtherapie, der transurethralen Resektion der
Prostata (TURP), und bietet darüber hinaus klinische Vorteile bei
sekundären Endpunkten. So urteilt der Gemeinsame Bundesausschuss
(G-BA) in seiner aktuellen Nutzenbewertung vom 15. Februar 2018, die
er am 20. Februar 2018 veröffentlichte.(1) Die Behandlungsmethode
wird damit Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung und ihre
Erforderlichkeit für die stationäre Versorgung wurde vom G-BA final
festgelegt. Gesetzlich Krankenversicherte mit BPS haben damit auch
weiterhin Anspruch darauf, mit der minimal-invasiven Methode
behandelt zu werden, wenn diese bei ihnen medizinisch indiziert ist.
Auch in Ländern wie Großbritannien und Österreich wurde der Nutzen
der PVP von den jeweils zuständigen Instanzen bereits positiv
bewertet. Boston Scientific begrüßt diese Entscheidungen.

In Deutschland ist der aktuelle Beschluss für Boston Scientific
bereits die zweite positive Entscheidung des G-BA innerhalb eines
Jahres. Im Juni 2017 hatte der G-BA seine positive Nutzenbewertung
für die Thulium-Laserresektion (TmLRP) zur Behandlung des BPS
bekanntgegeben.(2) Als führender Anbieter medizinischer Lösungen
bietet Boston Scientific ein umfassendes Portfolio unterschiedlicher
Lasertechnologien zur Behandlung des BPS an, darunter auch das
GreenLight-Lasersystem für die PVP. „Urologen brauchen neueste
Technologien und eine Bandbreite moderner Laserverfahren, um die
bestmöglichen Ergebnisse für Patienten zu erzielen“, sagt Miguel
Aragon, VP Urology and Pelvic Health Europe bei Boston Scientific.
„Mit unseren innovativen Thulium-, Holmium- und
GreenLight-Lasersystemen tragen wir bei Boston Scientific als
strategischer Partner entscheidend dazu bei, die effektive,
nebenwirkungsärmere und kosteneffiziente Behandlung des gutartigen
Prostatasyndroms in der klinischen Praxis weiter voranzutreiben.“

Vor rund sieben Jahren hatte der G-BA die Nutzenbewertung für die
PVP zunächst bis zum 31. Dezember 2016 ausgesetzt. Nun wird die
Richtlinie „Methoden Krankenhausbehandlung (KHMe-RL): Photoselektive
Vaporisation“ basierend auf der aktuellen Entscheidung des Gremiums,
die auf der Grundlage klinischer Studienergebnisse getroffen wurde,
angepasst. Für urologische Kliniken und Behandlungszentren garantiert
diese endgültige Entscheidung durch den G-BA fortan die wichtige
Abrechnungssicherheit für die Durchführung der PVP. Dies gilt ebenso
für die im gleichen Zug beschlossene Änderung der Richtlinie
„Methoden vertragsärztliche Versorgung (MVV-RL): Photoselektive
Vaporisation“ sowie die Thulium-Laserenukleation in beiden Settings.

Die PVP, die mit dem GreenLight XPS[TM] Laser von Boston
Scientific durchgeführt wird, ist ein minimal-invasives Verfahren,
mit dem das Prostatagewebe bei Patienten mit BPS mithilfe von grüner
Laserenergie der Wellenlänge 532 nm verdampft wird. Die erste
Generation des GreenLight-Lasersystems mit 80 Watt kam 2003 auf den
Markt. 2006 folgte ein 120 Watt System. Seit 2010 steht das
leistungsstarke GreenLight XPS[TM] 180 Watt Modell zur Verfügung.
Weltweit wurden bereits fast eine Million photoselektive
Vaporisationen mit dem GreenLight-Laser durchgeführt.(3) Aufgrund des
potenziell blutungsärmeren Verfahrens ist die Behandlung auch für
Patienten unter Antikoagulationstherapie geeignet und kann Vorteile
für multimorbide Patienten bieten.(4)

Neben dem GreenLight XPS[TM] 180 Watt und dem Vela XL[TM] 120 W
Thuliumlaser gehört auch das System Auriga[TM] XL zum Laser-Portfolio
von Boston Scientific. Auriga[TM] XL hat bereits die CE-Kennzeichnung
für die Holmium-Laserenukleation (HoLEP) erhalten. Die aktuelle
Entscheidung des G-BA unterstreicht, dass das Unternehmen mit seinem
Laserportfolio wichtige Impulse für die Behandlung des benignen
Prostatasyndroms gibt und ein führender Partner für Urologen in
diesem Indikationsgebiet ist.

Der Beschlusstext und die Tragenden Gründe der aktuellen
Entscheidung stehen online auf der Website des Gemeinsamen
Bundesausschusses unter
https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3236/ und
https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3235/ zur Verfügung.
Weitere Informationen aus dem Bereich Urologie finden Sie im Boston
Scientific Newsroom.

Über das benigne Prostatasyndrom (BPS)

Das benigne Prostatasyndrom (BPS) ist eine gutartige Vergrößerung
der männlichen Prostata(5) und die häufigste Ursache für Probleme von
Männern beim Wasserlassen.(6) Das kann etwa schwacher Urinfluss,
häufiges nächtliches Urinieren (Nykturie) oder Dranginkontinenz
sein.(7) Aufgrund ihrer irritativen und obstruktiven Symptomatik kann
die Erkrankung die subjektive Lebensqualität der Betroffenen zum Teil
stark beeinträchtigen.(5) Die Prävalenz nimmt mit dem Alter zu.(8) 40
% der Männer über 50 Jahre haben bereits so starke urologische
Beschwerden, dass sie behandelt werden müssen.(7) Bei im Durchschnitt
einem Drittel von ihnen wird ein BPS diagnostiziert.(7) Die
Behandlung kann medikamentös oder operativ/interventionell erfolgen.
Für die Behandlung des BPS sind in Deutschland verschiedene Methoden
zugelassen. Operative Verfahren mithilfe von innovativen
Lasersystemen zur photoselektive Vaporisation (PVP) oder
Thulium-Laserenukleation (TmLEP) oder -resektion (TmLRP) der Prostata
bilden dabei einen wichtigen Grundpfeiler der heutigen
Behandlungslandschaft. Ziel ist die Entfernung des obstruierenden
Prostatagewebes durch Resektion oder Vaporisation kleiner
Gewebestücke. Höchste Effektivität wird erzielt, wenn so viel Gewebe
wie möglich entfernt und bis auf die chirurgische Kapsel reseziert
wird. Des Weiteren stehen als Standardverfahren die transurethrale
Resektion der Prostata (TURP), die Adenomektomie sowie die
Holmium-Laserresektion (HoLRP) und die Holmium-Laserenukleation
(HoLEP) als Alternativen für Patienten zur Verfügung, bei denen eine
entsprechende medizinische Indikationsstellung vorliegt. Die
Ergebnisse des IPSS-Fragebogens sind wichtige Entscheidungsgrundlagen
dafür, wer mit welchem Verfahren behandelt wird. Darüber hinaus
spielen Faktoren wie Alter, allgemeiner Gesundheitszustand und andere
begleitende Umstände eine Rolle.

Urology and Pelvic Health Business bei Boston Scientific

Boston Scientific Urology and Pelvic Health treibt Innovationen
an, die für Gesundheitsdienstleister bessere Behandlungsresultate,
verringerte Behandlungskosten und erhöhte Qualität bedeuten. Im
August 2015 hat Boston Scientific die Übernahme des Portfolios von
American Medical System (AMS) abgeschlossen, das den Bereich
Gesundheit für den Mann und Prostatabehandlung der Firma Endo
International plc. umfasst. Heute versorgt der Geschäftsbereich
Urology and Pelvic Health von Boston Scientific Heilberufler mit
etablierten Innovationen zur Behandlung der fünf häufigsten
urologischen Erkrankungen, die zusammen 50 % der urologischen
Eingriffe ausmachen, d. h. Nierensteine, benigne Prostatahyperplasie,
erektile Dysfunktion, Inkontinenz des Mannes und
Beckenbodenstörungen.(9) Darüber hinaus liefert Boston Scientific
Technologien für die gynäkologische Chirurgie zur Behandlung
abnormaler Uterusblutungen und Gebärmutter-Myomen.

Über Boston Scientific

Mit der Entwicklung innovativer medizinischer Lösungen verbessert
Boston Scientific weltweit die Gesundheit von Patienten. Als global
seit mehr als 35 Jahren führender strategischer Partner und Anbieter
von medizinischen Technologien treiben wir die Weiterentwicklung von
leistungsstarken Lösungen an, die unerfüllte Bedürfnisse der
Patienten ansprechen und Kosten für das Gesundheitswesen verringern.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bostonscientific.eu sowie
auf Twitter und Facebook.

Referenzen

(1) Siehe: https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3236/ und
https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3235/ Letzter Zugriff:
20.02.2018.

(2)Siehe auch G-BA Pressemitteilung aus Juni 2017:
Thulium-Laserresektion zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms
wird Kassenleistung Abrufbar unter:
https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/694/
Letzter Zugriff: 11.12.2017.

(3) Gemäß Daten von Boston Scientific.

(4) Rieken, M. & Bachmann, A. Laser treatment of benign prostate
enlargement – which laser for which prostate? Nature Review Urology
2014; 11(3):142-152. doi: 10.1038/nrurol.2014.23. Epub 2014 Mar 4.

(5) Berges, R. et al. Diagnostik und Differenzialdiagnostik des
benignen Prostatasyndroms (BPS). 2009. Urologe 48; 1356-1364.

(6) Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im
Gesundheitswesen (IQWiG). Gutartige Prostatavergrößerung. 2014.
http://ots.de/ydmEr2 Letzter Zugriff: 11.12.2017.

(7) Arbeitskreis Benignes Prostatasyndrom der Deutschen
Gesellschaft für Urologie e.V. Gutartige Prostatavergrösserung. Was
tun, wenn die Prostata wächst? http://ots.de/15tdyU Letzter Zugriff:
11.12.2017.

(8) Roehrborn, C.G. Benign Prostatic Hyperplasia: An Overview.
Reviews in Urology 2005; 7(Suppl 9): 3-14.

(9) Rideout K. et al. Considering risks to healthcare workers from
glutaraldehyde alternatives in high-level disinfection. J Hosp Infect
2005; 59(1):4-11.

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Beitrag von auf 26. Februar 2018. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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