Gesundheitsstudie: Frauen schauen auf Ernährung, Männer wollen Stress vermeiden

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– 92 Prozent der Deutschen achten nach eigenem Bekunden auf gesunde
Ernährung, vor allem auf wenig Zucker

– Vorbilder kaum gefragt: Motivation zur gesunden Lebensführung kommt
bei den meisten von innen

– Jeder zehnte junge Deutsche orientiert sich an YouTube-Stars

Gesundheit geht für die Deutschen immer noch durch den Magen. Als
Beitrag zur gesunden Lebensführung spielt gesunde Ernährung für 71
Prozent der Bundesbürger die bei weitem wichtigste Rolle. Mit einigem
Abstand folgen viel Bewegung (49 Prozent) und der kluge Umgang mit
Stress (42 Prozent). Weiter hinten auf der Prioritätenskala stehen
der Verzicht auf Alkohol (29 Prozent), regelmäßige Auszeiten (27
Prozent) und die Pflege sozialer Kontakte (26 Prozent). Frauen legen
mit 79 Prozent besonders viel Wert auf gesundes Essen, für Männer hat
Stressreduktion hohe Bedeutung (49 Prozent). Das sind Ergebnisse
einer repräsentativen Umfrage der IKK classic zum “Persönlichen
Gesundheitsmanagement”.

Auch wenn die Entwicklung verhaltensbedingter Erkrankungen anderes
nahelegt – zumindest gefühlt werden die Deutschen ihren eigenen
Idealen gerecht: 92 Prozent geben an, bewusst auf ihre Ernährung zu
achten. Darunter verstehen die meisten den Verzicht auf Zucker: 46
Prozent erklären, dessen Konsum bewusst einzuschränken. 44 Prozent
outen sich als Fans frischer Lebensmittel und Verächter von Fast Food
oder Fertiggerichten. Ebenso viele machen nach eigenem Bekunden einen
Bogen um Fetthaltiges. Ob die optimistische Selbsteinschätzung und
das echte Handeln immer im Einklang stehen, ist indes offen: Dass sie
ihren Grundsätzen gelegentlich untreu werden, räumt immerhin eine
Mehrheit der Befragten ein. Nur acht Prozent der Deutschen geben sich
prinzipientreu und überzeugt, in Sachen Ernährung niemals über die
Stränge zu schlagen.

Mangelndes Problembewusstsein

“Die subjektive Einschätzung entspricht nicht immer der
Wirklichkeit”, sagt Michael Förstermann, Pressesprecher der IKK
classic. “Zwar sind die meisten Menschen überzeugt, sich gesund zu
ernähren. Zugleich zeigen aktuelle Erhebungen, etwa der WHO, dass die
Zahl der Übergewichtigen hierzulande stetig zunimmt. Deshalb ist
Beratung angezeigt, um die Ernährungskompetenz zu steigern – und zwar
möglichst frühzeitig, am besten schon im Kindergarten.”

Das Bewusstsein, eigentlich schon alles richtig zu machen, könne
notwendigen Verhaltensänderungen sogar im Wege stehen. Aufklärung
bleibt nach seinen Worten deshalb wichtig, um zu einer wirklich
gesundheitsgerechten Lebensführung zu gelangen. Dazu gehören das
Gleichgewicht von ausgewogener Ernährung, viel Bewegung, gezielter
Entspannung – und natürlich die Motivation, das Richtige auch
dauerhaft umzusetzen.

Jeder zehnte Jüngere hat einen YouTube-Star als Gesundheitsvorbild

55 Prozent der Deutschen erklären, sie seien von sich aus
motiviert zum gesunden Leben. Eine Mehrheit von 66 Prozent gibt an,
kein persönliches Vorbild für eine gesunde Lebensführung zu besitzen.
An Prominenten aus Sport und Entertainment orientieren sich lediglich
sechs Prozent der Befragten. Anders ist das nur bei den 18- bis
29-Jährigen: hier hat jeder Fünfte ein Gesundheitsvorbild, bei 11
Prozent ist dies ein YouTube-Star.

Partner, Familie und Freunde bleiben altersübergreifend aber
wichtig für die Unterstützung einer gesunden Lebensweise: 22 Prozent
der Deutschen lassen sich von Freunden mitreißen, 20 Prozent vom
Partner. In der Generation 50 plus spielen zusätzlich Ratschläge des
Arztes eine wichtige Rolle.

Jeder dritte Deutsche kennt den “inneren Schweinehund”

32 Prozent der Bundesbürger räumen ein, dass es Tage gibt, an
denen sie gegen jegliche Motivation immun sind. Die größten Probleme
mit dem berüchtigten inneren Schweinehund haben die Saarländer: Zwei
Drittel können sich häufig nicht zu Sport oder gesunder Ernährung
motivieren. Auch in Mecklenburg-Vorpommern (46 Prozent) und Sachsen
(45 Prozent) werden die guten Vorsätze überdurchschnittlich häufig
über Bord geworfen. Besonders diszipliniert sind dagegen die Bürger
aus Hamburg (24), Rheinland-Pfalz (24 Prozent) und Thüringen (26
Prozent). Die Niedersachsen liegen zwar im Mittelfeld, scheitern aber
besonders häufig an Versuchungen durch Süßigkeiten (26 Prozent im
Vergleich zu 16 Prozent im Bundesdurchschnitt). Hamburg und Thüringen
zeigen auch bei den Aspekten gesunder Lebensführung Besonderheiten:
Die Hansestädter sind regelrechte Sportfreaks und legen darauf
deutlich mehr wert als der Bundesdurchschnitt (+19 Prozent), den
Thüringern ist die gesunde Ernährung besonders wichtig (+11 Prozent).

Hintergrundinformationen

Die Studie “Persönliches Gesundheitsmanagement” wurde im Juli 2015
im Auftrag der IKK classic durchgeführt. 1.000 Erwachsene ab 18 Jahre
beantworteten dafür Fragen zu den Themen gesunde Ernährung, Sport und
Arztbesuche. Die Ergebnisse sind gewichtet nach dem Zensus 2011 des
Statistischen Bundesamtes.

Die Ergebnisse der Repräsentativbefragung und Grafiken zur Studie
sind unter www.ikk-classic.de/gesundheitsstudie als Download
verfügbar.

Die IKK classic ist mit 3,5 Millionen Versicherten die
sechstgrößte deutsche Krankenkasse und das führende Unternehmen der
handwerklichen Krankenversicherung. Die Kasse mit Hauptsitz in
Dresden ist mit rund 7.000 Beschäftigten an bundesweit mehr als 250
Standorten tätig. Ihr Haushaltsvolumen beträgt über 10 Milliarden
Euro.

Pressekontakt:
Michael Förstermann
Telefon: 0351 4292-12500
E-Mail: michael.foerstermann@ikk-classic.de

Beitrag von auf 30. September 2015. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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