Governance Report der Hertie School: Steuerung moderner Gesundheitssysteme muss grundlegend reformiert werden

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Governance Report der Hertie School: Steuerung
moderner Gesundheitssysteme muss grundlegend reformiert werden / Rede
von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aus Anlass des neuen
Governance Report zum Thema „Health Governance“ am 4. November /
Experten diskutieren Ergebnisse auf dem World Health Summit am 28.
Oktober

Moderne Gesundheitssysteme haben einen Komplexitätsgrad erreicht,
der sie kaum noch steuerbar macht. Zugleich ist der Reformdruck
aufgrund einer alternden Bevölkerung und steigendem Versorgungsbedarf
bei gleichzeitigem Personalmangel immens. Mit dem bei Oxford
University Press erschienenen Governance Report legt die Hertie
School eine kritische Bestandsaufnahme der Herausforderungen vor,
denen sich Politik, Versorgungseinrichtungen und Patienten
gegenübersehen. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie eine auf
die individuellen Bedürfnisse von Patienten zugeschnittene Versorgung
gewährleistet werden kann, die angemessen, gerecht und effizient ist.
Der von der Robert Bosch Stiftung GmbH geförderte Report wird am 4.
November in der Hertie School vorgestellt. Bundesgesundheitsminister
Jens Spahn reagiert auf die Analysen und Empfehlungen des Reports aus
seiner Sicht als verantwortlicher Politiker.

Im Governance Report analysieren Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern unter anderem, welche
Ansätze es gibt, Ungleichheiten in Gesundheit und
Gesundheitsversorgung abzubauen, Versorgungssysteme auf konsequente
Patientenorientierung umzustellen, die Sicherheit der Versorgung in
Zeiten globaler Epidemien zu gewährleisten und Versorgungsangebote
durch Digitalisierung zu verbessern. Alle Analysen machen deutlich,
wie stark in hoch entwickelten Gesellschaften der wirtschaftliche und
soziale Wohlstand von einem effizienten Gesundheitsschutz und einer
maßgeschneiderten Gesundheitsversorgung abhängt. Deshalb müsse durch
den übergreifenden Ansatz „Gesundheit in allen Politikbereichen“
(Health in All Policies, HiAP) Gesundheit als das entscheidende
Querschnittsthema der Politik etabliert und die Koordination zwischen
der Vielzahl der Akteure verbessert werden, fassen die Herausgeber
Klaus Hurrelmann, Mujaheed Shaikh (beide Hertie School) und Claus
Wendt (Universität Siegen) die wesentlichen Erkenntnisse des Reports
zusammen.

„Die großen Herausforderungen im Gesundheitsbereich werden sich
nur erfolgreich angehen lassen, wenn die Beteiligung aller Akteure
gewährleistet und deren Zusammenspiel transparenter wird“, betont
Mujaheed Shaikh. Der Professor of Health Governance an der Hertie
School ist auch beteiligt an der Initiative „Neustart“ der Robert
Bosch Stiftung, die Reformvorschläge für das Gesundheitswesen nicht
nur mit Experten, sondern auch mit Bürgerdialogen erarbeitet. „Die
internationale Perspektive des Governance Report liefert wichtige
Grundlagen für unsere Neustart-Initiative, mit der wir den Blick auf
das deutsche Gesundheitssystem richten. Die jetzt vorliegenden
Analysen der Experten bestätigen, dass es an der Zeit ist, mutige
Ideen zu entwickeln, damit auch in 20 Jahren alle Bürger Zugang zu
einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung haben“, sagt Bernadette
Klapper, Leiterin des Bereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung.

Diskussion mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Mit einer Rede von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie
einer Diskussion mit Autoren wird der Governance Report am 4.
November 2019 um 17.30 Uhr an der Hertie School in Berlin öffentlich
vorgestellt. Die Veranstaltung unter dem Titel „Governing the
ungovernable? Rising to the challenges of modern healthcare“ findet
in englischer Sprache statt. Bereits am 28. Oktober diskutieren
Experten auf dem World Health Summit in Berlin die Ergebnisse des
Reports mit Mujaheed Shaikh und Bernadette Klapper.

Unter https://www.hertie-school.org/en/healthgovernance/ finden
Sie weitere Informationen und können sich zur Veranstaltung am 4.
November anmelden.

Über den Governance Report

The Governance Report 2019, Hg.: Hertie School, Oxford University
Press 2019, wurde unter der wissenschaftlichen Leitung von Klaus
Hurrelmann, Mujaheed Shaikh und Claus Wendt verfasst. Es ist der
siebte Band einer Reihe, die neue Lösungsansätze für
Governance-Probleme behandelt. Der Report 2019 enthält Beiträge unter
anderem von Ellen M. Immergut, Ilona Kickbusch, Hanna Schwander und
Christian Traxler. Gefördert wurde das Publikationsprojekt zum Thema
Health Governance von der Robert Bosch Stiftung GmbH.

Kurzzusammenfassungen des Reports in englischer und deutscher
Sprache sowie die Möglichkeit, ein Rezensionsexemplar zu bestellen,
finden Sie unter www.governancereport.org

Über die Hertie School

Die Hertie School in Berlin bereitet herausragend qualifizierte
junge Menschen auf Führungsaufgaben im öffentlichen Bereich, in der
Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft vor. Sie bietet
Masterstudiengänge, Executive Education und Doktorandenprogramme an.
Als universitäre Hochschule mit interdisziplinärer und
praxisorientierter Lehre, hochklassiger Forschung und einem
weltweiten Netzwerk setzt sich die Hertie School auch in der
öffentlichen Debatte für „Good Governance“ und moderne Staatlichkeit
ein. Die Hertie School wurde 2003 von der Gemeinnützigen
Hertie-Stiftung gegründet und wird seither maßgeblich von ihr
getragen. Sie ist staatlich anerkannt und vom Wissenschaftsrat
akkreditiert. www.hertie-school.org

Pressekontakt:

Regine Kreitz, Director Communications, Tel.: 030 / 259 219 113,
Email: pressoffice@hertie-school.org

Twitter: https://twitter.com/thehertieschool
Facebook: https://www.facebook.com/thehertieschool/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/school/55258/

Original-Content von: Hertie School, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 25. Oktober 2019. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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