ImmobilienScout 24-Studie „Wie trennt sich Deutschland“ zeigt: Was passiert mit der Immobilie nach der Trennung? / Streitthema oder Einigkeit bei scheidenden Paaren?

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Mögliche Konsequenzen für die gemeinsame Immobilie
bei einer Scheidung müssen vor der Anschaffung bedacht werden. Doch
daran wollen beim Kauf nur die Wenigsten denken. 75 Prozent der
Befragten haben dies weder gedanklich durchgespielt, noch vertraglich
beispielsweise in Form eines Ehevertrages festgehalten. Was also tun
mit der gemeinsamen Immobilie, wenn das Zusammenleben gescheitert
ist? Die Ergebnisse zeigen eine aktuelle repräsentative Studie von
ImmobilienScout24.

Scheidung hat Hochkonjunktur. 2015 wurde in Deutschland etwa jede
dritte Ehe geschieden. Viele Paare schaffen es noch nicht einmal bis
ins verflixte siebte Jahr. Ältere Semester werfen immer häufiger kurz
nach der Silberhochzeit das Handtuch. Wenn die Ehe scheitert, wird
die gemeinsame Wohnung oder das Haus oft zum Streitpunkt und kann zur
Kostenfalle werden.

Klare Verhältnisse sind selten schriftlich geregelt

Viele Paare treffen vor allem die finanziellen Folgen einer
Trennung unvorbereitet. Der Besitz einer gemeinsamen Immobilie wird
dann schnell zum Alptraum. Im Ernstfall drohen dann
Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Klare Verhältnisse gibt es
selten. Sie herrschen nur dann, wenn das Paar in weiser Voraussicht
eine Aufteilung von Gütern und Vermögen in einem Ehevertrag
vereinbart hat. Doch in Deutschland ist das Konzept „Ehevertrag“ bis
heute nicht en vogue. Die Studie zeigt, dass nur jeder vierzehnte der
Befragten in einem Ehevertrag regelt, was mit der gemeinsamen Wohnung
im Fall einer Scheidung passiert. Von diesen gehen vor allem die
Jüngeren mit gutem Beispiel voran: 13 Prozent aller 35- bis
45-jährigen hatten in einem Ehevertrag geregelt, wer die Wohnung nach
der Scheidung verlassen muss. Etwa ein Viertel der Studienteilnehmer
hat mündliche Vereinbarungen getroffen. Zum Streit kam es nach
vereinbarter Trennung vor allem wegen finanzieller Angelegenheiten
(25 Prozent). Weit weniger Uneinigkeit bestand darüber, ob man die
Immobilie nach der Scheidung verkaufen oder vermieten sollte (8
Prozent), oder wer in der Immobilie nach der Scheidung wohnen bleiben
darf (6 Prozent). Immerhin: Über 52 Prozent aller Befragten waren
sich schnell einig, was mit der Immobilie nach der Scheidung
geschehen soll.

Was bleibt nach der Trennung – der Wunsch nach einer neuen
Immobilie wird auf Eis gelegt

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) kommen nach dem
Scheidungsprozedere zu dem Entschluss: Neue gemeinsame Immobilie mit
dem Partner – nein danke. Vor allem die älteren (61 Prozent) und
einkommensschwächeren (64 Prozent, unter 1.500 EUR
Haushaltsnettoeinkommen) der Studienteilnehmer sind sich sicher: Das
will keiner noch einmal erleben. Generell gehen Jüngere den Abschied
von der gemeinsamen Wohnung bei Scheidung pragmatischer an. Mehr als
die Hälfte der 35- bis 45-jährigen sieht optimistisch in die Zukunft
und kann sich vorstellen, mit einem zukünftigen Partner eine neue
Immobilie zu erwerben.

Bei knapp der Hälfte der Befragten wurde während des
Entscheidungsprozesses ein Anwalt eingeschaltet und 58 Prozent aller
Befragten empfanden den Prozess um die gemeinsame Immobilie als sehr
bzw. etwas belastend. Damit der Abschied von der gemeinsamen
Immobilie nach einer Scheidung kein Albtraum wird sollten ein paar
Tipps berücksichtigt werden:

– Sprechen Sie mit Ihrem Partner vor dem Immobilienkauf über
etwaige Konsequenzen
– Gerade Geringverdiener sollten beim Kauf einer
Immobilie nicht arglos vorgehen
– Schließen Sie idealerweise einen Ehevertrag ab

Informationen zur Umfrage:

Für die Studie befragte die Innofact AG im Mai 2016 im Auftrag von
ImmobilienScout24 1.018 Personen ab 35 Jahren, die in Trennung /
Scheidung leben und zum Zeitpunkt der Trennung /Scheidung eine
gemeinsame Immobilie (Haus- und / oder Wohnung) besessen haben. Die
Studie ist bevölkerungsrepräsentativ nach Geschlecht eingeladen.
Mehrfachantworten waren möglich. Die ausführlichen Umfrageergebnisse
erhalten Sie auf Anfrage unter presse@immobilienscout24.de.

Pressekontakt:
Jessica Kühnel
Immobilien Scout GmbH
Fon 030 / 24 301 – 1023
E-Mail: presse@immobilienscout24.de
Presseservice auf der Website: http://www.immobilienscout24.de/presse

Original-Content von: ImmobilienScout 24, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 6. Oktober 2016. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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