Infektionen vermeiden: Tipps zur richtigen Händehygiene für Pflegende

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Für pflegebedürftige Menschen stellen Infekte, wie
Erkältungen oder Magen-Darm-Erkrankungen, ein besonderes
gesundheitliches Risiko dar. Gute Händehygiene hilft, sie vor solchen
Krankheitserregern zu schützen. Das Zentrum für Qualität in der
Pflege (ZQP) gibt dazu die wichtigsten Tipps.

Herbst und Winter gelten als Jahreszeiten, die Infekte wie z. B.
Erkältungskrankheiten begünstigen. Ältere pflegebedürftige Menschen
haben ein erhöhtes Risiko, an Infektionen verschiedenster Art zu
erkranken. Sie können krankmachende Bakterien oder Viren oft nicht
gut abwehren. Gelangen diese in den Körper, kann das schwerwiegende
Folgen für die Gesundheit haben. Daher gilt es, pflegebedürftige
Menschen möglichst gut vor Kontakt mit Krankheitserregern zu
schützen.

Die meisten solcher Erreger werden über die Hände übertragen.
Daher sollte man vor dem Kontakt mit einer pflegebedürftigen Person
besonders auf eine gute Händehygiene achten, rät das Zentrum für
Qualität in der Pflege auf seinem Internetportal
www.pflege-praevention.de. Dort erhalten Pflegende u. a. praktische
Tipps zu Hygieneregeln im Pflegealltag. Ein animierter Anleitungsfilm
zeigt, was speziell bei der Händehygiene zu beachten ist.

„Um die Übertragung von Krankheitserregern möglichst zu vermeiden,
ist es nicht nur wichtig, die Hände auf die richtige Weise zu
reinigen, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt“, erklärt Daniela
Sulmann, Pflegeexpertin des ZQP. Dafür sei ein Bewusstsein für
Übertragungswege nötig. Zum Beispiel ist vor und nach der Hilfe zur
Körperpflege, vor der Unterstützung rund um die Mahlzeiten und der
Medikamentengabe gründliches Händewäschen wichtig. „Wenn die
Pflegeperson etwas angefasst hat, worauf sich meist viele Keime
befinden, sollte sie sich grundsätzlich die Hände waschen. Dazu
gehören Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln oder
Einkaufswagen ebenso wie Geld, benutzte Taschentücher, Türklinken
oder Toiletten“, so Sulmann.

Für das Händewaschen sollte man sich Zeit nehmen, mindestens 20
bis 30 Sekunden. Dazu gehört es, Handflächen, Fingerspitzen,
Fingerzwischenräume, Nägel, Daumen sowie Handrücken einzuseifen und
unter fließendem Wasser abzuwaschen. Anschließend sollten die Hände
mit einem sauberen Handtuch abgetrocknet werden.

In manchen Fällen sollten Pflegende Einmalhandschuhe tragen – um
die pflegebedürftige Person aber auch sich selbst vor Keimübertragung
zu schützen. Dies gilt zum Beispiel bei Kontakt mit Ausscheidungen,
offenen Wunden oder beim Waschen infizierter Hautstellen, etwa bei
Pilzbefall. Um eine Ausbreitung der Keime zu vermeiden, sei in
solchen Situationen zusätzlich der Einsatz eines
Händedesinfektionsmittels angebracht, meint Sulmann.

„Die Bedeutung von Hygienemaßnahmen wird in der Pflege teilweise
unterschätzt. Vielleicht fehlen auch mitunter das nötige Wissen und
die nötige Aufmerksamkeit bei den Pflegenden. Diese seien aber zur
Prävention von Infektionen bei pflegebedürftigen Menschen
entscheidend. Darum rät Sulmann: „Pflegende Angehörige sollten sich
für konkrete Fragen zur richtigen Hygiene in der Pflege an die
zuständige Pflegefachperson oder den Arzt wenden. Diese sollten
kompetent unterstützen.“

Mehr zur Händehygiene sowie zu anderen Präventionsthemen in der
Pflege erfahren Sie auf dem frei zugänglichen und werbefreien
Online-Portal der gemeinnützigen Stiftung Zentrum für Qualität in der
Pflege auf www.pflege-praevention.de.

Pressekontakt:
Torben Lenz
Tel.: 030 275 93 95 – 15
E-Mail: torben.lenz@zqp.de

Original-Content von: Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 25. Oktober 2019. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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