Die Kosten einer 24-Stunden-Pflege gehören zu den häufigsten Fragen, wenn Familien Unterstützung für pflegebedürftige Angehörige suchen. Dabei führt bereits der Suchbegriff häufig in die Irre. In vielen Fällen geht es nicht um medizinische Pflege rund um die Uhr, sondern um 24-Stunden-Betreuung in häuslicher Gemeinschaft. Die Kosten lassen sich nur seriös beurteilen, wenn Leistungen, Arbeitsmodell und mögliche Zuschüsse richtig eingeordnet werden. „Familien brauchen bei den Kosten eine ehrliche Beratung. Ein niedriger Monatspreis hilft nicht, wenn das Modell rechtlich unsicher ist oder wenn mögliche Leistungen der Pflegekasse nicht genutzt werden“, sagt Stefan Lux, Geschäftsführer der SHD Seniorenhilfe Dortmund. Die SHD ist als Betreuungsdienst nach § 45a SGB XI anerkannt und begleitet Familien bei der Organisation der Betreuung in häuslicher Gemeinschaft.
Bei der 24-Stunden-Betreuung entstehen Kosten für die Organisation, die Betreuungskraft und die laufende Begleitung des Einsatzes. Hinzu kommen Unterkunft und Verpflegung im Haushalt. Je nach Situation können Leistungen der Pflegeversicherung relevant sein. Der Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI kann für anerkannte Unterstützungsangebote eingesetzt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein Teil des ambulanten Sachleistungsanspruchs für Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt werden. „Die Anerkennung nach § 45a SGB XI kann für Familien einen erheblichen Unterschied machen. Sie entscheidet mit darüber, ob Unterstützungsleistungen überhaupt in die Erstattung durch die Pflegekasse einbezogen werden können“, erklärt Stefan Lux. Zugleich weist er darauf hin, dass eine vollständige Finanzierung über die Pflegeversicherung in der Regel nicht zu erwarten ist. Betreuung in häuslicher Gemeinschaft bleibt meist mit einem Eigenanteil verbunden.
Für Familien ist deshalb die tatsächliche monatliche Belastung wichtiger als ein isolierter Angebotspreis. Dabei sollten Pflegegrad, vorhandene Ansprüche, bereits genutzte Leistungen und die konkrete Versorgungssituation geprüft werden. In manchen Fällen können auch Ansprüche aus Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege eine Rolle spielen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind und Mittel noch nicht ausgeschöpft wurden. Neben der Finanzierung ist die rechtliche Gestaltung ein zentraler Faktor. Angebote, die besonders günstig erscheinen, können Risiken bergen, wenn Arbeitszeiten, Ruhezeiten, Sozialversicherung oder Vertragsverhältnisse nicht sauber geregelt sind. „Eine Betreuungskraft lebt im Haushalt. Daraus entstehen besondere Anforderungen an Verträge, Nachweise und die praktische Organisation. Familien sollten hier nicht allein nach dem niedrigsten Preis entscheiden“, betont Stefan Lux.
Die Kostenfrage hängt zudem eng mit dem tatsächlichen Bedarf zusammen. Ein Haushalt mit Demenz, nächtlicher Unruhe oder hoher Sturzgefahr stellt andere Anforderungen als ein Haushalt, in dem vor allem Unterstützung beim Kochen und bei Wegen benötigt wird. Deshalb kann eine seriöse Kalkulation erst nach einer Bedarfserhebung erfolgen. Online-Angebote mit pauschalen Preisen geben Familien oft nur eine erste Orientierung. Für eine belastbare Entscheidung müssen die Leistungen im Haushalt, die Rolle ambulanter Pflege, die rechtliche Grundlage und mögliche Erstattungen zusammen betrachtet werden. „Wer nach 24 Stunden Pflege Kosten sucht, sucht meist nach Sicherheit. Diese Sicherheit entsteht nicht durch eine Zahl allein, sondern durch eine Betreuungslösung, die fachlich und rechtlich trägt“, sagt Stefan Lux. Die SHD Seniorenhilfe Dortmund setzt deshalb auf Beratung, die Kosten nicht isoliert behandelt. Familien erhalten eine Einordnung, welche Leistungen der Pflegekasse möglich sind, welcher Eigenanteil zu erwarten ist und welche organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen. So kann aus der Online-Suche nach Kosten der 24-Stunden-Pflege eine tragfähige Entscheidung für Seniorenbetreuung zu Hause werden.