PHOENIX-Programmhinweis: +++DEUTSCHE ERSTAUSSTRAHLUNG+++ Die Tea-Party-Bewegung; Dienstag, den 26. Juli 2011, 22.15 Uhr

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Sie sind gegen den Klimaschutz, gegen eine staatliche
Krankenversicherung und vor allem gegen Obama. In den USA machen die
Konservativen mobil gegen ihren Präsidenten, allen voran die
wachsende Tea-Party-Bewegung. Sie gibt sich als spontaner
Zusammenschluss besorgter Bürgerinnen und Bürger, und ihre Anhänger
wehren sich vehement gegen Vorwürfe, sie würden von ein paar
Superreichen finanziert. Doch was stimmt? Der australische Filmer
Taki Oldham gab sich als interessierter Bürger aus und besuchte
Tea-Party-Veranstaltungen in sechs US-Bundesstaaten. Seine Reise quer
durch die USA zeigt auf, wie die Tea-Party-Bewegung funktioniert und
wer sie orchestriert. Taki Oldham beschliesst, den Vorwürfen
nachzugehen, inkognito durch die USA zu reisen und sich als
Tea-Party-Interessent auszugeben. Auf seiner vierwöchigen Reise durch
sechs Bundesstaten besucht er Protestveranstaltungen der
Tea-Party-Bewegung gegen die staatliche Krankenversicherung und gegen
Klimaschutzmaßnahmen. Dort begegnet er empörten Bürgerinnen und
Bürgern, die lauthals gegen den Staat und gegen die Macht der Elite
protestieren. Die meisten haben kaum politische Erfahrung und fragen
sich nicht, ob sie von den Interessen derer instrumentalisiert
werden, gegen die sie vorzugehen meinen. Offenbar stammt nämlich ein
Großteil des Geldes wie auch der Strategie und des Personals der
Tea-Party-Bewegung von ein paar Superreichen: den Brüdern Charles und
David Koch, die den Ölkonzern ihres Vaters zu einem profitablen
Konglomerat ausgebaut haben und damit jährlich rund hundert
Milliarden Dollar Umsatz erzielen. Die Kochs wollen weniger Steuern
zahlen und mit weniger Regulierungsmaßnahmen behelligt werden. Und
sie haben schon früh erkannt, dass sie zur Durchsetzung ihrer Ziele
neben Denkfabriken auch eine Basis in der Bevölkerung brauchen. Dazu
riefen sie 2004 die Organisation Americans for Prosperity ins Leben,
die nach Obamas Wahl libertäre Prinzipien in Schlagworte übersetzte
und das von den Demokraten so erfolgreich eingesetzte Arsenal der
sozialen Netzwerke in den Dienst der Koch”schen Anliegen stellte. An
einer Tea Party würden sich die beiden medienscheuen Brüder jedoch
nie blicken lassen. Sie bleiben lieber unter sich. Die
Tea-Party-Anhänger sind hoch motiviert und sehr konservativ. Sie
kämpfen gegen einen Ausbau des Staates und wollen inzwischen nur noch
eines: Barack Obama bei den Wahlen 2012 absetzen. Da ist ihnen jedes
Mittel und auch das Geld der Koch-Milliardäre recht. Dass diese das
Spiel bestimmen und die Regeln vorgeben, ist dabei absolut
unerheblich.

Dokumentation von Taki Oldham, SF/DRS/2011

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Beitrag von auf 19. Juli 2011. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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