rbb und MDR feiern 75 Jahre DEFA mit Filmklassikern im Fernsehen und in der ARD-Mediathek (FOTO)

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Rund um den 75. Jahrestag der DEFA-Gründung am 17. Mai bieten rbb und MDR ein umfangreiches Programm und eine große Werkschau mit über 50 DEFA-Filmen in der ARD-Mediathek.

Vor 75 Jahren, am 17. Mai 1946, wurde die Deutsche Film AG (DEFA) in Potsdam-Babelsberg gegründet. In den 46 Jahren ihres Bestehens entstanden etwa 700 Spielfilme, rund 2.500 Dokumentar- und Kurzfilme sowie 950 Animationsfilme. Ob Komödie oder Drama, ob Propagandafilm oder Verbotsfilm, ob Durchschnittsware oder Meisterwerk – wer sich ein Bild vom Leben in der DDR mit all seinen Schattierungen machen möchte, der kommt an der DEFA nicht vorbei.

DEFA 75: Das Programm im rbb Fernsehen

Unter dem Titel DEFA 75 blickt das rbb Fernsehen vom 11. Mai bis 17. Mai 2021 mit insgesamt 23 Spielfilmklassikern, Dokumentationen und Kinder- und Märchenfilmen auf die ostdeutsche Filmgeschichte zurück.

Vier Dokumentationen zum Jubiläum

Am 11. und 12. Mai erinnern vier Dokumentationen an die Geschichte der DEFA. Lutz Pehnert zeichnet in seinem Film „Die Fahrradfahrerin von Sanssouci – Jutta Hoffmann“ (11. Mai, 20.15 Uhr) das Porträt von einer der bekanntesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Die DEFA-Filme machten Jutta Hoffmann zu der „Hoffmann“, im Westen wurde sie zum Theater-Star. Drei Dokumentationen von rbb-Kinoexperte und DEFA-Kenner Knut Elstermann beschäftigen sich mit Science-Fiction aus der DDR („Utopia in Babelsberg“, 11. Mai, 21.00 Uhr), Berliner Drehorten in der DEFA-Zeit („Hier dreht die DEFA“, 12. Mai, 22.15 Uhr) und der Filmmusik aus Babelsberg („So klang die DEFA“, 12. Mai, 23.00 Uhr). In der Erstausstrahlung „Utopia in Babelsberg“ stellt Knut Elstermann Werke vor, die nicht nur einen hohen ästhetischen Reiz haben, sondern auch Gegenbilder zur offiziell verurteilten westlichen Science-Fiction-Kunst waren. Dabei gaben sie indirekt Auskunft über das Bild einer kommunistischen Zukunft.

13. bis 17. Mai: Neunzehn Filmklassiker in fünf Tagen

Vom 13. bis zum 17. Mai präsentiert das rbb Fernsehen fünfzehn DEFA-Spielfilme sowie vier Märchen- und Kinderfilmklassiker. Jedes Jahrzehnt ist mit einem oder mehreren Filmen vertreten. Mit dabei ist „Die Geschichte vom kleinen Muck“ (15. Mai, 15.40 Uhr) aus dem Jahr 1953, die als eine der erfolgreichsten Produktionen der DEFA gilt. Neben Kultstreifen wie Heiner Carows „Die Legende von Paul und Paula“ (15. Mai, 22.00 Uhr) oder „Der schweigende Stern“ von Kurt Maetzig (16. Mai, 14.45 Uhr) sind auch Filme zu sehen, die weniger populär waren. Mit Iris Gusners „Die Taube auf dem Dach“ (17. Mai, 01.05 Uhr) zeigt das rbb Fernsehen eine DEFA-Produktion, die nach ihrer Fertigstellung 1973 verboten wurde. „Sterne“ (15. Mai, 23.40 Uhr) von Konrad Wolf aus dem Jahr 1959 gilt als einer der ersten deutschen Filme, der die Verantwortung der Deutschen für den Holocaust thematisierte.

Zum Auftakt der Spielfilmreihe läuft am 13. Mai um 20.15 Uhr „Wie füttert man einen Esel“ von Roland Oehme aus dem Jahr 1974 mit Manfred Krug und Fred Delmare in den Hauptrollen.

Große Werkschau in der ARD-Mediathek – von „Abenteuer“ bis „Filme aus dem Panzerschrank“

Mit über 50 Produktionen – von Spielfilmen, Märchen, Dokumentarfilmen bis Kurzfilmen – gibt die ARD-Mediathek im Mai einen umfangreichen Einblick in das Filmerbe der DEFA. Unter dem Titel DEFA 75 bündeln rbb und MDR in der ARD-Mediathek ihr Programmangebot zum Geburtstag der DDR-Filmgesellschaft. Zur Orientierung wird das Angebot thematisch aufbereitet.

In der Rubrik „Filme aus dem Panzerschrank“ können sich Interessierte unter anderem auf den Kult-Klassiker „Spur der Steine“ mit Manfred Krug freuen. Der Film lief 1966 nur drei Tage im Kino, bevor er bis 1989 im Giftschrank verschwand. Unter dem Stichwort „Komödien“ erwartet die Nutzerinnen und Nutzer etwa der Musikfilm „Heißer Sommer“ mit Frank Schöbel aus dem Jahr 1968. In der Rubrik „Drama“ wird beispielsweise „Coming out“, der erste DEFA-Film zum Thema Homosexualität in der DDR, abrufbar sein. Eine Auswahl beliebter DEFA-Streifen wie „Ulzana“, „Apachen“ oder „Chingachgook, die große Schlange“ mit Gojko Mitic bietet die Rubrik „Abenteuer“. „Jugend in der DDR“ bündelt auch Produktionen zum Thema Umweltschutz und -zerstörung wie „Biologie!“, das Kinodebüt von Stefanie Stappenbeck aus dem Jahr 1989, oder „Abschiedsdisco“ aus dem Jahr 1990. Märchen wie „Dornröschen“ oder „Die Geschichte vom kleinen Muck“ sind in der Rubrik „Kinder und Familie“ zu finden und schließlich gibt es noch eine Sparte „Kurzfilm“mit Trickfilmen für Erwachsene aus dem DEFA-Studio für Trickfilme Dresden. Abrufbar werden auch Dokumentationen zur Geschichte der DEFA sein, die im Programm von rbb und MDR laufen.

Filme und Dokumentationen zum DEFA-Jubiläum im rbb Fernsehen und in der ARD-Mediathek:

Dienstag, 11. Mai 2021

20.15 Uhr: DIE FAHRRADFAHRERIN VON SANSSOUCI – JUTTA HOFFMANN, Doku D 2021, Regie: Lutz Pehnert, 80 Tage ARD-Mediathek

21.00 Uhr: UTOPIA IN BABELSBERG – SCIENCE FICTION AUS DER DDR, Doku D 2021, Regie: Knut Elstermann, Erstausstrahlung, 365 Tage ARD-Mediathek

Mittwoch, 12. Mai 2021

22.15 Uhr: HIER DREHT DIE DEFA! – BERLINER ORTE UND IHRE FILME, Doku D 2016, Regie: Knut Elstermann, 7 Tage ARD-Mediathek

23.00 Uhr: SO KLANG DIE DEFA! – FILMMUSIK AUS BABELSBERG, Doku D 2018, Regie: Knut Elstermann, 7 Tage ARD-Mediathek

Donnerstag, 13. Mai 2021 (Christi Himmelfahrt)

20.15 Uhr: WIE FÜTTERT MAN EINEN ESEL, DDR 1974, Regie: Roland Oehme, Darsteller: Manfred Krug, Fred Delmare, 30 Tage ARD-Mediathek

22.00 Uhr: COMING OUT, DDR 1989, Regie: Heiner Carow, Darsteller: Matthias Freihof, Dagmar Manzel, 7 Tage ARD-Mediathek

23.50 Uhr: GOYA, DDR/UdSSR 1971, Regie: Konrad Wolf, Darsteller: Donatas Banionis, Olivera Vuco, 30 Tage ARD-Mediathek

Samstag, 15. Mai 2021

09.00 Uhr: MEINE FREUNDIN SYBILLE, DDR 1967, Regie: Wolfgang Luderer, Darsteller: Rolf Herricht, Evelyn Opoczynski, 30 Tage ARD-Mediathek

10.20 Uhr: VERGESST MIR MEINE TRAUDEL NICHT, DDR 1957, Regie: Kurt Maetzig, Darsteller: Eva-Maria Hagen, Horst Kube, 30 Tage ARD-Mediathek

11.45 Uhr: WER REISST DENN GLEICH VORM TEUFEL AUS, DDR 1978, Regie: Egon Schlegel, Darsteller: Hans-Joachim Frank, Katrin Martin, 7 Tage ARD-Mediathek

13.15 Uhr: DER TEUFEL VOM MÜHLENBERG, DDR 1955, Regie: Herbert Ballmann, Darsteller: Eva Kotthaus, Hans-Peter Minetti, 30 Tage ARD-Mediathek

14.40 Uhr: DIE SUCHE NACH DEM WUNDERBUNTEN VÖGELCHEN, DDR 1964, Regie: Rolf Losansky, Darsteller: Willi Schrade, Ernst-Georg Schwill, 30 Tage ARD-Mediathek

15.40 Uhr: DIE GESCHICHTE VOM KLEINEN MUCK, DDR 1953, Regie: Wolfgang Staudte, Darsteller: Thomas Schmidt, Johannes Maus, 30 Tage ARD-Mediathek

20.15 Uhr: HEISSER SOMMER, DDR 1968, Regie: Joachim Hasler, Darsteller: Frank Schöbel, Chris Doerk, 30 Tage ARD-Mediathek

22.00 Uhr: DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA, DDR 1973, Regie: Heiner Carow, Darsteller: Angelica Domröse, Winfried Glatzeder, 30 Tage ARD-Mediathek

23.40 Uhr: STERNE, DDR/BG 1959, Regie: Konrad Wolf, Darsteller: Sascha Kruscharska, Jürgen Frohriep, 30 Tage ARD-Mediathek

01.10 Uhr: BERLIN – ECKE SCHÖNHAUSER, DDR 1957, Regie: Gerhard Klein, Darsteller: Ekkehard Schall, Ilse Pagé, 30 Tage ARD-Mediathek

Sonntag, 16. Mai 2021

09.00 Uhr: EINFACH BLUMEN AUFS DACH, DDR 1979, Regie: Regie: Roland Oehme, Darsteller: Martin Trettau, Barbara Dittus, 30 Tage ARD-Mediathek

10.30 Uhr: DR. MED. SOMMER II, DDR 1970, Regie: Lothar Warneke, Darsteller: Werner Tietze, Juliane Korén, 30 Tage ARD-Mediathek

14.45 Uhr: DER SCHWEIGENDE STERN, DDR/PL 1960, Regie: Kurt Maetzig, Darsteller: Yoko Tani, Oldrich Lukes, 30 Tage ARD-Mediathek

Montag, 17.Mai 2021

22.15 Uhr: HÄLFTE DES LEBENS, DDR 1985, Regie: Herrmann Zschoche, Darsteller: Ulrich Mühe, Jenny Gröllmann, 30 Tage ARD-Mediathek

01.05 Uhr: DIE TAUBE AUF DEM DACH, DDR 1973/1990, Regie: Iris Gusner, Darsteller: Heidemarie Wenzel, Günter Naumann, 30 Tage ARD-Mediathek

02.25 Uhr: DAS ZWEITE LEBEN DES FRIEDRICH WILHELM GEORG PLATOW, DDR 1973, Regie: Siegfried Kühn, Darsteller: Fritz Marquardt, Gisela Hess, 30 Tage ARD-Mediathek

Fotos zur DEFA 75-Reihe finden Sie unter: www.ardfoto.de

Pressekontakt:

Presseanfragen Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
Nicola zu Stolberg
rbb-presseteam@rbb-online.de

Presseanfragen Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
Birgit Friedrich, Tel.: (0341) 3 00 65 45
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Beitrag von auf 6. Mai 2021. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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