SCHNITT-FOLGEN in Holz, Papier und Schatten

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edition go In Gisela Oberbecks Werk zeigt die Künstlerin meisterhafte Druckgrafiken, Holzschnitte, Papierschnitte, Schattenbilder und Unikat-Künstlerbücher , teilweise in außergewöhnlichen Formaten. Im Vorwort zur Ausstellung Doppelspur heißt es dazu: “Oberbecks Hauptthemen sind Figur und Fläche, der Mensch im Kontext zur Natur, Pflanzenstrukturen, das Verhältnis zwischen Körper und Raum oder, im erweiterten Sinne, zwischen Mensch und Umgebung. Detailorientiert, präzise und analytisch studiert sie die Ausgangsformen, welche sie später stark abstrahiert oder aufbricht und neu ordnet.” Exemplarisch für ihre Kunst stehen die großformatigen Holzschnitte “Sechs aus einem Stamm”, der sechs verschieden farbige Baum-, Pflanzen- und Blumen-Strukturen zeigt, die in ihrer Gesamtheit wie die komprimierte Schöpfungsgeschichte der Natur anmutet – kraftvoll und geheimnisvoll zugleich (SZ 1.4. J. Foerster).
Neben den großformatigen Holzschnitten gestaltet Gisela Oberbeck Künstlerbücher, die auf Kunstbuchmessen in der ganzen Welt gezeigt werden und die in Museen und Sammlungen vertreten sind. Der Typografische Teil der Künstlerbücher ist meist im Handsatz gesetzt. Die Texte von Schriftstellern wie James Joyes, Franz Kafka, Pablo Neruda, Friedrich Hölderlin. Rainer Maria Rilke, Rose Ausländer, Else Lasker-Schüler und andere. In dieser Reihe gibt es auch sogenannte Schatten-Buchobjekte, meist Leporellos, geschnittene Objektbücher, die vom Licht und Schatten leben. Diese Objekte könnten auch als Vorstudien zu großen architektonischen Raumteilern dienen.

Mit ihrem 1990 gegründeten SchattenBildTheater macht Gisela Oberbeck zusammen mit zeitgenössischen Musikern Live Performances ein offenes Spiel in geschlossenen Räumen wie Galerien, Kirchen, Museen, Werkhallen und nimmt dabei Bezug sowohl auf den Ort des Geschehens als auch poetische Assoziationen aus der Umgebung. In den Büchern und in den Schatten- Performances wird auch das Thema Grenzüberschreitungen behandelt.
In all diesen Arbeiten ist der Schnitt und Fundobjekte ein wesentliches Merkmal der Gestaltung.

Beitrag von auf 29. Juni 2020. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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