Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum möglichen Selbstmord Daniel Küblböcks

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Was hat eine Protestaktion gegen
Rechtsradikalismus mit einem fast vergessenen Castingshow-Star zu
tun, der sich dem Anschein nach das Leben nehmen wollte? Viel mehr,
als es scheint. Das Stichwort heißt: Hate Speech, Hassrede. An
Stars tobt sich die anonyme Masse aus, genauso wie an anderen
Randgruppen. Sie lyncht diejenigen verbal, die unsere
Mediengesellschaft mit produziert: junge Menschen, denen vorgegaukelt
wird mithilfe einer Casting-Sendung reich und berühmt werden zu
können. Als polarisierender Paradiesvogel in Frauenkleidern bekannt
und belächelt, wurde Küblböck an seiner Schauspielschule offenbar
gemobbt. Nach dem tragischen Vorfall auf dem Kreuzfahrtschiff hacken
nun die Hater auf den 33-Jährigen ein, also die, die sich nicht zu
schade sind, nach einem Unglück Hohn und Spott über das Opfer
auszuschütten.

Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

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Beitrag von auf 10. September 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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