Timeshare-Branche schafft klare Ausstiegsmöglichkeiten aus den Verträgen

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In Europa gibt es ca. 1,5 Mio. Inhaber von
Timeshare-Verträgen. Timesharing ist eine beliebte Art der
Feriengestaltung. Was aber ist mit jenen Timeshare-Inhabern, die aus
Altersgründen, Krankheit oder finanziellen Problemen nicht länger
mehr in den Urlaub fahren können und aus ihren oft zeitlich
unbegrenzten Verträgen aussteigen möchten? Für diese Gruppe hält die
Timeshare-Branche nun Lösungen bereit.

Der Dachverband der europäischen Teilzeit- und
Ferienwohnrechtbranche RDO (Resort Development Organisation) ist sich
der Probleme bewusst, vor denen Timeshare-Eigentümer stehen, die ihre
Ferienwohnrechte in den 1980er oder 90er Jahren gekauft haben. In
diesen sogenannten “Erbfällen” wurden oft Ferienwohnrechte “für alle
Zeiten” verkauft. Sie konnten einen Vertragszeitraum von bis zu 80
Jahren umfassen.

Die RDO hat jetzt den Verhaltenskodex für ihre Mitglieder
erweitert, um jenen Timeshare-Eigentümern, die ihr Ferienwohnrecht
veräußern möchten, größere Flexibilität und mehr Optionen bei der
Vertragsbeendigung zu bieten. Die neuen Erweiterungen gehen dabei
über die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen hinaus. Neben der
neuen Vorschrift, dass alle RDO Mitglieder über ein Ausstiegsprogramm
verfügen müssen, wurden folgende Punkte in den Kodex aufgenommen,
auch wenn diese bei einigen RDO Mitgliedern und deren Clubs bereits
seit Jahren gängige Praxis sind:

– Im Todesfall eines Miteigentümers kann der überlebende
Eigentümer sein Ferienwohnrecht aufgeben. Die Berechtigten eines
Testaments sind hinaus nicht verpflichtet, das Ferienwohnrecht zu
übernehmen, wenn sie dies nicht möchten.

– Insolvente Eigentümer von Ferienwohnrechten können das
Ferienwohnrecht kostenlos zurückgeben.

– Wenn ein Alleineigentümer oder ein Miteigentümer von
Ferienwohnrechten an einer Langzeiterkrankung leidet, die ihn davon
abhält, in absehbarer Zeit in seine Urlaubsanlage zu reisen, kann der
Ferienwohnrechtsanspruch aufgegeben werden.

– In allen anderen Fällen kann ein Eigentümer seinen
Ferienwohnrechtsanspruch jederzeit aufgeben, vorbehaltlich der
Zustimmung des jeweiligen Anbieters (RDO Mitglied). In diesen Fällen
darf eine Aufgabegebühr jedoch nicht die Summe von 3 Jahresbeiträgen
der aktuellen Instandhaltungskosten übersteigen.

“Wir haben mit der Vereinigung der Timeshare-Inhaber TATOC (The
Association of Timeshare Owners Committees) intensiv
zusammengearbeitet, um akzeptable Lösungen für jene Eigentümer zu
finden, die zwingende Gründe haben, ihr Ferienwohnrecht eher
zurückzugeben statt es weiterzuverkaufen,” sagte RDO Geschäftsführer
Paul Gardener Bougaard. “Während in der Vergangenheit eines der
größten Verkaufsargumente von Timeshare die Tatsache war, dass es den
Eigentümern viele Jahre lang einen qualitativ hochwertigen Urlaub mit
der Möglichkeit bot, diesen Vorteil auch an ihre Kinder
weiterzugeben, führen heute Rezession, verbunden mit Veränderungen
der Verpflichtungen bei langfristigem Eigentum, letztendlich dazu,
dass wir unseren Kodex überprüfen und aktualisieren mussten. Wir
werden den Kodex weiterhin regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen,
dass die Belange der Timeshare-Besitzer stets richtig behandelt
werden.”

Mehr über RDO unter www.rdo.org

Pressekontakt:
Resort Development Organisation (RDO)
German Chapter
Schumannstrasse 9
D-10117 Berlin
Phone: +49 30 884 601 14
E-mail: rdogermany@rdo.org

Beitrag von auf 9. April 2015. Abgelegt unter Urlaub & Reisen. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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