WAZ: Licht und Schatten – Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

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In Europa ist die Energiesparlampe längst Standard,
auch die Entsorgung des giftigen Materials klappt. Die Ausnahme ist
Deutschland: Hier streiten Experten, Politiker und Verbraucher um
Effizienz, Entsorgung und mehr oder weniger signifikante Giftstoffe.
Und wer an der bewährten Glühbirne hängt, füllt mit ihr Kellerregale.
Offenbar zweifeln viele Deutsche an der Qualität des Leuchtstoffs. In
der Tat reichen günstige Schreibtisch- oder Stehlampen, die mit den
passenden Energieleuchten ausgestattet werden, bei weitem nicht an
die gewohnte Helligkeit heran. Immer noch dauert es Minuten, bis die
Lampe für ihre Verhältnisse optimal leuchtet. Für den schnellen,
kurzen Gang ins Badezimmer ohne Fenster ist das kaum optimal. Der
Verweis auf die wirklich guten und entsprechend teuren Lampen hilft
dem preis- und qualitätsbewussten Verbraucher, der für die bewährte
Glühbirne nur wenig Geld auf den Ladentisch legt, kaum weiter. Ihn
wird das Verkaufsverbot quälen. Die Qualität der Energiesparlampen
wird allerdings stetig besser; ohnehin gilt sie als Brücke, bis die
LED-Technik ausgereift ist. Wenn irgendwann Preis und Leistung
energiesparender Leuchtmittel stimmen, braucht es kein Verkaufsverbot
für veraltete Technik. Dann will die Glühlampe ohnehin niemand mehr
haben.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

Beitrag von auf 30. August 2011. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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