WDR trauert um Tatort-Erfinder und ehemaligen WDR-Fernsehspielchef Gunther Witte

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Der Erfinder des Tatorts und ehemalige
WDR-Fernsehspielchef Gunther Witte ist am 16. August 2018 im Alter
von 82 Jahren unerwartet in Berlin gestorben. Das erfuhr der WDR aus
dem Kreis seiner Familie.

WDR-Intendant Tom Buhrow: „Gunther Witte war eine der
herausragenden Persönlichkeiten des Fernsehspiels. Mit seiner
einzigartigen Erfindung der Tatort-Reihe hat er den WDR und das
deutsche Fernsehen so nachhaltig geprägt wie kaum ein anderer:
Sonntag, 20.15 Uhr ist nach wie vor Tatort-Zeit im Ersten. Das, was
er geschaffen hat, bleibt und wird unsere Zuschauer weiterhin
bereichern.“

Gunther Witte wurde am 26. September 1935 im lettischen Riga
geboren. 1963 kam er zum WDR. Zunächst arbeitete er als Redakteur und
Dramaturg in der Abteilung Fernsehspiel, von 1979 bis 1998 als
verantwortlicher Leiter. Das Konzept für den regional geprägten
Tatort im Ersten entwickelte er 1969. Ein Jahr später ging mit „Taxi
nach Leipzig“ der erste Tatort auf Sendung. In den Folgejahren war
der studierte Theaterwissenschaftler an vielen weiteren wichtigen
Fernsehfilmproduktionen des WDR beteiligt, als Produzent etwa an
Volker Schlöndorffs „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ und an
Rainer Werner Fassbinders „Berlin Alexanderplatz“. Er arbeitete mit
Regisseuren wie Wolfgang Petersen („Die Konsequenz“), Peter Beauvais
(„Die Ratten“) und Bernhard Wicki zusammen, mit dem er das Drehbuch
zu dessen Film „Die Eroberung der Zitadelle“ schrieb. Verdient machte
er sich zudem als Förderer des Doku-Dramas. In seine Zeit als
Fernsehspielchef des WDR fiel auch der Start eines weiteren
Dauerbrenners im Sonntagsprogramm des Ersten, der „Lindenstraße“.
Gunther Witte ging 1998 in den Ruhestand.

2001 wurde Gunther Witte mit der „Besonderen Ehrung“ des
Grimme-Preises ausgezeichnet. Seit 2007 war er Ehrenmitglied der
Deutschen Filmakademie. 2013 wurde er mit dem Ehren-Bambi
ausgezeichnet.

Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de

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Beitrag von auf 20. August 2018. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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