Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Kinder und Sport

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Viel zu viele Kinder sind zu dick und
unsportlich. Die Tatsache, dass es immer mehr Ganztagsangebote an
Schulen und Kindergärten gibt, ist wohl die größte Chance, auch die
Sportmuffel unter Kindern und Jugendlichen zu bekehren. Doch diese
Chance wird nicht gut genug genutzt. Dabei klang das Grundkonzept von
Ganztag einst so einleuchtend: Vereine werden eingebunden und
integrieren sportliche Angebote in die Schulzeit. Soweit die Theorie.
Sie funktioniert nach den Ergebnissen des Kinder- und
Jugendsportberichts nur unzureichend. Traurig! Neben mangelnder
Kooperation nennt die Studie weitere Schwächen: Viele Bundesländer
hätten nur zwei Sportstunden im Angebot, heißt es. Jede Vierte falle
aus. Wer Sport den Kernfächern unterordnet, hat nicht verstanden,
dass Bewegung den Kopf frei macht. Diese Defizite wären halb so
schlimm, wenn Toben vor der Haustür noch zum Alltag der meisten
kleinen Kinder sowie der Bolzplatz zu dem der meisten Jugendlichen
gehören würden. Mangelnde Freizeit, Großstadt-Kulisse und
Helikopter-Eltern verhindern dies oft. Wenn diese früheren
Selbstverständlichkeiten nicht mehr gegeben sind, müssen Eltern
unbedingt am Wochenende dafür sorgen, dass ihre Kinder nicht auf dem
Sofa gammeln, sondern sich bewegen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Beitrag von auf 14. August 2015. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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